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Äginäischer Münzfuß

Auch äginetischer oder aiginetischer Münzfuß mit einem Statergewicht von ungefähr 12,3 g war der älteste und zwischen dem 7. und 5. Jh. v. Chr. gebräuchlichste Münzfuß in der Ägäis. Er ist nach der zwischen Attika und Argolis liegenden Insel und gleichnamigen Stadt Aigina benannt. Die in archaischer Zeit bedeutende See- und Handelsstadt Aigina stellte wohl als erste Stadt des griechischen Mutterlands Münzen her, und zwar silberne Didrachmen mit Schildkröten auf dem Münzbild. Durch die regen Handelsbeziehungen verbreitete sich der Äginäische Münzfuß auf dem Peloponnes und über die Kykladeninseln und Kreta bis in den Südwesten Kleinasiens. Mit dem Verlust der Bedeutung der Handelsstadt und dem Aufstieg Athens gewann allmählich der attische Münzfuß größere Bedeutung, der mit den Massenprägungen Alexanders des Großen den äginäischen Münzfuß endgültig verdrängte.