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Moneta

Beiname der römischen Göttin Juno, ursprünglich vielleicht eine eigenständige Gottheit, die dann mit Juno verschmolzen wurde. Die Bedeutung von Moneta für Münze, Geld kommt möglicherweise daher, dass man im Tempel der Juno Moneta auf dem Kapitol in Rom Münzen prägte. Die Ableitung des Wortes Moneta von "monere" (mahnen), also "die Mahnende", ist nicht gesichert, auch eine Ableitung mit direkterem Bezug auf das Münzwesen ist denkbar. Aus dem lat. Moneta leiten sich in den romanisch-sprachigen Ländern die Worte für Geld ab (ital.: moneta, span.: moneda, port.: moeda, frz.: monnaie). Auch der engl. Ausdruck money (Geld), das deutsche Fremdwort monetär (das Geld betreffend) sowie der umgangssprachliche Ausdruck Moneten (für Bargeld) gehen auf das lat. Moneta zurück. 
Schon Münzen aus der Römischen Republik, silberne Denare des T. Carisius (48 v. Chr.), zeigen auf der Vs. das Kopfbild der Moneta, auf der Rs. Münzwerkzeuge. Auf Antoninianen des Postumus (259-268 v. Chr.) ist die Moneta als stehende Figur mit Waage und Füllhorn dargestellt, in der Umschrift MONETA AVG. Nach der Münzreform von 293 v. Chr. erschienen unter Diokletian (294-305 v. Chr.) und Maximianus (286-310 v. Chr.) Typen des Follis, die auf der Rs. die Bezeichnung SACR(A) MON(ETA) tragen und die römische Göttin mit den Attributen Waage und Füllhorn darstellen. Das Wort "Moneta" ist im Mittelalter und der Neuzeit auf vielen Münzen erschienen, meist im Zusammenhang mit "nova" (neu) zur Bezeichnung einer neuen Münzsorte oder einer Prägung nach neuem Münzfuß.

    

Darstellung der Moneta auf einem As des Domitianus

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