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Merchant Bankers

Auch Kaufleute-Bankiers, ist die Bezeichnung für Häuser, die Handel und Bankgeschäft miteinander verbanden. Die ersten kombinierten Banken- und Handelsgesellschaften kamen im 13. Jh. aus der Toskana (u.a. Bardi und Peruzzi). Neben Fernhandel und Wechselgeschäften betätigten sie sich auch als Steuerpächter und Kreditgeber für Fürsten und Päpste. Im 15. Jh. waren die Medici (Florenz), im 16. Jh. die Fugger (Augsburg) die wichtigsten Finanz- und Handelshäuser. Im 17. Jh. erweiterten die Merchant Bankers von Amsterdam ihre Geschäfte um Akzeptkredite, indem sie die Einlösung fälliger Wechsel für Kaufleute im In- und Ausland gegen eine Kommissionsgebühr garantierten. Als die Geschäfte genügend einbrachten, entstanden Handelsgesellschaften mit Banktätigkeit, im 18./19. Jh. Privatbankhäuser. Sie finanzierten mit Krediten den Außenhandel und emittierten internationale Staatsanleihen, beherrschend waren in London die Barings und die aus Amsterdam übergesiedelte Familie Hope. In Deutschland war - neben der Tätigkeit als jüdischer Hoffaktor - das Handels- und Speditionsgeschäft die Grundlage der Tätigkeit der Privatbankiers. Sie gewährten Handelskredite, finanzierten die (frühe) Industrialisierung und den Eisenbahnbau und platzierten Staatsanleihen. Mit der Zentralisierung nach 1870/71 verloren die Merchant Bankers ihre beherrschende Stellung im Kreditverkehr an die Universalbanken.

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