Das große Reppa Münzen-Lexikon
Z
53 Beiträge in dieser Lexikon KategorieZ (Münzstättenzeichen)
Kennbuchstabe der Münzstätten Grenoble (Frankreich, 1539-1772), Saragossa (Spanien, 1366-1387) und Zacatecas (Mexiko).
Zahlensysteme
Auch Zählsysteme, sind Ordnungssysteme für Rechenoperationen. Die wichtigsten Zahlensysteme für die Numismatik sind das Duodezimalsystem (Zwölfersystem) und das Sexagesimalsystem.
Zählsysteme
Auch Zählsysteme, sind Ordnungssysteme für Rechenoperationen. Die wichtigsten Zahlensysteme für die Numismatik sind das Dezimalsystem (Zehnersystem), das Duodezimalsystem (Zwölfersystem) und das Sexagesimalsystem.
Zahngeld
Aus den Zähnen von Säugetieren hergestellte vormünzliche Zahlungsmittel, die in verschiedenen Gebieten Amerikas, Neuguineas, auf den Fidschi-Inseln, den Salomon-Inseln, den Gilbert-Inseln und anderen Inseln der Südsee als Geld, Wertobjekte oder zu Schmuckzwecken eine Rolle spielten. Einzeln und in kleinen Mengen dienten sie als Kleingeld, auf Schnüre aufgezogen stellten sie einen höheren Betrag dar. Es gibt auch Kopien aus Porzellan, die meist von europäischen Händlern stammten, die mit ...
Zaine
Die für die Münzprägung vorgesehenen länglichen barren- oder stangenförmig gegossenen Rohlinge des Münzmetalls, aus denen die Münzplatten ausgestanzt werden. Früher hat man mit Hämmern und Streckwerken die Zaine auf Münzdicke gebracht. Dann wurden die Schrötlinge mit der Stückelschere abgeschnitten und mit der Benehmschere beschnitten. In der modernen Münztechnik werden die Zaine in Walzwerken gestreckt und anschließend in einem Stanzwerk die Münzplättchen ausgestanzt.
Zainhaken
Münzmeisterwerkzeug, das bis zum ausgehenden 18. Jh. verwendet wurde. Es waren Eisenstangen mit einem Haken zum Handhaben der glühenden oder heißen Zaine. Zainhaken waren auch Zeichen des Münzmeisters und wurden als solche oft auf Münzen abgebildet, zumeist in Verbindung mit dessen Namenskürzel.
Zainprobe
Stockprobe
Auch Stockprobe, ist eine Probe zur Überprüfung der Legierung der gegossenen Zaine oder der fertigen Münzen. Stock- oder Zainproben nennt man auch die Probestücke, die früher in ein Papier geschlagen, versiegelt und in einer Fahrbüchse aufbewahrt wurden, um sie zur amtlichen Kontrolle von Gewicht und Legierung auf Kreisprobationstagen vorzulegen.
Zalat
Bronzemünze aus Jemen, geprägt von 1925 bis 1928. 160 Zalat = 80 Halala = 40 Buqsha = 1 Riyal. Diese kleinste jemenitische Münze ist heute nur noch schwer zu finden und entsprechend teuer.
Zaponierung
Das Überziehen der Münzen mit Zaponlack, um sie vor Anlaufen und Korrosion zu schützen, bezeichnet man als Zaponierung. Der Lack ist farblos und bei ganz dünnem Auftragen unsichtbar. Die Münzen werden angeklammert und zunächst mit einer Hälfte in verdünnten Zaponlack eingetaucht. Diese Hälfte muss zunächst vollständig trocknen, dann wird die andere Hälfte auf die gleiche Weise behandelt. Der verdünnte Lack verläuft leicht und ...
Zar
Von lat. Caesar abgeleitet, slawischer Herrschertitel, in Bulgarien 917 v. Chr. von Simeon I. eingeführt. Auch einige serbische Fürsten des 14. Jh.s führten den Zarentitel. Von 1908 bis 1946 bezeichneten sich die bulgarischen Herrscher erneut als Zaren. In Russland ließ sich erstmals 1547 der Großfürst von Moskau, Iwan IV., als "Zar aller Reußen" krönen. Im Jahr 1917 wurde der letzte russische Zar, Nikolaus II., durch die russische Februarrevolution gestürzt. Von Peter dem Großen wurde...
Zecchino
Bezeichnung des berühmten venezianischen Dukaten, der, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, unverändert bis zum Ende der Republik Venetien über sechs Jahrhunderte lang (von 1284 bis 1797) geprägt wurde und noch einmal unter Habsburger Herrschaft nach 1797 und 1815 (Lombardei-Venetien). Der Name Zecchino leitet sich von "Zeccha" her, dem Gebäude, in dem sich die Münzstätte in Venedig befand. Der Haupttyp des Zecchino zeigt auf der Vs. den knienden Dogen vor dem hl. Markus, der ihm das Reg...
Zehner
Bezeichnung für verschiedene Zehnkreuzer- oder Zehnpfennigstücke: 1. 10-Kreuzer-Stücke nach den Augsburger Reichsmünzordnungen von 1551 und 1559.2. Das 10-Kreuzer-Stück nach dem Konventionsfuß im 18. Jh.3. Der sächsische Neugroschen aus dem Jahre 1840; er galt im Gegensatz zum früheren Groschen 10 Pfennige und wurde daher im Volksmund Zehner genannt.4. Aufschrift der preußischen 10-Pfennig-Kupfermünzen, geplant im Jahr 1812, die jedoch nur als Proben geprägt wurden. 5. Das ...
Zehnguldenstück
Niederländische Goldmünze des 19. und 20. Jh.s. Sie war die Hauptmünze des 1816 eingeführten Dezimalsystems in den Niederlanden. Die Vs. zeigte das Brustbild des niederländischen Königs. Ihr Raugewicht betrug 6,729 g bei einem Feingehalt von 900/1000. Sie war zunächst als „Tientje“ (Zehner) bekannt. Nach der Einführung der Silberwährung wurde das Zehnguldenstück zur Handelsmünze, im Volksmund "Gouden Willem" (Goldener Wilhelm) genannt. Als man im Jahr 1875 wieder zur Goldwährung ...
Zehnmarkstück
In Deutschland wurden von 1872 bis 1913 Zehnmarkstücke als Goldmünzen geprägt. Sie hatten einen Feingehalt von 900/1000 bei einem Raugewicht von 3,98 g. Die Vs. zeigte ein Porträt des Territorialfürsten bzw. das Wappen der Freien Städte, die Rückseite den Reichsadler. In der Bundesrepublik Deutschland gab man anläßlich der Olympischen Spiele 1972 in München erstmals Zehnmarkstücke als Silber-Gedenkmünzen aus. Daran anknüpfend ersetzte man seit 1987 die 5-DM-Gedenkmünzen aus Kupfern...
Zeitrechnung
Neben unserer Zeitrechnung, welche die Jahre vor und nach Christi Geburt zählt (christliche Ära), waren und sind auch zahlreiche andere Zeitrechnungen üblich. Einige Zeitrechnungen beginnen mit der Erschaffung der Welt. Dieser Zeitpunkt liegt nach jüdischer Zeitrechnung umgerechnet am 7. Oktober 3761 v. Chr., die Byzantiner rechneten seit dem 1. September 5509 v. Chr. (Ära von Konstantinopel). Andere Zählungen nehmen als Ausgangspunkt ein markantes historisches Datum: Im antiken Griec...
Zentralpunkt
Erhabener oder vertiefter Punkt in der Mitte der Münzplatte, der als Besonderheit einiger antiker Großbronzen auftritt, z.B. bei Münzen der Ptolemäer, Seleukiden u.a. Der Zentralpunkt ist nicht auf die Prägung, sondern auf die Gußform der Bronzemünze zurückzuführen. Mit Hilfe des Zentralpunktes konnten anschließend die Ränder des Schrötlings gleichmäßig bearbeitet werden. Durch die anschließende Prägung lie&szli...
Zentrierte Prägung
Als zentrierte Prägung bezeichnet man eine Münze, wenn der Prägestempel den Schrötling genau in der Mitte getroffen hat und das komplette Münzbild zu erkennen ist. In der Antike war die zentrierte Prägung noch nicht der Regelfall, zentrierte und dezentrierte Prägungen waren gleichberechtigt miteinander im Umlauf. Deshalb bezieht sich die Angabe zentriert bzw. dezentriert in Auktionskatalogen meist auf antike Gepräge.
Zepter
In der Antike war der lange Stab (griechisch skeptron = Stab) Zeichen der Macht von Göttern, insbesondere des
Zer Mahbub
Türkische Goldmünze seit 1711, mit dem Altun vergleichbar. Danach etwa 100 Jahre in Umlauf. Der Name bedeutet "schönes Geld".
Zerteilte Münzen
Zerschnittene Münzen
Bereits in der Antike hat man aus Mangel an Kleingeld Münzen zerschnitten oder gebrochen. Auch im Mittelalter wurden Denare und ganz besonders die dünnen Brakteaten des 12. und 13. Jh.s oft in Halb- oder Viertelstücke zerteilt. In der Neuzeit kennen wir zerteilte Münzen aus der Karibik. Hier hat man als Kleingeldersatz oft die großen spanischen Acht-Reales-Stücke in mehrere Teile zerschnitten und mit Gegenstempeln versehen. Diese Stücke, die oft wellenförmigen Rand ...
Zettelbanken
Kreditinstitute (Bank), die zur Ausgabe von Banknoten (Zetteln) berechtigt waren. Sie entstanden im 17./18. Jh. in Großbritannien und Schweden (1656 wurde die Stockholms Banco gegründet). In der zweiten Hälfte des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jh.s waren sie besonders in Schottland und England verbreitet. Die Zettelbanken waren für die Behebung der Zahlungsmittelknappheit und die Finanzierung der Industrialisierung wichtig. In Großbritannien verzichteten sie nach der Begrenzung der ...
Zeus
In der griechischen Antike der oberste der olympischen Götter, Bruder und zugleich Gemahl der Hera. Er galt als Vater und Beschützer vieler Städte und wurde somit sehr häufig auf griechischen Münzen dargestellt, meist mit vollem, lorbeerumkränztem Haar und kräftigem Bart. Seine Attribute waren Blitz, Donnerkeil, Stab, Zepter oder Adler. Bei den Römern wurde Zeus unter dem Namen Jupiter verehrt.
Kopf des Zeus auf einer Tetradrachme des Königreichs Paionien
Zink
An der Luft leicht oxidierendes Metall, chem. Zeichen Zn. Weil es billig ist, wurde es fast nur in Kriegs- und Notzeiten zur Münzherstellung verwendet. In Deutschland wurden im 1. und 2. Weltkrieg sowie in der Nachkriegszeit bis zur Währungsreform Zinkmünzen geprägt. Auch in Belgien, Frankreich und den Niederlanden verwendete man in beiden Weltkriegen Zink. Bis in die 70er Jahre hinein waren Zinkmünzen noch in Österreich und Dänemark in Umlauf.
Zinn
Silbergraues, glänzendes Metall, chem. Zeichen Sn. Zinn in reiner Form ist gegen Oxidationen beständig. Da es sehr weich ist, wurde es in Europa fast nur in Not- und Belagerungszeiten als Münzmetall verwendet. Im Gebiet von Malaya und Indonesien wurden aufgrund der großen Bodenvorkommen Münzen aus Zinn (Pitis) geprägt. Auch in der Medaillenprägung hat man Zinn wegen der guten Bearbeitungsmöglichkeiten verwendet, besonders im 17. und 18. Jh. Bei Legierungen wird Zinn in geringem Prozentsa...
Zinnaischer Münzfuß
Anlass für den Zinnaischen Münzfuß war, daß Brandenburg nach dem Dreißigjährigen Krieg einen hohen Bedarf an Kleinmünzen zur Besoldung seines stehenden Heeres hatte. Der alte Münzfuß nach der Augsburger Reichsmünzordnung (Reichsmünzordnungen) erwies sich jedoch als zu teuer für die Ausgabe so großer Mengen von Kleinmünzen. Hier gab es ein krasses Mißverhältnis zwischen Prägekosten und tatsächlichem Geldwert. Dies führte dazu, dass andernorts unterwertige Kleinmünzen geschlage...
Zinsgroschen
Sächsische Groschenmünzen, mit denen angeblich Zinsabgaben geleistet wurden. Es handelt sich um eine Abart des Meißner Groschens, die nach 1492 bis in das Jahr 1500 geschlagen wurde. Ein Zinsgroschen hatte den Wert von 12 Pfennigen, 21 Groschen gingen auf den rheinischen Goldgulden. Sie wurden in großen Mengen aus neuen Silberfunden des Schneeberges in verschiedenen Münzstätten Sachsens geschlagen, vor allem in Leipzig und Schneeberg, deshalb auch Schneeberger ode...
Ziselierung
Feine Bearbeitung eines Metallstückes mit Meißel, Feile, Stichel oder Punze. In der Medaillenherstellung wird Ziselierung vor allem seit der Mitte des 16. Jh.s oft zur Nachbearbeitung der Oberfläche angewendet, vor allem von unsauber ausgeformten Gussmedaillen aus Bronze. Die Ziselierung erlaubt eine Entfernung von unerwünschten Gussrückständen und eine plastischere Ausgestaltung des dargestellten Motivs bzw. der Inschrift. Bei Münzen sollte dieses Verfahren g...
Zloty
Ursprünglich polnische Goldmünze; der Name bedeutet "Goldener" oder "Gulden". Sie wurde erstmals ab der Münzreform 1528 unter König Sigismund I. geprägt. Im 17. Jh. war der Zloty nur Münzrechnungseinheit zu 30 Groszy (Einzahl: Grosz) und wurde gar nicht ausgeprägt. Erst seit der Mitte des 18. Jh.s hat man wieder Zloty-Stücke gemünzt, und zwar als silberne 4-, 6- und 8-Zloty-Stücke. Seit 1833 gab es sowohl silberne als auch goldene Zloty-Münzen: 1, 2, 5 und 10 Zloty in Silber, 20 Zloty...
Zodiakus
Tierkreis, die Himmelssphäre umspannende Zone (etwa 20 Grad) von 12 Sternbildern (Tierkreiszeichen), den die Sonne innerhalb eines Jahres bei ihrem vermeintlichen Umschwung entlang der scheinbaren Sonnenbahn (Ekliptik) umläuft. In der Antike stand die Sonne um den Frühlingsbeginn am 21. März (Tag- und Nachtgleiche) im Zeichen des Widders. Von da aus teilte man das Jahr in 12 gleich große Teile ein und rechnete die Abschnitte folgenden Sternbildern zu:
Widder (Aries)
Stier (Taurus)
Zwilling...
Zolota
Bezeichnung des türkischen 30-Para-Stücks, das die Sultane des Osmanischen Reichs als Silbermünze prägen ließen.
Zopfdukaten
Auch Schwanzdukaten, nannte die Bevölkerung die Dukaten des preußischen "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. (1713-1740), die dessen Kopfbild mit Zopfperücke zeigen. Die Bezeichnung ging auch auf andere Münznominale mit gleicher Porträtdarstellung über wie Taler, Tympfe und Groschen.
Zwainziger
Alte Bezeichnung für den seit dem ausgehenden 13. Jh. geprägten Südtiroler Etschkreuzer, der einen Wert von 20 Berner hatte.
Zwanzigguldenfuß
Im Jahr 1750 von Österreich eingeführter Münzfuß. Er bestimmte, dass 20 Gulden aus der feinen Mark geschlagen werden sollten. Damit wurde eine gewisse Annäherung an den in Preußen geltenden Graumannschen Münzfuß geschaffen. 1753 schloss sich auch Bayern diesem Zwanzigguldenfuß an, seither spricht man vom Konventionsfuß.
Zwanzigmarkstück
1. Im Deutschen Kaiserreich wurden mit dem Münzgesetz von 1871 Zwanzigmarkstücke als Goldmünzen eingeführt und bis 1918 geprägt. Sie hatten einen Feingehalt von 900/1000 bei einem Raugewicht von 7,96 g. Die Vs. zeigte ein Porträt des Territorialfürsten, die Rückseite den Reichsadler.
Herzogtum Anhalt, 20 Mark 1904 auf den Regierungsantritt
2. In der DDR wurden seit 1966 Zwanzigmarkstücke als silberne Gedenkmünzen ausgegeben, seit 1971 auch als Umlaufmünz...
Zweidritteltaler
Nach der Einführung des Zinnaischen und des Leipziger Münzfußes geschaffene Silbermünze im Wert von 60 Kreuzern. Diese Prägung wurde auch Leipziger Gulden oder einfach Silbergulden genannt. Es gab feine und grobe Silbergulden. Die feinen hatten ein Gewicht von 13,08 g, sie wurden aus fast reinem Silber geschlagen. Die groben Gulden hatten einen relativ hohen Kupferzusatz, sie wurden 750/1000 fein mit einem Gewicht von 17,35 g geprägt. Viele Zweidritteltaler trugen die Wertangabe 2/3 in ein...
Zweier
Alte Bezeichnung für Münzen, die den doppelten Wert einer Münzeinheit haben, vorwiegend im 18. Jh. in Ober- und Niedersachsen für die Doppelpfennige und in der Schweiz für die doppelten Kreuzer (Halbbatzen) gebraucht.
Zweisprachige Münzen
Münzen, die Inschriften in zwei Sprachen aufweisen. Sie kommen schon in der Antike vor, z.B. griechische Inschrift in Verbindung mit Persisch, Latein oder Hebräisch. Im Mittelalter wurden Münzen mit arabischen und lateinischen Inschriften geprägt. In der Neuzeit sind oft Kolonialmünzen oder Münzen für besetzte Gebiete zweisprachig, um der Bevölkerung den Umgang mit diesen Zahlungsmitteln zu erleichtern. Zweisprachige Münzen können auch verschiedene Amtssprachen eines Staates dokumentie...
Zwitterprägungen
Zwittermünzen
Münzen, die auf Vorder- und Rückseite mit nicht zusammengehörigen Stempeln geprägt wurden, auch hybride Münzen genannt. Zwittermünzen kamen in der Antike und im Mittelalter häufiger vor. Besonders in Münzstätten die mehrere Münztypen prägten, konnte versehentlich ein Stempel verwechselt werden.
Solms-Lich, Zwitterprägung eines Halbbatzens mit Jahreszahl(15)89 auf dem Avers und (15)90 auf dem Revers
Zwölfteltaler
Bezeichnung des Doppelgroschens, der vom Ende des 17. Jh.s bis zum Anfang des 18. Jh.s in einigen deutschen Landen geprägt wurde. Als Münzmetall hat man oft eine schlechte Legierung verwendet. Ein Beispiel ist der Zwölfteltaler, der ab 1720 in Berlin für die Provinz Preußen geprägt wurde. Zwei Jahre später musste die Münze per Edikt abgewertet und ihr Wert auf 7½ preußische Groschen festgesetzt werden. Weil vom achten Groschen die Hälfte fehlte, nannte man die Münze auch Achtehalber.
Zyfert
Auch Ciffert oder Syfert. Halbstüber, der in Ostfriesland von 1572 bis 1782 geprägt wurde. Die verbreitete Münze bestand aus Billon; sie hatte ein Raugewicht von 1 g bei einem Feingehalt von nur 0,1g Silber.
Zypern-Pfund
Beim Zypern-Pfund (griechisch: Λίρα Lira; türkisch: Lira) handelt es sich um die ehemalige Währung der Republik Zypern sowie der britischen Militärbasen Akrotiri und Dekelia. Das zypriotische Pfund war bis zum 31. Dezember 2007 gültig und wurde von der Zentralbank Zyperns ausgegeben. Vor der zypriotischen Euroeinführung befanden sich Münzen mit den Nennwerten 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent sowie Banknoten zu 1, 5, 10 und 20 Pfund im Zahlungsverkehr. Auf den Vorderseiten der Banknoten befa...