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Macuta

Bezeichnung der portugiesischen Kolonialmünzen, die Portugal für seine Besitzungen in Schwarzafrika herstellen ließ. Der Name soll sich von Stoffgeld aus Raphiafasern ableiten, das im Gebiet von Südangola als Stoffgeld im Umlauf war und von dem portugiesischen Münzgeld nach und nach verdrängt wurde. Die Teilstücke und der ganze Macuta waren aus Kupfer, die Mehrfachstücke (bis 12 Macuta) wurden ursprünglich aus Silber geprägt, seit dem 19. Jh. gab es doppelte und vierfache Macutas aus Kupfer. Aufgrund des schwindenden Einflusses Portugals in Afrika überstieg die Anzahl der in Porto geprägten Macutas bald bei weitem den Bedarf für Afrika. Die große Menge der überschüssigen Macutas brachte man im 18. Jh. in Brasilien zum Zwangskurs zu 50 Reis in Umlauf. Nachdem die portugiesischen Monarchen in den Wirren der napoleonischen Kriege im frühen 19. Jh. nach Brasilien geflohen war, ließen sie in Rio de Janeiro kupferne 1/4-, 1/2-, 1-, 2- und 4-Macuta-Stücke in Kupfer schlagen.

Viele der Kolonialmünzen waren mit Gegenstempeln versehen, um ihren Wert zu verdoppeln. Sie zeigen meist auf den Vs.n die gekrönte, mit dem (portugiesischen) Wappen belegte Armillarsphäre, auf der Rs. die Wertbezeichnung. Der Macuta tauchte zwischen 1926 und 1954 noch einmal als Bezeichnung des 5-Centavo-Stückes (100 Centavos = 1 Angolar) in der unter portugiesischem Einfluss verbliebenen Kolonie Angola auf. Das 10-Centavo-Stück wurde als 2 Macuta bezeichnet. Die Stücke aus Neusilber zeigen auf der Vs. den Freiheitskopf, Sinnbild der Republik Portugal, auf der Rs. das Wappen auf Armillarsphäre und die Wertbezeichnung.

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