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Molluskengeld

Der wissenschaftlich exaktere Begriff Molluskengeld löst den traditionellen Ausdruck Muschelgeld ab, der sich fälschlicherweise für das Geld eingebürgert hatte, das zum Großteil aus den Gehäusen verschiedener Arten von Schnecken besteht, seltener aus Muschelschalen. Diese Tatsache in Verbindung mit einer größeren wissenschaftlichen Exaktheit trägt der Umbenennung in Molluskengeld Rechnung, die sich jedoch im numismatischen Sprachgebrauch nur allmählich durchsetzen kann. Der zoologische Begriff Mollusken faßt den Tierstamm der Weichtiere zusammen, deren verschiedene Arten der Gattung Schnecken (Gastropoda), Muscheln (Bivalvia) und Grabfüßler (Scaphopoda) geldgeschichtlich relevant wurden. Das Gehäuse von Schnecken (vor allem Porzellanschnecken) und die Schalen von Muscheln (Perlmutt) und Grabfüßlern (Dentalium) bilden das Material, aus dem das Molluskengeld hergestellt wurde. Meist besteht das Molluskengeld aus kleinen, rundlichen Scheibchen, die auf Schnüre aufgezogen und nach ihrer Länge bewertet wurden. Manchmal waren die Perlenschnüre in regelmäßigen Abständen mit andersfarbigen Messperlen versehen, die eine einfachere Längenmessung der betreffenden Geldschnüre erlaubte.