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D 234 Beiträge in dieser Lexikon Kategorie

D

Zeichen für folgende Münzstätten: München auf Prägungen des Deutschen Reichs (1871-1918) und der Bundesrepublik (ab 1949); Danzig, Aurich (1752-1768) und Düsseldorf...

d

Abkürzungszeichen für den britischen   Penny (Mehrzahl Pence) bis zur Einführung der Dezimalwährung 1971, seitdem mit p abgekürzt. Das Kürzel d leitet sich aus...

Daalder

Niederländische Bezeichnung für Talermünzen. Ab der 2. Hälfte des 16. Jh.s verband sich mit der Bezeichnung Daalder eine Talermünze der Vereinigten Generalstaaten, meist mit 30 Stuiver bewertet....

Dak

Kleines Münznominal aus Nepal, das bis 1931 8 Dam bzw. 2 Paise galt.

Dala

Hawaiianische Bezeichnung für den Dollar, erscheint im Königreich Hawaii als Wertbezeichnung auf Münzen, die unter König Kalakaua 1883 geprägt wurden. Der Dollar ist mit...

Dalasi

Seit der Einführung der Dezimalwährung 1971 Währungseinheit in der westafrikanischen Republik Gambia. 1 Dalasi = 100 Butut.

Daler

Skandinavische Bezeichnung für den dänischen, norwegischen (1) und schwedischen (2) Taler. 1. Unter König Christian III. (1534-1559) wurde 1537 der erste Joachimstaler für Dänemark, 1546 für...

Dam

1. Dicke indische Kupfermünze aus dem 16. Jh., ein Vorläufer der   Paisa . Nach Schrötter mit einem Durchmesser von 19 bis 25 mm bei einem Gewicht von ca. 21 g. 2 Dam = 1...

Dambrettsteine

In Weichholz geprägte oder reliefgedrechselte Spielsteine für das Damespiel. Sie werden als Holzmedaillen zu den numismatischen Objekten gezählt. Sächsischer Dambrettstein

Damnatio memoriae

Lateinischer Ausdruck für die Austilgung des Andenkens an einen unbeliebten römischen Kaiser nach dessen Tod, die durch Senatsbeschluss offiziell angeordnet wurde. Demnach sollten...

Danaro

  Denaro

Danegeld

Sammelbezeichnung für mittelalterliche Steuer- und Tributzahlungen Angelsachsens (England) an die Wikingerkönige und Fürsten, um sich von Plünderungen und Verwüstungen...

Danieltaler

Beiname des Talers aus der Regierungszeit des Fräuleins Maria von Jever (1536-1575) aus den Jahren 1561, 1567 und Talern ohne Jahresangabe. Der Name geht auf die Darstellung auf den...

Dantes

Auch Tandes ist eine zeitgenössische Bezeichnung für   Rechenpfennige und   Spielmarken aus dem 18./19. Jh. Nach Gebert leitet sich der Ausdruck aus einem Dialektwort...

Dao

  Messergeld

Dardenna

Monegassische Billonmünze , die 1720 im Wert von 8 Denaros mit der gekrönten Initiale des Fürsten von Monaco auf dem Gepräge eingeführt wurde.

Dardenne

Französische Kupfermünze im Wert von 6   Deniers , die 1710 bis 1712 in der Grafschaft Provence ausgegeben wurde. Zu ihrer Herstellung wurde eingeschmolzenes Kanonenmetall...

Dareikos

Griechische Bezeichnung für die persische Goldmünze im Wert von 20 silbernen

Darlehenskassenscheine

Nach dem Gesetz vom 4. 8. 1914 konnten die Reichsdarlehenskassen als Zahlungsmittel Darlehenskassenscheine in Umlauf setzen. Damit konnte während des Ersten Weltkriegs der erhöhte...

Dasio‚ Maximilian

Mitbegründer und Hauptvertreter der   MünchnerMedaille , der zu den Erneuerern der deutschen Medaillenkunst zählt. Der gelernte Maler trat als Medailleur und Stempelschneider erst im Alter...

Dassier

Schweizerische Medailleurs- und Stempelschneiderdynastie, die über drei Generationen Chefgraveure an der Genfer Münze stellte. Die größte Berühmtheit erlangte Jean Dassier (1676-1763), der u.a....

Datierung

Eine regelmäßige Datierung europäischer Münzen setzt erst im 16./17. Jh. ein. Zuvor sind Münzen nur gelegentlich mit der Angabe einer Jahreszahl versehen. Als erste datierte Münze Mitteleuropas...

Davidsgulden

Niederländischer unterwertiger Goldgulden aus der Amtszeit des Utrechter Bischofs David von Burgund (1455-1496). Seinen Namen erhielt er nach dem Motiv des Harfe spielenden biblischen...

Decenario

Beiname des Halbstücks des   Etschkreuzers , nach seinem Wert von 10 Piccoli (lat. decem = zehn).

Décime

Bezeichnung des französischen 10-Centimes-Stücks aus Bronze, das nach der Münzreform der ersten Französischen Republik geschaffen, aber nur in den Jahren 4 bis 9 des...

Decimo

Bezeichnung des 10-Centavo-Stücks in verschiedenen Staaten Südamerikas, z.B. Chile und Kolumbien. In einigen Staaten auch als Bezeichnung auf der Münze angegeben.

Decussis

Sehr seltene und schwere römische Bronzemünze aus der Zeit der Römischen Republik, die ca. 220-210 v.Chr. mit einem Gewicht von ca. 700-720 g gegossen wurde. Der Name leitet sich...

Deflation

Im Gegensatz zur   Inflation versteht man unter Deflation eine Steigerung des Geldwerts bei sinkendem Preisniveau in Zeiten wirtschaftlicher Depression. Die wirtschaftliche Ursache der...

Dei Gratia

Auf Münzen sehr oft verwendeter lateinischer Ausdruck für das Gottesgnadentum, der die Zugehörigkeit der Herrscher zum christlichen Glauben bekundet und die daraus abgeleiteten...

Dekadrachme

Antike griechische Silbermünze zu zehn   Drachmen (altgriech.: deka = zehn). Die ersten Stücke sind seit dem frühen 5. Jh. in Athen geprägt worden. Auch in den...

Dekanummion

Byzantinische Kupfermünze zu 10 Nummia, also im Wert von einem Viertelfollis. Die ersten Stücke stammen aus der Regierungszeit Anastasios´ I. (491-518 n.Chr.), die Prägung der...

Dekobolon

Vermutlich nur Rechnungseinheit zu 10 Oboloi aus dem antiken Griechenland. Das Dekobolon ist dokumentarisch zwar erwähnt, es ist aber keine Münze in dieser Wertigkeit bekannt. Nach...

Dekonkion

Das 10-Unzenstück wurde nur in den sizilischen Städten Katane (nach 212 v.Chr.) und Kentoripai (nach 241 v.Chr.) als Bronzemünze geprägt. Das katanische Nominal zeigt auf der...

Delfinmotiv

Bezeichnung für die Darstellung eines oder mehrerer Delfine auf Geprägen, vor allem in der Antike sehr beliebt. Sie finden sich besonders auf antiken Geprägen phönizischer und griechischer Städte...

Demareteion

Sagenumwobene antike Münze aus dem sizilischen Syrakus, nach der Gattin Gelons, Demarete, benannt. Nach dem Sieg von Syrakus über Karthago in der Schlacht bei Himera um 480 v.Chr. soll...

Demeter

Griechische Göttin der Pflanzen und der Fruchtbarkeit, insbesondere des Landbaus und der Heirat. Ihre Tochter   Persephone verbrachte die Hälfte des Jahres (Sommer) bei ihrer...

Demi-Franc

Halbstück zweier französischer Franc-Sorten:  1. Silbermünze, die zwischen 1575 und 1641 als Halbstück des Franc d´argent ausgegeben wurde.  2. Der während der Französischen...

Demy-Lion

Halbstück des goldenen schottischen Lion aus dem 15. Jh. im Wert von 2 1/2 Shillings.

Denar

1. Eigentlich Denarius war für ca. 400 Jahre die Hauptsilbermünze Roms. Die Einführung des Denars wird nach neueren Erkenntnissen in die Zeit des Zweiten Punischen Kriegs datiert. Man nimmt an,...

Denarius Albus

  Albus

Denaro

Italienischer Ausdruck für Denar. Die Nachfolger des karolingischen   Denars in Oberitalien und Rom fielen schnell in Gewicht und Feingehalt. In Genua waren schon im Jahr 1102 sog. "bruni"...

Deneschka

Russisches kupfernes Halbkopekenstück, das nach 1849 ausgeprägt wurde. Die Bezeichnung ist ein Diminutiv (Verkleinerungsform) von   Denga , dem eigentlichen russischen...

Denga

Kleine russische Silbermünze aus dem ausgehenden 14. Jh., die in der Art der   Drahtkopeken gefertigt wurde. Der Name Denga leitet sich vermutlich aus dem tatarischen "Tengah" her, wie die...

Deni

Kleine Münzeinheit in Mazedonien seit der Unabhängigkeit des Landes 1992. 100 Deni = 1 Denar. Die erste Prägung eines Deni-Werts stellt ein 50-Deni-Stück in Messing aus dem...

Denier

Französischer Ausdruck für den Denar. In der Nachfolge des karolingischen Denars entwickelte sich unter dem Kapetinger Ludwig dem Dicken (1108-1137) der Denier parisis (Denar von Paris,...

Denier tournois

Bedeutendste französische Silbermünze (Denar) des Mittelalters. Sie zeigt auf der Vs. ein Kreuz, in der Umschrift den Name des Königs, auf der Rs. das Châtel tournois . Die Einführung der Münze...

Denkmünzen

Veralteter Ausdruck für   Gedenkmünzen , das sind Münzen mit Geldcharakter, deren Münzbilder oder Beschriftungen an denkwürdige Ereignisse oder Personen erinnern.

Denninge

Dänische und norddeutsche Nachahmungen russischer   Tropfkopeken , abgeleitet vom russischen   Denga . Die ersten Denninge wurden 1619 in Kopenhagen als Handelsmünze unter...

Dentaliumgeld

Das Dentaliumgeld zählt zu den   vormünzlichenZahlungsmitteln , und zwar zum   Molluskengeld . In Küstengebieten Neuguineas und vor allem an der Pazifikküste...

Depositenscheine

Papiergeldartige Urkunden über kurzfristige Geldeinlagen (Depositen), die meist übertragbar, verzinslich und voll gedeckt waren. Der Ausdruck leitet sich vom lat. deponere (nieder-,...

Depotfunde

Prähistorische Funde von Metallgeräten aus der Bronzezeit. Solche Pfeilspitzen, Beile, Schwerter usw. wurden entweder frei oder in Gefäßen bzw. Umhüllungen (Leder, Stoff oder Rinde) gefunden und...

Deunx

Römische Maß- und Gewichtseinheit, die nie ausgeprägt wurde. Bezeichnung für das Ganze minus einer Unze, im römischen Duodezimalsystem also 11/12.

Deut

Deutscher Ausdruck für Kleinmünzen im Wert von 1/8 Stüber, in Entsprechung zum niederländischen   Duit . Der Duit diente als Vorbild für Deut-Prägungen im...

Deutsche Bundesbank

Seit 26. Juli 1957 Nachfolgerin der Bank Deutscher Länder mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Staatsbank der Bundesrepublik Deutschland bestimmt die Währungspolitik des Staates. Als...

Deutsche Mark

Währungseinheit der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik (bis 1964). 1 Deutsche Mark = 100 Pfennige. Die bundesdeutsche Währung wurde von den westlichen Alliierten...

Devalvation

Die Herabsetzung des Wertes einer Münze nach ihrem Edelmetallwert (innerer Wert). Prägungen fremder Währungen wurden im Römischen Reich Deutscher Nation vom frühen...

Devise

In der mittelalterlichen Heraldik dienten Sinnbilder in Form von kleinen Beizeichen zu den ererbten Wappen als Unterscheidungsmerkmale für die verschiedenen Linien eines Fürstenhauses. Seit dem...

Devisen

Zunächst Bezeichnung für Wechsel (Handelspapiere) in ausländischer Währung, heute für alle ausländischen Zahlungsmittel. Die Devisenkurse richten sich nach Angebot...

Devisenbewirtschaftung

Staatliche Maßnahmen zur Überwachung, Beschränkung und Lenkung des Zahlungsverkehrs. Die Devisenbewirtschaftung wurde in Deutschland 1915 mit dem Verbot der Goldausfuhr...

Dextans

Römische Maß- und Gewichtseinheit, von dempto sextante, also 10/12 des Ganzen. Als Münznominal zu 10 Unciae in nur zwei Ausprägungen bekannt, die aus der 2. Hälfte des 3....

Dezentrierte Prägung

Ausdruck für Gepräge, deren Stempelabdruck sich nicht genau mittig im Zentrum der Münze befindet, sondern seitlich verrutscht ist, da einer oder beide Stempel nicht die Mitte des Schrötlings...

Dezimalsystem

Das im Münzwesen heute übliche Zählsystem, das die Münzeinheiten durch Verzehnfachung (10, 100, 1000 usw.) bzw. durch Zehntelteilung (1/10, 1/100, 1/1000) ordnet. Das...

Dhabu

Gelochte Kupfermünze aus dem im Nordwesten Indiens gelegenen Fürstentum Kutsch im 19. Jh. 1 Dhabu = 2 Dhinglo = 3 Dokda. 1 Kori = 8 Dhabu.

Dharana

Rohe altindische Purana-Münzen aus dem 6. bis 2. Jh. v.Chr. mit unregelmäßigem Aussehen und Gewicht. Sie waren gepunzt und wurden deshalb von den Engländern "punch marked...

Dhebua

Kleine Kupfermünze aus Nepal des 17./18. Jh.s. 1 Mohar = 50 Dhebua.

Dhinglo

Kupfermünze aus dem indischen Fürstentum Kutsch aus dem 18. und 19. Jh. 1 Kori = 16 Dhinglo.

Diadem

Kopfbinde aus Stoff, die in der Antike als Zeichen des Sieges und als Symbol der Priester und Herrscher diente. Seit dem 3. Jh. v.Chr. schmückt das Diadem das Haupt auf Münzbildern der...

Diamante

1. Beiname einer Silbermünze aus Ferrara, die aus dem 15. Jh. stammt. Sie wurde nach der vorderseitigen Darstellung des rhomboiden Wappenschilds des Hauses Este benannt, das an einen Diamanten...

Diana

Römische Göttin der Jagd, Schwester des   Apollon , entspricht der griechischen   Artemis . Auf römischen Münzen mit den Attributen Bogen und Köcher...

Dichtmünzen

Veralteter Ausdruck für die zweiseitig beprägten Denare aus dem Mittelalter, zur Unterscheidung von den dünneren einseitig geprägten Hohlmünzen oder   Brakteaten .

Dicke Emma

Volkstümliche Bezeichnung des Doppeltalers, der in der Regierungszeit der Fürstin Emma zu Waldeck und Pyrmont 1847 geprägt wurde. Der als Vereinsmünze geprägte Doppeltaler...

Dicke Penning

Ostfriesische Bezeichnung für den selten ausgeprägten Arensgulden, eine Rechnungsmünze zu 15 Krummsteert = 6 (ostfriesische) Stüber = 60 Witten.

Dicke Tonne

Volkstümliche zeitgenössische Bezeichnung für Taler im 16./ 17. Jh., vermutlich aus einer Verballhornung von Ducatone entstanden und möglicherweise im deutschen Sprachraum nur für diese...

Dicken

Silbermünze im Wert eines Drittels des rheinischen Guldens, die 1482 nach dem Vorbild des norditalienischen Testone in Bern eingeführt wurde. Andere Münzstände aus der Schweiz und...

Dickpfennig

Selten benutzte Bezeichnung für mittelalterliche   Dichtmünzen .

Dickplappart

Zeitgenössischer schweizerischer Ausdruck für den   Dicken .

Dicktaler

Bezeichnung für Talermünzen, die im Vergleich zu den im Standard geprägten Talern gleichen Gewichts und Feingehalts einen kleineren Umfang besitzen, dafür aber dicker sind....

Didrachme

Das 2-Drachmen-Stück der antiken griechischen Staatenwelt, das in den verschiedenen Münzfüßen in manchen Gebieten - z.B. in einigen griechischen Städten Siziliens - häufiger geprägt wurde als die...

Dime

Das US-amerikanische 10-Cent-Stück, im Jahr 1796 zum ersten Mal ausgeprägt. Eine Probeprägung von 1792 erschien mit der Bezeichnung Disme. Der Name ist also eine verkürzte Form des französischen...

Dinar

1. Goldmünze des mittelalterlichen arabischen Münzsystems, die nach dem Gewicht des byzantinischen Solidus (4,25 g) eingeführt wurde. Die Benennung leitet sich aus dem lateinischen Denarius...

Dinara

Goldmünze des nordwestindisch-asiatischen Reichs Kushan, das sich schon vor Christus vom heutigen Afghanistan aus im Indusgebiet ausbreitete. Vermutlich im 3. Jh. n.Chr. beherrschte...

Diner

Bezeichnung der Währungseinheit in Andorra seit 1983. 1 Diner = 100 Cèntims. Die zwischen 1960 und 1965 geprägten 25- und 50-Diner-Stücke sind privat ausgegebene Medaillen...

Dinero

Spanische Bezeichnung für den Denar. Der spanische Denar entwickelte sich in den nordöstlichen Gebieten Spaniens, die nicht arabisch besetzt waren, nach dem französischen Denier. Im 11. Jh. ließen...

Dinertaler

Bezeichnung für preußische Talermünzen von 1871, mit den auf den Adlerschwingen aufgelöteten Brustbildern des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und des Prinzen Friedrich Karl. Ihr...

Dinheiro

Portugiesische Bezeichnung des Dinars. Die ersten portugiesischen Dinare wurden unter dem ersten portugiesischen König Alfons I. (1143-1185) als Billonmünzen im Gewicht von ca. 1 g geprägt....

Diobelie

Regelmäßige Zahlung des Athener Staats an beschäftigungslose arme Bürger der Stadt, im Umfang von einem   Diobolon täglich. Die Diobelie wurde wahrscheinlich um...

Diobolon

Antikes griechisches 2-Obolos-Stück, das in zahlreichen griechischen Staaten nach verschiedenem Münzfuß ausgebracht wurde. Nach   attischem Münzfuß galt es eine...

Dione

In Dodona als Gemahlin des   Zeus und Mutter der   Aphrodite verehrt. Sie erscheint auf Münzen von Epiros zusammen mit Zeus mit belorbeerter Stephane (Stirnreif) und Schleier....

Dionysos

Griechischer Gott des Weines und des Weinanbaus, ursprünglich aus der thrakischen Mythologie, entspricht dem römischen   Bacchus . Auf antiken griechischen und römischen...

Dioskuren

Bezeichnung des Zwillingsgötterpaars Kastor (lat. Castor) und Polydeukes (lat. Pollux), Söhne von Zeus und Leda, Brüder von Helena. Ursprünglich galten sie wahrscheinlich als Lichtgötter, später...

direxit

Im 18. und 19. Jh. beliebte Inschrift auf Münzen und Medaillen, meist in Form der Abkürzung dir. Sie bezeichnet den für das betreffende Stück Verantwortlichen. Das Verb kommt...

Dirham

Währungseinheit bzw. Münznominal, nach dem arabischen   Dirhem benannt: 1. In Marokko war der Dirham zu Beginn des 19. Jh.s ein Münznominal im Wert von 4, seit 1882 von 50...

Dirhem

Silbermünze des mittelalterlichen arabischen Münzsystems aus dem späten 7. Jh., in Persien nach dem Vorbild der sassanidischen Drachme entstanden. Nach der Münzreform des...

Disagio

Die Differenz zwischen dem Nennwert und dem niedrigeren Kurswert, im Gegensatz zu   Agio . Edelmetallmünzen, deren Nennwert im Vergleich zum Feingewicht zu hoch angesetzt war, wurden...

Diskont

Spezielle Form eines Zinses, der Betrag, der beim Ankauf einer Forderung (meist Wechsel) zum Ausgleich des Zinsverlustes abgezogen wird, wenn das betreffende Papier vor dem Verfallstag...

Disme

Probeprägung des   Dime .

Divus

Lateinische Bezeichnung (der Göttliche) des posthum zu einem Gott erhobenen, verstorbenen römischen Kaisers, die weibliche lautet Diva. Die Titulierung wurde für  ...

Diwarra

Bezeichnung für vormünzliche Zahlungsmittel (Nassageld) in Neulauenburg auf dem Bismarck-Archipel (heute Duke-of-York-Inseln). Die kleinen Schneckengehäuse der Nassaschnecke (Nassa callosa)...

Dizain

Bezeichnung für das französische Stück zu 10 Deniers tournois. Verschiedene Typen des Dizain (Zehner) erhielten Beinamen wie Karolus , Ludovicus oder Franciscus , nach den französischen...

DN

Abkürzung auf spätrömischen und byzantinischen Münzen für den Titel Dominus Noster (Unser Herr), den sich die Kaiser seit Aurelian (270-275 n.Chr.) gaben.

Doblón de Isabel

Centen

Dobla

Spanischer Ausdruck für das Doppelte (= Dobla), der für eine Münzeinheit verwendet wird, vor allem bei Goldmünzen. Dobla bezeichnet aber auch eine spanische Münzeinheit, und zwar die...

Doblado

Bezeichnung für den südamerikanischen goldenen Doppel-Escudo, der nach der Befreiung von Spanien - also seit etwa 1825 - in den meisten ehemaligen spanischen Kolonien Südamerikas...

Doblenga

Mittelalterliche spanische Billonmünze im Wert von zwei Dineros (daher der Name) im 12./13. Jh., die zur Zeit der Vereinigung der Grafschaft Barcelona mit dem Königreich Aragonien entstand.

Dobler

Geringhaltige Billonmünze auf der Insel Mallorca, die als Doppelstück des Diners (Denars) in der ersten Regierungszeit von Jakob (Jaime) II. (1276-1285 und 1298-1311) eingeführt wurde. Das...

Doblón

  Dublone

Doblón Sencillo

  Rechnungsmünze zu 60 Reales im altspanischen Währungssystem.

Dobra

1. Nach dem Maravedi der zweite portugiesische Goldmünzentyp überhaupt. Die Dobra soll schon in der Regierungszeit Pedros I. (1357-1367) nach dem Vorbild des französischen Ecu d´or geschlagen...

Dobrão

Brasilianisch-portugiesische Goldmünze aus dem 18./19. Jh., die auf der Grundlage ungeheuer reicher Goldfunde (17. Jh.) in der brasilianischen Provinz Minas Gerais geprägt wurde. Nach...

Dodekadisches System

Neben dem Begriff Duodezimalsystem Bezeichnung für ein Zählsystem, das die Einheiten in 12 Teile gliedert.

Dodekadrachme

Bezeichnung des silbernen 12-Drachmen-Stücks, der größten antiken Silbermünze aus dem griechisch beeinflussten Kulturkreis. Dodekadrachmen wurden nach   attischem...

Dodrans

Römische Maß- und Gewichtseinheit, zusammengesetzt aus lat. de quadrans, eigentlich ein Viertel fehlend vom Ganzen, nach dem dodekadischen System also 9/12 oder 3/4. Als Bronzemünze mit dem...

Doepping-Taler

Bezeichnung einer silbernen Medaille im Talergewicht aus dem Jahr 1857. Sie ist nach dem Pächter des thüringischen Ritterguts Uffenhoven, Friedrich Doepping, benannt, der für seine...

Dog(g)

1. Auch Dog Dollar, ist eine Spottbezeichnung aus dem frühen 18. Jh. für die niederländische Handelsmünze, den Löwentaler. Die Bezeichnung entstand in den englischen...

Doge

Bezeichnung des Oberhaupts der oberitalienischen Republiken Venedig (seit 697) und Genua (seit dem 12. Jh.), vom lat. "Dux" (Führer, Herzog) abgeleitet. Die Dogen von Venedig wurden zwar...

Dogkate

Umgangssprachliche skandinavische Bezeichnung für den   Dukaten , der lange Zeit als Handelsgeldmünze umlief.

Dokdo

Kupfermünze des 18./19. Jh.s aus den indischen Fürstentümern Katsch, Navanagar, Porbandar und später auch aus Dschunagadh. 1 Dokdo = 2 Trambiyo. Das Gewicht der...

Dolche(n)

Volkstümliche Bezeichnung (auch Dölchlein) aus dem 16. Jh. für die lothringischen Halbgroschen, die auf ihrer Rs. ein so kurzes Schwert zeigen, dass es eher einem Dolch ähnelt.

Dollar

Ursprünglich bezeichnete das englische Wort Dollar Großsilbermünzen. Es hat seine Wurzel im deutschen Ausdruck Taler. Zunächst wurde die englische Crown aus dem 16. Jh. im Volksmund Dollar...

Domkapitel

Geistliche Körperschaft an einer Bischofskirche, die aus Vikaren, Dignitären (Domprobst) und Kanonikern (Domkapitularen) bestand. Gegenüber dem Bischof hatte es nicht nur beratende...

Donativprägung

Numismatische Bezeichnung für Münzen, die eigens zu Geschenkzwecken geprägt wurden und in der Regel nicht für den allgemeinen Geldumlauf gedacht waren. Der Ausdruck leitet sich vom lat....

Donativum

  Donativprägung

Donaugold-Dukaten

Bezeichnung für die Ausbeutedukaten, die 1756-1830 im Kurfürstentum bzw. Königreich Bayern aus dem Waschgold des Flusses Donau hergestellt wurden. Die Vs. zeigt das Porträt des regierenden...

Dong

Vietnamesische Währungs- und Gewichtseinheit. 1 Dong = 10 Hao = 100 Xu (Su). Der Name ist von der vietnamesischen Beschriftung "Thong Bun" auf den Münzen des 18./19. Jh. abgeleitet, was soviel wie...

Doppeladler

Bezeichnung des doppelköpfigen   Adlers , der als Reichswappen vor allem auf (österreichischen, böhmischen, ungarischen und deutschen) Münzen der Kaiser aus dem Hause Habsburg und auf...

Doppelaxt

Auch Doppelbeil,   Beilgeld .

Doppelchen

Volkstümliche zeitgenössische Bezeichnung des Kurtrierer Doppelpfennigs (Halbkreuzers) aus dem frühen 18. Jh., später unter dem Beinamen   Flimmerchen bekannt.

Doppeldukat

Goldenes 2-Dukaten-Stück, das meist in kleinen Auflagen bis in das frühe 19. Jh. geprägt wurde. In den deutschen Kleinstaaten ließ zuletzt Fürst Karl von Isenburg (1806-1815) 1811 einen...

Doppelgroschen

Das 2-Groschen-Stück, das seit der Mitte des 17. Jh.s in Brandenburg-Preußen ausgebracht wurde. Die ersten Stücke wurden noch aus 7-lötigem (437,5/1000), nach Einführung...

Doppelheller

Hessische Kleinmünze zu 2 Heller aus dem ausgehenden 16. Jh. 6 Doppelheller = 1   Albus .

Doppelkrone

1. Offizieller Name des goldenen 20-Mark-Stücks, das zwei Jahre nach der Gründung des Deutschen Reichs (1871) bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs (1914) geprägt wurde. 2....

Doppelpistolen

Bezeichnung der Doppelstücke der weit verzweigten Familie der Pistolen : Die Doppelstücke des französischen Louis d´or wurden unter der Herrschaft der Bourbonen Louis XIII. von 1640 bis zur...

Doppelschilling

1. Grundlage für die Prägung des Doppelschillings war der Beschluss der Städte Lübeck, Hamburg, Lüneburg und Wismar von 1468, den Doppelschilling als Vereinsmünze des Wendischen Münzvereins im...

Doppelschlag

Ein Prägefehler, der bei der   Hammerprägung häufiger auftrat, bei der modernen maschinellen Herstellung der Münzen jedoch seltener geworden ist. Vor allem...

Doppelsesterz

Rare antike Bronzemünze, die nur in der kurzen Regierungszeit des römischen Kaisers Trajanus Decius (249-251 n.Chr.) geschlagen wurde. Ihr Durchmesser von 34 bis 38 mm, bei einem Gewicht...

Doppeltaler

Bezeichnung für das 2-Taler-Stück, das in Form von Dickabschlägen( Dicktaler ) oder mittels eigens hergestellter, größer bemessener Stempel hergestellt wurde. Im 17./18. Jh. diente der zweifache...

Doppelvierer

Kleine Silbermünze, die nach dem Beschluss vom 30. November 1498 im oberrheinischen Gebiet des   Rappenmünzbundes im Wert von 2 Vierern = 4 Rappen = 8 Stäbler eingeführt wurde. Das...

Doppelwährung

Auch   Bimetallismus , ist eine Bezeichnung für das System einer   Währung , das die Kurantmünzen zweier Metalle (meist Gold und Silber) in einem gesetzlich...

Doppia

1. Ursprünglich Benennung für den goldenen Doppel-Dukaten, der unter Galeazzo Maria Sforza (1466-1476) in Mailand eingeführt wurde. Bei einem Gewicht von 6,9 g wurden diese...

Doppia Romana

Vatikanische Goldmünze zu 30 Paoli, die Papst Pius VI. (1774-1799) 1776 als Doppelstück im Wert von 60 Paoli (Due Doppie Romane) einführte. Sie wog 10,938 g, das Einfachstück entsprechend 5,469 g...

Doppietta

Goldmünze zu 2 sardischen Scudi, die unter den Königen von Sardinien und Herzögen von Savoyen Carlo Emanuele III. (1730-1773) und seinem Nachfolger Vittorio Amadeo III. (1773-1796)...

Dornenkronentaler

Seltene Talermünze von Jever ohne Jahresangabe, auch Dornenkranztaler genannt. Sie zählt zu den emblematischen Talermünzen, die Maria von Jever (1536-1575) prägen ließ....

Double

Kleine Währungsmünze der Ballei Guernsey, einer Inselgruppe im Ärmelkanal. Neben der gleichnamigen Hauptinsel bilden die Inseln Alderney, Brechon, Herm, Jethou, Lihou und Sark eine autonome...

Double Eagle

US-amerikanisches goldenes 20-Dollar-Stück, das als Doppelstück des   Eagle von 1850 bis 1931 mit verschiedenen Darstellungen des Adlers (engl. eagle) auf der Rs. ausgeprägt...

Double Leopard

siehe   Leopard und   Florin

Double Lorrain

Französische Kupfermünze, die König Louis XIII. von 1633 bis 1642 in der Münzstätte Stenay für Lothringen (frz. Lorraine) prägen ließ. Sie war eine...

Double tournois

Das Doppelstück des Denier tournois , das als Billonmünze von Philipp IV. (1285-1314) eingeführt wurde. Als Kupfermünze zum ersten Mal unter Heinrich III. (1574-1589) ausgeprägt mit der...

Doubletten

Bezeichnung für doppelt oder mehrfach vorhandene Stücke in einer Sammlung, die vom Sammler meist zu Tauschzwecken benutzt werden.

Doublone

  Dublone

Douceurdukaten

Keine Münzen, sondern   Donativprägungen , die in Größe und Gewicht dem Dukaten entsprechen. König Ludwig II. von Bayern (1864-1886) ließ die Douceurdukaten...

Doudou

Kupferne Kolonialmünze in Französisch-Ostindien aus dem 18./19. Jh. Die Doudous stammen aus der Münze in Pontdichery, südlich von Madras. Diese französische Niederlassung bestand seit 1683 und...

Douzain

Französische Groschenmünze zu 12 Deniers tournois, die unter König Ludwig XII. (1498-1515) eingeführt wurde. Die Vs. zeigt den von zwei bekrönten bretonischen Hermelinschwänzen eingerahmten...

Dozzina

Päpstliche Groschenmünze zu 12 Deniers, die im 16. Jh. wie ihre französische Entsprechung, der   Douzain , nach französischem Münzfuß in der päpstlichen...

Drachme

1. Eigentlich Drachmon, ist die Bezeichnung für die antike Gewichts- und Rechnungseinheit sowie die Hauptsilbermünze (selten in Gold oder Kupfer geprägt) der griechischen Welt (seit dem Beginn der...

Dragma

1. Mittelalterliche latinisierte Schreibweise der Drachme auf zeitgenössischen Urkunden zur Bezeichnung des Denarius, also der mittelalterliche Pfennigmünze, gelegentlich auch des  ...

Drahtkopeken

Numismatischer Sammelbegriff für die russischen   Denga und   Kopeken , auf denen vom 14. bis ins frühe 18. Jh. das Münzsystem im russischen Großfürstentum...

Drahtringe und -spiralen

Im metallreichen Kongogebiet hergestellte Spiralen dienten in Zentralafrika meist als Schmuck- und Wertobjekte. Es gab Spiralen, Reife und Ringe aus Draht, Kupfer, Zinn, Messing und Eisen....

Dram

Währungsmünze der Republik Armenien seit dem 25. März 1992. Der Staat war bis zur Unabhängigkeitserklärung im November 1991 Teil der Sowjetunion. Der Name Dram oder Tram...

drapiert

Lehnwort vom französischen "draper" (mit Tuch behängen, ausschlagen). Die Numismatik benutzt den Ausdruck bei der Beschreibung von Personendarstellungen auf Münzen und Medaillen...

Dreibätzner

Bezeichnung für die Silbermünze zu 3 Batzen bzw. 12 Kreuzern der Kipperzeit (1618-1622) in Süddeutschland, Österreich, Böhmen und Schlesien. Sie wurden vereinzelt auch schon im 16. Jh. geprägt, zu...

Dreibein

  Triskeles

Dreibrüdertaler

1. Talermünze aus Kursachsen, die in drei Typen 1592-1611 mit der Darstellung der drei Brüder Christian (Kurfürst, gestorben 1611), Johann Georg (Kurfürst, 1611-1656) und August (gestorben 1615)...

Dreier

1. Bezeichnung für Billon- und Kupfermünzen zu 3 Pfennig aus dem 16. Jh., die von Sachsen aus bis ins 19. Jh. im mittel- und norddeutschen Raum verbreitet war. Sie wurden ursprünglich...

Dreifaltigkeitsdukat

  Sophiendukat .

Dreifaltigkeitstaler

Gedenktaler des Grafen Heinrich von Reuß-Schleiz (1640-1692) aus dem Jahr 1679. Die Vs. zeigt das Wappenschild der Linie Schleiz, die Rs. Symbole der Dreieinigkeit in zwei Varianten. Die...

Dreifuß

Neben Rad und Hebel wohl eine der Urerfindungen der Menschheit. Im mykenischen und archaisch-griechischen Kulturraum diente der Dreifuß zum Aufstellen von Geräten, die auf Feuer...

Dreigröscher

Unter König Sigismund I. (1506-1548) nach dem Marienburger Rezess von 1528 für Polen, Westpreußen und Litauen eingeführte Silbermünze (2,34 g Feingewicht) zu 3 polnischen Groschen = 9 Schillinge =...

Dreihellerpfennig

Fränkische Billonmünze zu 3 Heller aus dem ausgehenden 15. Jh., die ihre Blütezeit im 16. Jh. unter dem Henneberger Grafengeschlecht erreichte. Das Bistum Würzburg gab den "schweren Pfennig"...

Dreihelmgroschen

Hessische Groschenmünze, die unter Landgraf Ludwig II. 1466 als erste hessische Münze mit Jahresangabe eingeführt wurde. Sie ist nach den drei Wappenhelmen (Hessen, Nidda und...

Dreikaisertaler

Habsburger Talermünzen, die ohne Jahresangabe in der Regierungszeit des Kaisers Ferdinand I. (1556-1564) und später mit der Jahresangabe 1590 geprägt wurden. Sie sind nach den Porträts folgender...

Dreikönigsgroschen

Sammlerbezeichnung für mittelalterliche Groschenmünzen, die auf Veranlassung des Markgrafen Wilhelm I. (1328-1361) von Jülich bis zum Jahr 1356 in der Münzstätte Düren geprägt wurden. Den Namen...

Dreikönigstaler

  Ursulataler

Dreikreuzer

Ursprünglich kaiserlich-österreichische Groschenmünze zu 3 Kreuzern, die in den habsburgischen Erblanden in der Mitte des 16. Jh.s ausgebracht wurde. Nach der Darstellung des...

Dreiling

Hanseatische Billonmünze , die seit Beginn des 15. Jh.s in verschiedenen norddeutschen Münzstätten (u.a. Lübeck und Hamburg) geschlagen wurde und 3 Pfennige galt, in zeitgenössischen...

Dreimarkstück

1. Die Rechnungsmark aus Lübeck galt seit der Mitte des 13. Jh.s schon 16 Schillinge. Kurz nach dem Beginn der Talerprägung nach sächsischem Fuß um 1500 prägten einige Städte des Wendischen...

Dreimattier

Bezeichnung für den Apfelgroschen zu 12 Pfennigen im Münster- und Lipperland sowie in Hildesheim. Da der Mattier oder Matthier 4 Pfennige galt, stimmte das Verhältnis.

Dreipass

Ausschmückung des Gepräges in Gestalt dreier nach außen gerundeter Bögen, die das innere Münzbild umschließen. Seit dem Hochmittelalter als ornamentale Umrahmung der Münzrückseite vor allem auf...

Dreipetermännchen

Kurtrierer Billonmünze zu drei Petermännchen , die 1689 unter Erzbischof Hugo von Orsbeck (1676-1707) mit der Aussetzung des Schlags von einfachen Petermännchen geschaffen wurde. Der Name...

Dreipfenniggröschlein

Sächsische Viertelgroschen zu 3 Pfennig aus Billon, nach der sächsischen Münzordnung vom 20. Januar 1534 als fester Bestandteil in die Nominalkette integriert. Das...

Dreipölcher Ferding

Beiname des 1/24-Reichstalers aus der Münzstätte Riga bis 1701.

Dreipölker

Deutsche Bezeichnung für die polnischen Groschenmünzen, die seit 1614 massenhaft in der Kronmünzstätte Bromberg geprägt wurden und deshalb auch den Beinamen Bromberger,...

Dreischichtenwerkstoff

Modernes Münzmetall, das aus drei Schichten besteht und automatentauglich ist. In der Bundesrepublik Deutschland wurde ein schwachmagnetischer Dreischichtenwerkstoff für das...

Dreischildgroschen

Hessischer Groschentyp von 1466/67 mit den vorderseitigen Wappenschildern von Hessen, Ziegenhain und Nidda, die in Form eines Dreiecks angeordnet sind. Die Rs. zeigt den Wappenhelm von Hessen. 20...

Dreißiger

Umgangssprachliche Bezeichnung für habsburgische und süddeutsche 30-Kreuzer-Stücke: 1. Süddeutsche und habsburgisch-österreichische Landmünzen zu 30 Kreuzer, die seit dem späten 17. Jh. bis zur...

Dreißigtalerfuß

Nach dem Wiener Münzvertrag von 1857 beschlossener Münzfuß des Deutschen Bundes. Demnach wurde die   Kölnische Mark , die seit dem 16. Jh. das Grundgewicht der deutschen...

Dresdner Münzvertrag

Die im Süddeutschen Münzverein zusammengeschlossenen Mitgliedsstaaten des Deutschen Zollvereins hatten im Münchener Münzvertrag von 1837 ihren Münzfuß (24 1/2-Gulden-Fuß) in eine klare...

Drielander

Niederländische Groschenmünze des 15. Jh.s., die unter Herzog Johann von Brabant (1414-1427) eingeführt wurde. Der Name kommt daher, dass die drei Länder Brabant, Hennegau und...

Drieling

Niederdeutsch für   Dreiling .

Dritteiner

Auch Drütteiner, bezeichnete 1/13 des Talers in einigen Gebieten Westfalens, z.B. im Münster- und Sauerland. Später wurde der Ausdruck unter Veränderung seiner Bedeutung auf...

Drittel

Das Dritteltalerstück, im   Zinnaischen und   Leipziger Münzfuß zugleich der Halbgulden. Der preußisch-sächsische Dritteltaler wurde zum Vorläufer...

Dritteldeckung

Nach dem Bankgesetz des Deutschen Reichs vom 14. 3. 1875 musste ein Drittel des Betrags der umlaufenden Banknoten der Reichsbank durch Gold oder Reichskassenscheine gedeckt sein.

Dritthalbe

Volkstümliche Bezeichnung für Kleinmünzen mit dem Nominalwert 2 1/2, also vom Dritten nur die Hälfte (siehe auch   Achtehalber ). Damit konnten verschiedene Münzen...

Droz Jean-Pierre

Der 1746 in der Schweiz geborene Stempelschneider und Medailleur studierte in Paris und zeichnete sich schon früh durch ein Probestück, den Ecu de Calonne, aus, den er auf einer selbst...

Drütteiner

  Dritteiner

Duarius

Kleine ungarische Billonmünze , die zwischen 1695 und 1705 im Wert eines Halbkreuzers dem ungarischen Denar bzw. dem österreichischen 2-Pfennig-Stück entsprach. Der Name ist dem lateinischen...

Dub

Kleine Kupfermünze im Wert von 20 Cash der britischen East India Company aus dem 18./19. Jh. in der Präsidentschaft Madras. Es gab auch Doppel-, Halb- und Viertelstücke. 192 Dub = 1 Madras-Pagoda.

Dubbel-Pjäs

Zeitgenössische Bezeichnung der Silber-Öre-Stücke in Schweden, die zwischen 1739 und 1764 geprägt wurden.

Dubbeltje

Niederländische volkstümliche Bezeichnung für den doppelten Stuiver im 17. Jh.; im 19. Jh. ging der Name Dubbeltje - entsprechend der Bezeichnung Stuiver für das...

Dublone

Ursprünglich wurde der Ausdruck schon als Beiname des goldenen Excelente verwendet, sei es wegen dessen Bewertung als doppelter Dukat, sei es wegen des doppelten Münzporträts, das Ferdinand...

Dubosq & Co.

Der kalifornische Goldrausch lockte den Goldschmied Dubosq aus Philadelphia nach San Francisco. Dort vermünzte er im Jahr 1850 Gold aus kalifornischen Funden zu 5- und 10-Dollar-Stücken....

Ducale

Auch Ducalis oder Ducato ist eine Silbermünze, die Normannenfürst Roger (Ruggero) II. (1105-1154), König von Sizilien und Herzog von Apulien, zwischen 1140 und 1144 in Palermo...

Ducat

1. Europäische Goldmünze, siehe unter Dukat .  2. Kleine ungarische Billonmünze aus den Jahren 1428-1430. 1 Denar = 10 Ducat. 3. Seit dem späten 14. Jh. Bezeichnung des Silberdenars...

Ducatello

Ducato d'argento 3

Ducato d´argento

1. Beiname des venezianischen Matapan , der ersten Groschenmünze in Italien aus dem frühen 13. Jh. 2. Venezianische Silbermünze in Talerform, die im Jahr 1562 unter dem Dogen Girolamo Priuli...

Ducato di oro

Bezeichnung für das neapolitanische Halbstück des goldenen   Ducatone di oro aus der Regierungszeit Alfonsos I. von Aragon (1442-1458).

Ducato novo

Siehe Ducato d'argento 3.

Ducaton

  Dukaton

Ducatone

1. Bezeichnung der ersten italienischen Talermünze, ihr offizieller Name lautete "Ducatone da soldi cento", nach ihrem Wert von 100 Soldi. Sie wurde im Jahr 1551 in Mailand durch ein Edikt Kaiser...

Ducatone di oro

Nach der Eroberung des Königreichs Neapel 1442 ließ Alfonso I. von Aragon (1442-1458) eine Goldmünze schlagen, die auf der Vs. den König zu Pferde zeigt, nach dem Vorbild der französischen Franc...

Dudu

Kupfermünze zu 10 Cash aus der Präsidentschaft Madras (Britisch-Indien), die zwischen 1691 und 1805/6 geschlagen wurde. Ihr Gewicht lag ursprünglich zwischen 8,21 und 8,35 g, seit 1755 auf 6,3 g...

Duetto

Kupfermünze der Toskana aus dem 16.-18. Jh. im Wert von zwei (ital. due) Quadrini, daher der Name.

Dugani

Indische Billonmünze der Sultane von Delhi aus dem 13/14. Jh. im Wert von 1/32 des silbernen Tanka. Ihr Feinsilbergewicht betrug ca. 0,34 g.

Duit

Kleine niederländische Münze aus Billon im Wert von 1/4 Stuiver, seit dem 14. Jh. aus Billon, 1573 aus Kupfer geprägt. Im 17./18. Jh. wurde der Duit mit 1/8 Stuiver bewertet und...

Dukat

Die langlebigste, verbreitetste und wertbeständigste europäische Goldmünze. 1284 ließ der Doge Giovanni Dandolo (1280-1289) in Venedig einen Typ ( Zecchino ) im Gewicht von 3,537 g schlagen, der...

Dukatengold

Dukat und Feingehalt

Dukaton

Als Silberäquivalent des Dukaten im Jahr 1618 eingeführte Talermünze der Spanischen (südlichen) Niederlande im Wert von 60 Stuiver. Der erste Typ zeigt auf der Vs. die...

Dumps

Englischsprachiger Ausdruck (dumpy = dick und klein) für besonders grobe, kleine und dicke Münzen, die in einigen Kolonien im 18. und 19. Jh. im Umlauf waren. Es handelt sich um die aus...

Dunbar & Co.

Die Gesellschaft mit Sitz in San Francisco brachte während des kalifornischen Goldrauschs ausschließlich 5-Dollarstücke aus, die auf der Vs. über dem Datum 1851 das Kopfbild...

Dünnpfennige

Dünne, große, zweiseitig geprägte Denare aus dem 11./12. Jh. in einigen deutschen Gebieten: Niedersachsen, Hessen, Franken, Bayern und in Teilen Obersachsens (Merseburg, Naumburg), des Elsass...

Duodezimalsystem

Ein Zählsystem, das auf der Grundzahl 12 beruht, im Gegensatz zum heute geläufigen Dezimalsystem mit der Grundzahl 10. Der Vorteil des auch als dodekalisches System bezeichneten Zwölfersystems...

Duplone

Bezeichnung von Goldmünzen, die besonders in der Schweiz geläufig waren. Es handelt sich um nach dem Vorbild der spanischen Dublone bzw. des französischen Louis d´or geprägte Goldmünzen....

Dupondius

Antikes römisches Gewicht, schon zur Republikzeit als Münznominal zu 2 Asses. Sie wurden in den   Aes-grave -Reihen aus Bronze gegossen und waren mit der Aufschrift II versehen, mit den...

Dupré‚ Augustin

Französischer Münzgraveur und Medailleur, der als gelernter Waffenschmied um 1770 nach Paris kam und bereits für König Louis XVI. und nach der Revolution für die 1. Republik an der Pariser Münze...

Dupré‚ Guillaume

Bedeutender französischer Bildhauer, Medailleur und Münzmeister der französischen Krone (seit 1606). Seine Vielzahl von Stempeln schnitt er nach dem Vorbild der Skulpturen der italienischen  ...

Durchlass

  Reckbank und   Streckwerk

Durchschnitt

Auch Durchstoß wird das Werkzeug zur Herstellung von Schrötlingen genannt, das nach einer Konstruktion Leonardo da Vincis Eingang in die Münztechnik gefunden haben soll. Mit dem...

Dürer‚ Albrecht

Der große deutsche Maler, Zeichner und Graphiker hat sich als vielseitiger Künstler der   Renaissance auch mit der   Medaille beschäftigt: Mit Sicherheit werden ihm zwei Medaillen...

Duro

Volkstümliche spanische Bezeichnung für das 8-Reales-Stück, im 19. Jh. für das 5-Peseta-Stück. Mitte des 20. Jh.s wurde das große 100-Peseta-Stück aus...

Duro de cabeza

Beiname des ersten auf einem   Spindelprägewerk geprägten Peso, der auf der Vs. das Haupt (span.: cabeza) des Königs zeigt. Die Silbermünze wurde aus Kostengründen...

Düttchen

Deutsche Bezeichnung für die polnischen Dreigröscher , die in großen Mengen während der Kipper- und Wipperzeit umliefen. Die polnische Bezeichnung dudki (von dudek = Wiedehopf, spöttisch...

Düttich

Ungarische Groschenmünze aus Billon der Jahre 1622/23 aus der Münzstätte Kremnitz, im Münzbild den polnischen Dreigröschern(   Düttchen ) nachempfunden. Ihr...

Duvivier‚ Benjamin

Berühmter französischer Münz- und Medaillengraveur, Sohn von Jean Duvivier (geb. 1687), der schon mehr als 400 Stempel geschnitten hatte, darunter 17 Porträts von König Ludwig XV. (1715-1774)....

Dwojak

Name des polnischen Zweigröschers, der im Jahr 1565 eingeführt wurde. Auch das 2-Groschen-Stück von 1949 der Volksrepublik Polen wurde als Dwojak (Zweier) bezeichnet.

dwt

Englische Abkürzung für Pennyweight (Pfenniggewicht), das zur Berechnung der Feinheit in Großbritannien in 24 Grän unterteilt wurde. Die Abkürzung setzt sich zusammen aus d , der engl....
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