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Münzfuß

Der Münzfuß ist der Maßstab, der festlegt, wie viele Münzen aus einer Gewichtseinheit Metall geprägt werden sollen und welche Zusammensetzung die Legierung enthält: Der Münzfuß regelt also Schrot (Raugewicht) und Korn (Feingewicht) von Münzsorten im Verhältnis zu dem geltenden Münzgrundgewicht. Das Basisgewicht war in der Antike die Mine, aus der je nach Zeit und Region z.B. im äginäischen, attischen, babylonischen, korinthischen, persischen, phönizischen oder rhodischen Münzfuß geprägt wurde. Schon die alten Griechen achteten auf die möglichst genaue Einhaltung des Münzfußes, in der Regel wurden aus der Mine 100 Drachmen geprägt. Die römischen Münzfüße basierten auf der Libra (das römische Pfund zu etwa 327,45 g). Im Mittelalter war das von Karl dem Großen eingeführte Karlspfund Grundlage, aus dem 240 karolingische Denare geprägt wurden. Sein Gewicht ist aber immer noch nicht geklärt, möglicherweise lag es nah am Gewicht von Troyes (367,1 g). Das Karlspfund wurde im Mittelalter im Römisch-Deutschen Reich von der Gewichtsmark (Mark I) als Münzgrundgewicht abgelöst. Es gab regional verschiedene Gewichtsmarken, von denen die Kölner Mark (233,85 g) seit der Esslinger Reichsmünzordnung von 1524 zur Grundlage der Münzfüße vieler deutscher Staaten bis ins 19. Jh. wurde. Je nach geltender Münzordnung spricht man dann z.B. vom 9-Taler-Fuß (Reichsspeziestaler), 11 1/3-Taler-Fuß (Couranttaler lübisch), 13 1/3-Taler-Fuß (Kassentaler), 14-Taler-Fuß (Reichstaler nach Graumannschem Münzfuß), Zwanzigguldenfuß (Österreich) oder 24 1/2-Gulden-Fuß (Süddeutsche Staaten). Erst der Wiener Münzvertrag von 1857 ersetzte die Kölner Mark durch das Zollpfund zu 500 g.

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