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Merowingische Münzen

Die zu den Münzen der Völkerwanderungszeit zählenden Prägungen sind nach dem fränkischen Königsgeschlecht der Merowinger benannt, die im 5. Jh. das Frankenreich gründeten. Im 6. Jh. durch Bruderzwiste und Reichsteilungen geschwächt, verloren sie im 7. Jh. die Macht allmählich an die Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger, die 751 v. Chr. schließlich den fränkischen Königsthron übernahmen. Die merowingischen Münzen waren kleiner im Durchmesser, dicker und leichter als die nachfolgenden karolingischen Münzen. Bei den vorwiegend in Frankreich gefundenen Geprägen der Merowinger handelt es sich u.a. um dem byzantinischen Tremissis nachempfundene Exemplare aus Elektron, die manchmal noch mit Kupfer verschlechtert waren. Die merowingischen Münzen sind oftmals mit unleserlichen oder unbekannten Ortsnamen versehen, die Namen der Münzer hingegen wiederholen sich. Deshalb wird auf herumziehende Münzer geschlossen, die wahrscheinlich ihre Prägewerkzeuge mitführten. Möglicherweise zogen die Münzer gleichzeitig Steuern und Tribute ein. Auch der Einsatz mobiler Münzwerkstätten wird vermutet, zumindest sollen sich solche im Tross der Könige befunden haben.

Silberdenar, Parisius    Silberdenar, Parisius

Silberdenar, Parisius

Triens, geprägt in der austrasischen Münzstätte Metz    Triens, geprägt in der austrasischen Münzstätte Metz

Triens, geprägt in der austrasischen Münzstätte Metz