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Milreis

Portugiesische Münzeinheit, wörtlich 1000 Reis, wurde 1854 mit der nun auch faktisch (durch Münzgesetz) anerkannten Goldwährung zur Rechnungseinheit. Basis der Goldwährung war die Goldkrone (Corõa d'ouro) zu 10 Milreis. Es gab auch Nominale zu 5, 2 1/2, und 1 Milreis. Die Silbermünzen zu 1000, 500, 200, 100 und 50 Reis wurden zu Scheidemünzen, die letzten beiden Nominale wurden um 1900 in Kupfer geprägt. Nach der Wirtschaftskrise um 1891 blieben zwar die Goldmünzen mit einem Agio versehen weiter im Umlauf, es herrschte aber faktisch Papiergeldwährung. Ein Jahr nach Ausrufung der Republik wurde 1911 der Milreis in Escudo umgetauft und in 100 Centavos geteilt.
In Brasilien wurde der Milreis als Währungsmünze (1000 Reis = 1 Milreis) im Dezimalsystem bis zur Einführung des Cruzeiro 1942 geprägt (100 Centavos = 1 Cruzeiro). Es gab Nominale in Gold zu 20, 10 und 5 Milreis, in Silber zu 1, 2 und später zu 5 Milreis. Die Silbermünzen zu 1 Milreis wurden ab 1867 nach den Normen der Lateinischen Münzunion geprägt, was auf die Vorbereitung zum Beitritt des Münzbundes schließen lässt. Dieses Vorhaben ging, ebenso wie der Übergang zur Goldwährung, im Zwangskurs der Banknoten und der Inflation unter. Die Goldmünzen liefen mit steigendem Agio um, die Silberentwertung machte die Silbermünzen zu Scheidemünzen des Papiergelds. Die durch die inflationäre Entwicklung bewirkte Talfahrt der brasilianischen Währung setzte sich auch nach der Umbenennung in Cruzeiro (1942), Cruzado (1986) und Real (1994) fort.

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