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Münzaufbewahrung

Zum Aufbewahren von Münzen gibt es verschiedene Systeme. Die ersten Sammlungen wurden in Münzkabinetten der Fürsten aufbewahrt. Die ersten Münzalben bestanden aus Blättern mit durchsichtigen Plastikfolien, die ihrerseits wiederum in kleine Taschen unterteilt waren. In diese Fächer werden die Münzen oder Medaillen eingeschoben und durch eine Vorrichtung gegen das Herausfallen gesichert. So können die Münzen beidseitig betrachtet werden, ohne durch das Umblättern beschädigt zu werden. Die Platzersparnis und die relativ geringen Anschaffungskosten sind die Vorteile der Alben. Allerdings kommt es zwischen dem Kunststoff, der eingeschlossen Luft und der Münze zu chemischen Reaktionen, die sich als schmierige Oxidation auf der Münze wertmindernd bemerkbar machen. Hier sei vor allem vor Kunststoff gewarnt, der unter Verwendung von Weichmachern besonders heftige Reaktionen hervorruft, wie er in letzter Zeit häufig billig aus Taiwan angeboten wird. Ohne Plastik kommen Eindrückalben mit für den jeweiligen Münztyp vorgestanzten Löchern aus, wie sie aus dicker Pappe z.B. für aktuelle Kursmünzen angeboten werden. Dabei sollte der Sammler darauf achten, dass die Pappe dick und fest genug ist und die Vorstanzungen genügend exakt ausgeführt sind, um den Münzen dauerhaften Halt zu bieten. Die sicherste Aufbewahrung sind die Kapseln, in die die Münzen eingeschweißt sind. Die Münzkapsel verhindert Schlieren und Oxidation und bietet auch noch sicheren Schutz, wenn die Münze einmal aus der Hand rutschen sollte. Auch Aufbewahrungs-Systeme in Form von Münzschrank, Münzenbox, -kasten und -kassette sind für wertvolle Münzsammlungen empfehlenswert. Die runden oder eckigen Vertiefungen in den Boxen sind z.B. mit Velours-Samt ausgelegt, die Kästchen mit Glas abgeschlossen, übereinander stapelbar oder als Schuber wie Schubladen in große Kästen einzuschieben.