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Messing

Bezeichnung für Legierungen aus Kupfer (55-90%) und Zink (10-45%), in Sonderformen sind auch noch Beigaben von Aluminium, Blei, Mangan, Nickel, Silizium, Zinn und Eisen enthalten. Bestimmte Legierungen mit hohem Kupferanteil werden Tombak genannt. Man unterscheidet Gelb- (70% Kupfer), Gold- (85% Kupfer) und Rottombak (90%Kupfer). Die Verwendung von Messing beruht, neben der hohen Dehnbarkeit und guten Korrosionsbeständigkeit, vor allem auf der Wandlungsfähigkeit der Eigenschaften, je nach Bearbeitung und Zusammensetzung der Legierung. Als Münzmetall fand Messing in China und als Aurichalkum im römischen Kaiserreich Verwendung. In der Münzfälschung ist Messing oft zur Herstellung eines unechten Kerns verwendet worden, der dann vergoldet oder versilbert wurde. Meist wird Messing heute für Jetons, Marken und Medaillen benutzt. In der modernen Münzproduktion wird es selten verwendet, es dient allenfalls zum Plattieren, wie bei den 5- und 10-Pfennig-Stücken der Bundesrepublik Deutschland. Die Staaten Taiwan, Jugoslawien und Norwegen verwenden als Sonderform Nickelmessing mit einer Beigabe von 1, 4 bzw. 9% Nickel in der Münzherstellung.

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