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Medici

Einflussreiche Florentiner Kaufmanns- und Bankiersfamilie (ältere Linie) und Fürsten (jüngere Linie), die sich auch als Mäzene der Kunst einen Namen machte. Nachdem Giovanni di Bicci (1360-1429) durch Finanzgeschäfte mit dem Papst den Grundstock für den Reichtum der Medici gelegt hatte, konnte sein Sohn Cosimo (il Vecchio, 1389-1464) erfolgreich als Unternehmer wie auch als Politiker (Verbindung mit Mailand, Lega italica) agieren. Er war in der Lage, große Beträge aus dem Unternehmen zu ziehen, um als Mäzen der Kunst und Wissenschaft aufzutreten, u.a. ließ er den Palazzo der Medici in Florenz bauen. Durch das Mäzenatentum seines Enkels Lorenzo (il Magnifico, 1449-1492), der sich gegen die Anfeindungen des Papstes Sixtus IV. und Neapels durchsetzten konnte, entfaltete sich die ganze Pracht der Renaissance in Florenz. Er gründete die Bibliotheca Laurenziana und förderte Gelehrte und Künstler, u.a. Michelangelo, Boticelli und Leonardo da Vinci und betätigte sich selbst als Dichter. Da sich der prachtliebende Künstlermäzen nur wenig an den Bankgeschäften interessiert zeigte, verfiel unter seiner Ägide die finanzielle Basis der Medici bereits allmählich. Sein Sohn Piero (Sfortunato, 1471-1503) wurde 1494 von König Karl VIII. von Frankreich aus Florenz vertrieben, das marode Bankhaus geschlossen und sein Besitz konfisziert. Zur älteren Linie zählten ferner noch die beiden Renaissancepäpste Leo X. (1513-1521) und Klemens VII. 1523-1534) sowie Katharina di Medici, die Frau des französischen Königs Heinrich II.
Nach der Rückführung der Medici nach Florenz im Jahr 1512 kam 1537 mit Cosimo I. eine Seitenlinie der Familie an die Macht. Mittlerweile waren die Medici zu Herzögen aufgestiegen. Im Jahr 1569 wurde Cosimo I. von Papst Pius V. zum Großherzog der Toskana ernannt. Die jüngere Linie der Medici beherrschte bis zu ihrem Aussterben 1737 Florenz und die Toskana. Aus dieser Linie stammten Papst Leo XI., der 1605 nur 3 Wochen Papst war, und Maria di Medici, die Frau des französischen Königs Heinrich IV.

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