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Modell

Seit der Renaissance werden zur Herstellung von Prägewerkzeugen bzw. beim Medaillenguss Entwürfe oder Muster hergestellt. Zur Herstellung von Stempeln und Rändelbacken schneidet der Medailleur oder Graveur mit Stichel und Schabwerkzeugen das Motiv vergrößert mit erhabenem Relief (positiv). Diese Urmodelle sind in der Regel aus Gips oder sonstigen gut verarbeitbaren Materialien (Wachs, Buchsbaum, Stein oder Ton). Durch zweimaliges Abgießen (Zwischenmodelle) wird ein Reduktionsmodell aus Kunstharz erstellt, das der Belastung in der Reduktionsmaschine standhält. Diese automatische Maschine stellt die Patrize her, indem das Münzbild, auf die gewünschte Größe verkleinert, in einen Stahlstempel graviert wird. Im 19. Jh. wurde aus dem Negativ des Urmodells direkt eine Patrize aus Eisen hergestellt. Die Herstellung von Zwischenmodellen erwies sich jedoch als praktische Arbeitserleichterung, da man bei nachträglichen Änderungen oder Verbesserungen auf sie zurückgreifen konnte.

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