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Münzzeichen

Im weiteren Sinn alle Zeichen, die sich auf die Herstellung der Münze beziehen, also Münzmeister-, Graveur-, Medailleur-, Stempelschneider-, Designer-, Emissions- oder Auftraggeberzeichen. Im engeren Sinn ist damit aber das Zeichen für die Herkunft der Münze, also das Zeichen für die Münzstätte gemeint. Die ersten Münzzeichen in diesem Sinn waren die Points secrets, unauffällig angebrachte Punkte auf französischen Münzen, die sich schon im ausgehenden 14. Jh. finden. Vereinzelt tauchten auch schon die Anfangsbuchstaben des Herkunftsorts der Münzstätte auf der Münze auf. Im Rahmen der Münzreform unter König Franz (François) I. (1515-1547) setzte die systematische Bezeichnung der Münzstätten nach den Buchstaben des Alphabets ein, angefangen mit A für die Pariser Münze. Da die Buchstaben des Alphabets zeitweise nicht ausreichten, wurden auch andere Münzzeichen verwendet, z.B. der Doppelbuchstabe "AA" für die Münzstätte Metz, das gekrönte L für die Münze Lille, die Zahl 9 für die Münze Rennes, "&" für die Münze Aix, eine Kuh für die Münze Pau, der Mast für die Münze Utrecht (später der Merkurstab). 
Das System der Münzbuchstaben wurde dann von den meisten Staaten übernommen; von Preußen 1750 (A für Berlin) von Österreich 1766 (A für Wien), auch vom Deutschen Reich nach dessen Gründung 1871. In Russland und Südamerika gab es Dreifachbuchstaben; in den USA steht D im 19. Jh. für Dahlonega (Georgia), im 20. Jh. für Denver, S für San Francisco, die frühere Hauptmünzstätte Philadelphia hat kein Münzzeichen (mit Ausnahme des Jahres 1984: P).

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