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Moffat & Co.

US-amerikanische Firma, die während des kalifornischen Goldrauschs in San Francisco privat Gold ausmünzte. Moffat & Co begann im Sommer 1849 mit der Ausgabe von Goldbarren in Werten von 9,43 bis 264 Dollar, die heute fast alle eingeschmolzen sind. Lediglich zwei Barren zu 9,43 und 14,25 und wenige zu 16 Dollars sind erhalten. In den Jahren 1849/50 ließ die Firma 5- und 10-Dollar-Stücke schlagen. Die Stempel der 10-Dollar-Stücke wurden von dem aus Bayern stammenden Albert Kuner hergestellt. Die Typen ähneln sehr den US-Kurantmünzen, zeigen aber auf der Vs. die Firmenbezeichnung auf dem Haarband des Freiheitskopfes anstelle von LIBERTY. Die Rs. zeigt den heraldischen Adler, in der Umschrift S(tandard) M(int) V(alue) CALIFORNIA GOLD anstatt UNITED STATES OF AMERICA. 
Bis zur Eröffnung einer Zweigstelle des staatlichen Hauptmünzamtes wurde in San Francisco ein Assay Office (Probieranstalt) eröffnet, zu dessen State Assayer (staatlicher Prüfer) Augustus Humbert bestellt wurde. Unter seiner Aufsicht ließ Moffat & Co. 1851/52 achteckige Goldstücke zu $ 50 und runde Stücke zu $ 10 und $ 20 prägen, die als offizielle Zahlungsmittel anerkannt waren. Sie tragen Stempel des Assay Office, in der Umschrift UNITED STATES OF AMERICA. Nach der Auflösung von Moffat & Co übernahm eine von Curtis, Perry und Ward reorganisierte Firma mit dem Firmennamen United Assay Office of Gold den Vertrag und führte die Prägung 1852/53 fort.