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Moneta palatina

Auch Moneta palati, findet sich als Inschrift auf Münzen des Frühmittelalters und besagt, dass die betreffenden Münzen am Königshof geprägt wurden, ganz gleich, wo er sich gerade befand. Zu den frühesten Münzen mit dieser Aufschrift zählt eine Münze von König Dagobert I. (628-638 v. Chr.), die vom heiligen Eligius am Hof des Merowingerkönigs geprägt worden sein soll. Die Frankenkönige und -kaiser hatten keine feste Hauptstadt und zogen in ihrem Reichsgebiet von Palast zu Palast, je nachdem, in welchem Gebiet sie sich gerade aufhielten. Der ständige Geldbedarf des Königs legt nahe, dass ihn mobile Werkstätten begleiteten, die bei Bedarf die Münzprägung aufnahmen.
Während der Abwesenheit von den Palästen repräsentierten Statthalter den Herrscher. Einige Fürstendynastien, wie die Carrara zu Padua, die Scalinger zu Verona und die Visconti (vom lat. vicis comes) zu Mailand, waren zuerst Statthalter des Kaisers. Aus dem lateinischen Wort "Paladium" (Sitz der römischen Kaiser, Palast) bildete sich das Adjektiv "palatina" (kaiserlich, königlich) und der Ausdruck "comes palati" (Pfalzgraf) für den Statthalter des Königs. Daraus entstand die geographische Bezeichnung Pfalz (Territorium im Südwesten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz), die heute noch franz. "Palatinat" und engl. "Palatinate" heißt.

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