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Mattengeld

Aus Pflanzenfasern hergestellte Matten, die - je nach Region - verschiedene Geldfunktionen übernahmen. Als eine der wenigen Geldarten Polynesiens gelten die kunstvoll gearbeiteten Matten der Samoaner, die mit roten Federn verziert waren. Sie galten als Wert- und Tauschobjekte, in reichen Familien wurden sie als Mitgift bei Eheschließungen verwendet. Ihre wichtigste Verwendung bestand jedoch darin, die Kanu- und Hausbauer zu entlohnen. 
In Melanesien ist Mattengeld von den Santa-Cruz-Inseln, von St. Matthias, Neubritannien und den Neuen Hebriden bekannt, wo es bis in die 2. Hälfte des 20. Jh.s noch in Gebrauch war. Die Matten, die bis zu 100 Faden Länge erreichen konnten, wurden in den Hütten aufgehängt. Hier bestand ihre Geldfunktion hauptsächlich darin, den Reichtum seines Besitzers zu präsentieren (Reichtumsanzeiger). Die Wohlhabenheit drückte sich in der Anzahl und der Länge der Matten aus. Es wurde somit hauptsächlich als Hortgeld genutzt, obwohl es auch im Handelsverkehr Verwendung fand. Eine mittlere Matte entsprach dem Wert eines Ebers. In der Sukwe-Gesellschaft, einer Art Klub, dem alle Männer des Stamms angehörten, diente es zum Einkauf und zur graduellen Einstufung des Ranges. Die gesellschaftliche Stellung des Mannes richtete sich nach seinen Zahlungen in Matten, die bei Festen öffentlich ausgestellt wurden. Auf dem Inselstaat Yap in Mikronesien wurden Matten aus Hibiskusfasern hergestellt, die keinen Gebrauchswert besaßen. Sie wurden zu Bündeln zusammengerollt in den Männerhäusern aufbewahrt. Afrikanisches Geld aus Pflanzenfasern siehe unter Stoffgeld.

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