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Melgorien

Bezeichnung des mittelalterlichen Deniers aus der Münzstätte Melgueil (im Departement Bouches du Rhône). Die Melgorienses waren zwischen dem 11. und 13. Jh. in Südfrankreich weit verbreitet. Sie zählen zu den Feudalmünzen Frankreichs, die sich bei schwacher Zentralmacht im 11. Jh. verschlechterten. Dadurch bildete sich das für den Geldverkehr nützliche Wertverhältnis 1:2 zu den Deniers aus der Münzstätte Toulouse (Toulousains) aus. Damit stellte der Melgorien im Geldverkehr praktisch den Obol (Halbwert) des Deniers aus Toulouse dar. Das Gepräge der Melgoriens-Funde zeigt sich sehr stark verstümmelt, die Schrift ist als RAIMUNDVS COMES und NARBONA gedeutet worden und wohl den Deniers von Narbonne nachgeahmt.

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