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Maundy Money

Satz von vier kleinen Silbermünzen zu 1 Penny, 2, 3 und 4 Pence, die von Großbritannien alljährlich geprägt werden. Sie werden traditionell am Gründonnerstag (Maundy Thursday) vom regierenden englischen Monarchen oder einem Repräsentanten an arme, ältere Männer und Frauen verteilt, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Zusätzlich werden etwa 1000 Sätze an Würdenträger verteilt, die sich an der Zeremonie beteiligen, früher wurden sie auch Sammlern zum Kauf angeboten.
Der Ursprung dieser Tradition bezieht sich auf die im Evangelium (Johannes 13, 1-16) berichtete Fußwaschung Christi als Akt der Erniedrigung. Die Fußwaschung vollzogen die englischen Monarchen bis ins frühe 14. Jh. ohne Geldgaben. Erst danach wurden während des Rituals Kursmünzen (meist Silberpennies) an Arme verschenkt. Dabei entsprach die Anzahl der Pennies dem Lebensalter des britischen Monarchen. Der älteste Münzsatz, der vier Münzen umfasste, wird auf das Jahr 1670 datiert. Seitdem hat jeder englische König oder jede Königin während der Regierungszeit mindestens einmal Maundy Money ausgegeben. Im Jahr 1822 begann König Georg IV. (1820-1830) die Sätze regelmäßig alljährlich auszugeben, was seitdem ohne Ausnahme aufrecht erhalten werden konnte.

Maundy-Satz von 1898 im Originaletui