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Monogramme

Ursprünglich Einzelbuchstaben, dann mehrere zu einem einheitlichen Zeichen zusammengefügte Buchstaben, die seit der Antike häufig auf Münzen verwendet werden. Auf griechischen und römischen Münzen erscheinen Monogramme meist als Abkürzung für Münzstätten und Münzbeamte. Im Byzantinischen Reich setzte sich die Verwendung der Monogramme auf Münzen und Siegeln fort und wurde auch auf nachgeahmten Münzen während der germanischen Völkerwanderungszeit von Ost- und Westgoten, Burgunder und Franken übernommen. Die Deutung dieser Monogramme ist nicht immer einfach, denn sie können aus Namen von Fürsten, Ländern, Städten und aus Titel- oder Wertbezeichnungen bestehen; komplizierte Kombinationen daraus sind keine Seltenheit. Auffallend groß fallen die aus den Namen der Könige zusammengesetzten Monogramme auf den Rückseiten karolingischer Münzen aus. In der Neuzeit treten Monogramme wieder gehäuft auf deutschen Klein- und Scheidemünzen zwischen dem 17. und 19. Jh. auf. Diese wurden aus Gründen der Kostenersparnis unter Verwendung von Stempeln hergestellt, die einfache Monogramme zeigen statt komplizierte und arbeitsaufwendige Porträts oder Wappen, die auf den geringwertigen Münzen meist fehlen. Es gibt Literatur zur Auflösung von Monogrammen, z.B. Otto Flämigs "Monogramme auf Münzen, Medaillen, Zeichen und Urkunden", Berlin 1968 (2. Auflage).

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