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Maille

1. Französische Bezeichnung für das Halbstück des mittelalterlichen Pfennigs, der in Frankreich - ebenso wie in Deutschland und Italien - selten ausgeprägt wurde. Die Halbstücke wurden lat. alsObolus, ital. als Maglia und deutsch als Hälbling oder Scherf bezeichnet. Die Benennung Maille ist vermutlich aus dem für die Obole von Melle verwendeten Ausdruck "metala" abgeleitet. 

2. Oft werden auch kleine, mittelalterliche Silberpfennige aus Flandern als Mailles bezeichnet; eine missverständliche Benennung, denn es handelt sich nicht um halbe, sondern um vollwertige Pfennige. Auch wenn sie im Durchmesser nur ca. 7 mm messen und etwa 0,4 g wiegen, so sind sie doch guthaltig (um 900/1000). Sie wurden in der ersten Hälfte des 13. Jh.s von einer ganzen Reihe von Münzstätten in Flandern geschlagen und liefen in der gesamten Grafschaft um. Das Münzbild zeigt ein Kreuz und einfache Figuren, z.B. stehender Krieger (in Brügge), behelmte Büste (Gent), Lilie, Zweig, Anker, Turm oder Dreieck, die meist symbolisch für die Städte stehen, aus denen sie stammen. Die Mehrzahl sind Städteprägungen, die meist nur dürftig beschriftet oder ganz stumm sind. Neben den größeren englischen Sterlingen sollen sie die einzigen Umlaufmünzen ihrer Zeit in Flandern gewesen sein.

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