Das große Reppa Münzen-Lexikon
K
224 Beiträge in dieser Lexikon KategorieK (Münzstättenzeichen)
Kennbuchstabe der Münzstätte Bordeaux auf französischen Münzen bis 1878.
Ka-Kim
Armreifähnliche gekrümmte, gestempelte Silberbarren, die etwa seit dem 13. Jh. im Königreich Lanna Thai (im Norden des heutigen Thailands) als reguläre Zahlungsmittel umliefen. Das Ka-Kim soll sich ursprünglich aus Ringen oder Armreifen entwickelt haben. Die gekrümmten Stücke sind in der Mitte dicker und verjüngen sich etwas gegen Ende. Ein tiefer Einschnitt durch die Mitte der Stücke erlaubt es, durch Biegen die Stücke auseinanderzuklaffen. Die Schenkelaußenseiten, die Enden und auch...
Kabinettstück
Bezeichnung für einen außergewöhnlichen Erhaltungsgrad von Sammelobjekten. Das Münzsammeln zu wissenschaftlichen und repräsentativen Zwecken geht zurück auf die Renaissance. Die ersten systematischen Sammler waren Fürsten, die ihre möglichst wenig abgenutzten, schönen Stücke sorgsam in den Kabinetten ihrer Burgen und Schlösser aufbewahrten. Für diese Münzen, die den Grundstock öffentlicher Münzkabinette bildeten, bürgerte sich der Ausdruck Kabinettstücke ein, im Unterschied von ...
Käferbeingeld
Schmuckgeld auf der Insel St. Matthias im Norden des Bismarck-Archipels (Melanesien). Es handelte sich um Geldketten, die eine Unmenge von grün-gold schimmernden Beinteilen eines auf der Insel heimischen Prachtkäfers enthielten. Das Fangen der Käfer und das Auffädeln der unzähligen winzigen obersten Glieder der Hinterbeine des Käfers auf einen Orchideenbastfaden war eine mühevolle Arbeit, die viel Geduld erforderte. Um 1910 war der Gegenwert einer etwa 1,5 m la...
Kaiser
Vom lat. Caesar entlehnte Bezeichnung für die höchste Herrscherwürde, ursprünglich der Name des Begründers der Idee der Alleinherrschaft über das Römische Reich. Der erste römische Kaiser war Augustus. Aus Amtsbezeichnung, Eigen-, und Ehrenname entwickelten sich im Römischen Reich die wichtigsten Titelbezeichnungen der Kaiser, Imperator Caesar Augustus. Caesar nannten sich vor Nero alle römischen Kaiser und deren Familienangehörige. Seit Hadrian wurde der Thronfolger, unter Diokletian...
Kaisergroschen
Habsburgische Groschenmünze zu 3 Kreuzer aus dem 16. Jh., nach dem Brustbild des Kaisers auf der Vs. benannt. Dreikreuzer.
Kakaobohnen
Schon bei den Azteken und Mayas wurden die Samen der Früchte des Kakaobaumes (Bohnen) als Zahlungsmittel benutzt. Als Kleingeld in loser Form waren die Bohnen in Mittelamerika von großer Bedeutung. In bestimmter Anzahl in Säcke verpackt wurden sie auch zur Bezahlung größerer Werte benutzt. Bis ins 17. Jh. lief in manchen Gegenden Mexikos und Yukatans ein Xigui um, der einer Anzahl von 8.000 Bohnen entsprach. In Kakao-Anbaugebieten Mittelamerikas waren lose Bohnen noch ...
Kalakaua-Dollar
Bezeichnung für Dollarmünzen, die König Kalakaua (1874-1891) im Jahr 1883 für sein Königreich Hawaii in San Francisco prägen ließ. Die Vs. zeigt das Kopfbild des Herrschers, die Rs. den gekrönten Wappenschild zwischen der Wertangabe (in englischer Sprache). Unten ist die Wertbezeichnung Dala (Dollar) in hawaiianischer Sprache angegeben, in der Umschrift erscheint in derselben Sprache UA MAU KE EA O KA AINA I KA PONO (Das Leben des Landes ist durch Rechtli...
Kalendermedaillen
Medaillen, deren Gepräge Kalenderschemata zeigen, mit Angaben zu Monaten, Wochen und Tagen, beweglichen Festen, Sonnenaufgang und -untergang, Mondphasen, Sternbildern usw. Die Kalendermedaillen waren im 17./18. Jh. in Mode und konnten wie Taschenkalender benutzt werden. Eine Sonderform stellte der Ewige Kalender dar, der aus gegeneinander verschiebbaren Plättchen bestand, sodass die Daten leicht abgelesen werden konnten.
Moderne Kalendermedaille auf das Jahr 1985
Kalif
Vom arab. Chalifa (Nachfolger) abgeleiteter Titel der Nachfolger Mohammeds als religiöses und weltliches Oberhaupt des Islamischen Reichs. Die ersten vier "rechtgeleiteten" Kalifen wurden in Medina von Anhängern Mohammeds gewählt. Der Dynastie der Omajjaden (661-750) folgten die Abbasiden (750-1258 in Bagdad bzw. bis 1517 als Scheinkalifat in Kairo). Im 10. Jh. entstanden das Gegenkalifat der Fatimiden (909-1171) und 928 das sunnitische Gegenkalifat der Omajjaden im spanischen Cordoba.Das Kal...
Kammergrafen
Privatangestellte des ungarischen Königs im mittelalterlichen Ungarn. Zwischen dem 13. und 16. Jh. fungierten die Kammergrafen als Pächter und Leiter der Münz-, -Berg- und Salzkammern. Ihnen oblag die Münzprägung und der Umlauf der Edelmetalle und des Salzes. Mitte des 14. Jh.s wurden die Berg- und Münzkammern zusammengeschlossen, die Salzkammern blieben zunächst selbstständig. König Johann Zapolya gründete 1528 die Königlich-Ungarische Kamm...
Kammergulden
Zeitgenössische deutsche Bezeichnung für den goldenen Fiorino di camera der Renaissance-Päpste, der seit 1475 in Rom geprägt wurde. Die Benennung geht auf den Zweck der Prägung zurück: Die päpstliche Kammer zahlte mit der Goldmünze die Beamtengehälter.
Kammerherrentaler
Bezeichnung des seltenen preußischen Talers von 1817/18, der auf der Vs. das Brustbild König Friedrich Wilhelms III. (1797-1840) zeigt. Die Legende lautet: FR. WILH. III K. V. PREUSS. Der König beanstandete die stark abgekürzte Schrift der Münze mit der Bemerkung, die Leute könnten glauben, er sei der Kammerherr von Preußen.
Kannelierter Rand
Bezeichnung für den Riffelrand auf modernen Münzen, von frz. canneler (riffeln, furchen) abgeleitet. Die frz. Entsprechung ist tranche cannelée, engl. reeded edge.
Kanu-Dollar
Voyager-Dollar
Volkstümliche Bezeichnung des einfachen Silberdollars aus Kanada, nach der Darstellung eines auf der Fahrt befindlichen Indianer-Kanus auf der Rs., die offizielle Bezeichnung lautet Voyager Dollar. Der erste Kanu Dollar wurde zum 25-jährigen (silbernen) Regierungsjubiläum König Georgs V. (1936-1952) im Jahr 1935 geschlagen. Ein Jahr später wurde die Rückseitendarstellung für die Prägung der regulären 1-Dollar-Münzen übernommen und unter geringfügigen Veränderungen bei...
Kanugeld
Bootsgeld
Auch Bootsgeld, ist eine Sammlerbezeichnung für in Form eines Kanus oder Boots gestaltete Bronzebarren, die im 18. und 19. Jh. im Gebiet des Mekongflusses als Zahlungsmittel kursierten. Sie liefen gemeinsam mit den Silberbarren des Tigerzungengelds um und wurden - neben dem Münzgeld - nachweislich bis zum ausgehenden 19. Jh. in Laos und im Osten Thailands als Geld benutzt.
Kapitelmünzen
Bezeichnung für Münzen, die von den verschiedenen Domkapiteln geprägt wurden. Die Domkapitel übten meist in den Zeiten der Sedisvakanz, der Zeit, als der Stuhl des Erzbischofs, Abtes oder Bischofs unbesetzt war, das Münzrecht aus. Manche Domkapitel hatten aber auch ein eigenes Münzrecht, meist beschränkt auf Kupfermünzen, das sie eigenständig über kürzere oder längere Zeit ausübten. So prägte das Domkapitel des Bistums Mü...
Kapuzen
Volkstümlicher Name für den Denartyp der Stadt Ragusa aus dem 14. Jh., der auf der Vs. ein Brustbild mit kaiserlichem Diadem und Togaüberwurf zeigt. Die Darstellung sieht aus, als wäre der Kopf mit einer Kapuze bedeckt. Die Rs. zeigt ein großes gotisches R zwischen 4 Sternen.
Karat
Vom griech. Keration (lat. Siliqua), der Same des Johannisbrots, war im Mittelmeerraum früher ein übliches Gewicht von etwa 0,189 g, das dem getrockneten Schotenkern des Johannisbrots entsprochen haben soll. 1728 Karat entsprachen einem römischen Pfund, ein (byzantinischer) Solidus wog 24 Karat (4,5 g). Zusätzlich ist Karat auch eine Maßzahl für den Feingehalt eines Metalls: So konnte der Hyperpyron der byzantinischen Kaiser (seit 1092) im Gewicht von 24 Karat einen Feingehalt von 21 Karat...
Karbowanez
Seit dem 13. November 1992 kleine Rechnungseinheit der seit 1991 unabhängigen Ukraine zu 100 Kopeken. 1995 gab es eine Reihe von Gedenkmünzen zu 200.000 Karbowanez auf das Ende des 2. Weltkriegs. Sie zeigen auf dem Münzbild Gedenkstätten (Monumente) in verschiedenen Städten. In den Jahren 1917/18 wurde in der Ukraine auch schon Papiergeld in Nominalen von 10 bis 1000 Karbowanez herausgegeben.
Kardinal
Höchster katholischer Würdenträger nach dem Papst. Die Kardinäle dienen dem Papst als Ratgeber, Mitarbeiter, Gesandte (Legaten) und bilden den päpstlichen Senat. Die in begrenzter Zahl vom Papst ernannten Kardinäle haben das Recht, den Papst zu wählen. Ihre Insignien sind das rote Birett (früher Kardinalshut mit Quasten) und die purpurrote Kleidung. Die Kardinäle konnten Münzherren werden, wenn sie neben ihrem geistlichen Amt auch noch weltliche ...
Karl d'or
1. Die Pistole Herzogs Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1735-1780), auch Karolin genannt.2. Bayerische Goldmünze. Karolin (1).
Karl der Große
Karl der Große, auch bekannt als Karl I., war ein fränkischer König und Kaiser, der von 768 bis zu seinem Tod im Jahr 814 regierte. Seine Herrschaft markierte den Höhepunkt des Fränkischen Reiches und den Beginn des Karolingischen Zeitalters, welches für seine kulturelle und politische Renaissance innerhalb Europas bekannt ist. Karl der Große spielte eine entscheidende Rolle in der Geschichte des Mittelalters, nicht nur durch die Ausdehnung seines Reiches und die Förderung der Bildung, s...
Karlspfund
Mehrere Dokumente aus dem Mittelalter weisen darauf hin, dass Karl der Große (768-814 v. Chr.) im Rahmen einer Münzreform ein neues Basisgewicht als Münzgewicht eingeführt hat, das neben die römische Libra trat. Das genaue Datum und das genaue Gewicht sind allerdings unbekannt. Die Münzreform wird etwa zwischen 780 und 790 v. Chr. angenommen. Auf das Karlspfund (lat. pondus Caroli) gingen 20 Zähl-Schillinge (in lat. Dokumenten Solidi genannt). Auf den (nicht ausgeprägten) Schilling ginge...
Karneol
Die in Idar-Oberstein geschliffenen roten Halbedelsteine wurden etwa um 1830 von indischen Händlern an der Westküste Afrikas als Tauschmittel eingeführt. Der Vertrieb wurde später auch auf verschiedenfarbige Achate ausgedehnt und hielt sich bis in die 2. Hälfte des 20. Jh.s. Die Schmucksteine in Form von Perlen, Ringen, Oliven und Zylindern waren auch zu Schmuckzwecken sehr beliebt.
Karolin
1. Bayerische Gold- und Handelsmünze, die unter Kurfürst Karl Albert 1726 nach dem Vorbild des französischen Louis d'or eingeführt wurde. Der Nachfolger des Max d'or in Bayern wog 9,7 g, bei einem Feingewicht von 7,5 g und sollte 10 Goldgulden gelten. Obwohl der Reichsmünztag von 1738 ihn auf 8 Gulden, 5 Kreuzer setzte, stieg er während des Siebenjährigen Krieges auf 11 Gulden im Jahr 1763. Als beliebte Handelsmünze ahmten die Herrscher von Hessen-Darmstadt, Kurköln, Kurpfalz und Württ...
Karolingische Münzen
Das nach Karl dem Großen (768-814 n. Chr.) benannte Geschlecht der Karolinger stammt von dem 641 n. Chr. verstorbenen Bischof Arnulf von Metz ab. Pippin II. konnte 687 n. Chr. das einflussreiche Amt als Hausmeier (lat. maior domus) des fränkischen Reichs erblich an sein Geschlecht binden.
Sein Enkel, Pippin III., vertrieb den letzten Merowinger-König Childerich III. 751 n. Chr. Er überließ dem Papst den Kirchenstaat – auch als "Pippinische Schenkung" bekannt. Dadurch wurde er mit Zustimm...
Karolusgulden
Niederländische Rechnungsmünze, die wertäquivalent unter Karl V. - jedoch nicht gleichzeitig - in Gold (Carolus d'or) und Silber (Carolus d'argent) geprägt wurde.
Kartusche
Von frz. cartouche (Rolle) abgeleitet, bezeichnet Kartusche die seit der Spätrenaissance gebräuchlichen Einfassungen, die aus Ornamenten zusammengesetzt sind. Im Barock und Rokoko auf Münzen als Schmuckeinfassungen für Wappen (ohne heraldische Bedeutung), Devisen und Embleme verwendet.
Kas
Kleine dicke Münzen (Cash), die in der dänischen Kolonie Tranquebar in Ostindien ausgegeben wurden. Sie wurden in der Mitte des 17. Jh.s zuerst aus Blei gegossen, ab 1667 auch aus Kupfer geschlagen. Die Stücke sind mit Wertangabe (Kas) beschriftet. Die 1-, 2-, 4- und 10-Kas-Stücke wurden bis zum Verkauf der Kolonie an England (1845) geprägt.
Käsch
Sammelbezeichnung für die chinesischen, koreanischen, japanischen und vietnamesischen (Annam) Bronze- und Messingmünzen mit einem Loch in der Mitte (Ch'ien). Die Bezeichnung entspricht dem englischen Ausdruck Cash oder dem französischen Cache.
Chinesische Käsch-Münze
Kassenanweisungen
Staatspapiergeld von Preußen, das 1825 die Tresorscheine ersetzte. Kassenanweisungen waren zwar kein gesetzliches Zahlungsmittel, aber die öffentlichen Kassen Preußens hatten sie anzunehmen oder in Münzgeld einzulösen (Kassenkurs). Sie gehören zu den frühen Ausgaben der Kassenscheine, die zu außerordentlichen Finanzierungen (vor allem der napoleonischen Kriege und deren Folgen) in den deutschen Einzelstaaten ausgegeben wurden. Nach einem Ausgabeverbot v...
Kassenbillets
Staatspapiergeld aus Sachsen, das 1772 als "Cassen-Billets" in den Werten von 1, 2, 5, 10, 50 und 100 (Rechnungs)talern ausgegeben wurde. Die Kassenbillets wurden zunächst sogar mit Agio gehandelt, die Erhöhung der Umlaufmenge während der napoleonischen Kriege ließ ihren Wert jedoch auf 13 Groschen im Jahr 1813 fallen. Nach der Teilung Sachsens 1815 übernahm Preußen die Einlösung der Kassenbillets für die überlassenen Gebiete. Seit 1840 gab das K&ou...
Kassenfrisch
Bezeichnung für druckfrische Geldscheine, die ohne jegliche Gebrauchsspur erhalten sind.
Kassengeld
Bezeichnung für die Taler und Talerteilstücke im Leipziger Fuß (12-Taler-Fuß), die im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (seit der Mitte des 18. Jh.s), später im Königreich Hannover (bis 1917) geprägt wurden. Dazu zählt neben dem Cassathaler und dem Zwei- und Eindritteltaler auch der Zwölfteltaler, der nach einem etwas leichteren Fuß geschlagen wurde.
Kastelltaler
Burgtaler
Talermünze von Jever aus der Regierungszeit von Maria von Jever (1536-1575). Die Vs. stellt das Stadtwappen (aufrechter Löwe), die Rs. die Befestigungsanlage (Kastell) dar. Das Rückseitenmotiv ist möglicherweise als Botschaft der Wehrhaftigkeit an die Adresse der Grafen von Ostfriesland gerichtet, die die Unterwerfung Marias und die Oberherrschaft über Jever forderten. Zum Schutz bot Maria Kaiser Karl V. Jever als Lehen an.
Kastemännchen
Volkstümliche Bezeichnung im Rheinland und in Westfalen für die von 1842 bis 1873 geprägten preußischen 2 1/2-Silbergroschen-Stücke. Bedeutung und Herleitung der Bezeichnung sind ungeklärt. Später wurde sie auf das 25-Pfennig-Stück des Deutschen Reichs übertragen und erscheint als Wertbezeichnung auf einer Notmünze der Stadt Koblenz von 1921.
Kasu
Kleine Kupfermünze aus dem indischen Fürstentum Mysore aus dem 18. Jh., die zunächst einen Elefanten (Elephant Cash), dann einen Löwen auf dem Münzbild zeigte.
Katalog
Unterschieden werden Auktionskataloge ( Auktionen) und Münzkataloge. Sie sind nach Zeit, Region (Kontinent, Land) oder Münzsorten geordnet, auch Kombinationen verschiedener Anordnungen sind gängig.
Katalonische Währung
Die Währung, die auf dem katalonischen Libra zu 240 Dineros bzw. 480 Mallas beruhte. Sie galt bis zum Erlass des spanischen Münzgesetzes 1848.
Katangakreuze
Handa
Nach dem zentralafrikanischen Herkunftsgebiet Katanga (im Süden des heutigen Zaire) sind die in Afrika als Handa bezeichneten Kupferbarren in Kreuzform (ähnlich dem Andreaskreuz) benannt. Ihr Durchschnittsgewicht liegt bei ca. 800 g, kann aber auch wesentlich nach oben und unten abweichen. Wie aus frühen Reiseberichten von weißen Händlern hervorgeht, kursierten sie schon in vorkolonialer Zeit in weiten Gebieten Zentralafrikas als universales Zahlungsmittel. Das Hauptumlaufgebiet lag z...
Katechismustaler
Talermünze aus der Reihe von Glaubenstalern, die Herzog Ernst der Fromme von Sachsen-Gotha zwischen 1668 und 1671 prägen ließ. Sie zeigt auf der Vs. neun Strahlen, von der Sonne ausgehend, die mit den Eigenschaften Gottes beschriftet sind. Am unteren Ende des mittleren Strahls unterbricht ein Augenpaar die Umschrift: MEINE AUGEN SEHEN/STETS ZUM HERRN. Der 10-zeilige Text auf der Rs. bezieht sich auf die göttlichen Eigenschaften.
Katzenglanz
Bezeichnung für einen hässlichen Glanz bei Silbermünzen. Katzenglanz entsteht durch unsachgemäße Reinigung, wenn die Silbermünzen z.B. mit Silberputztüchern gereinigt werden.
Katzengulden
Spottname für die minderwertig ausgebrachten Goldgulden des Kurfürsten Ludwig III. von der Pfalz (1410-1436), die im Wappen auf den Rs.n das pfälzische Wappentier, den Löwen, zeigen.
Kaufkraft
Binnenwert des Geldes, gemessen an einer (bestimmten) Gütermenge pro (bestimmter) Geldeinheit. Die Kaufkraft ist durch den Preis (Währungseinheit je Mengeneinheit) der Güter festgelegt und verändert sich mit diesem. Ein stetiger Preisanstieg wird als Inflation bezeichnet. Früher wurde häufig versucht, die Kaufkraft des Geldes über möglichst feste Maßstäbe zu ermitteln, wie z.B. über das Getreide oder das Existenzminimum. Allerdings sind Unt...
Kaufmannshandbücher
Handbücher des Münz-, Maß-, und Gewichtswesens, erstmals 1762 von J. C. Nelkenbrecher herausgegeben. Die Taschenbücher enthielten Umrechnungstabellen der in den verschiedenen Handelsstädten (später Staaten) gebräuchlichen Maße, Gewichte und Münzen. Sie waren für den kaufmännischen Gebrauch bestimmt und wurden immer wieder aktualisiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden sie durch Währungsübersichten der Banken abgelöst. Die Ka...
Kaurigeld
Kauri
Aus den Schalen der Kaurischnecke hergestelltes vormünzliches Geld. Das Kaurigeld war in China, Indien, Thailand, Vietnam, auf den Philippinen, den Malediven, in Neuguinea, in der Südsee und in Afrika als Zahlungsmittel verbreitet. Die einzelnen Stücke des Kaurigelds – oft kurz als Kauri (engl.: cowrie, frz.: cori, ndl.: kowers) bezeichnet – sind einzigartig und nicht zu kopieren. Im alten China wurde es schon im 2. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen, in Afrika war es zum Teil noch bi...
Kaurischnecke
Die porzellanartigen Gehäuse verschiedener Salzwasserschnecken, oft fälschlicherweise als Kaurimuschel bezeichnet, fanden über drei Jahrtausende als Zahlungsmittel Verwendung. Die kulturgeschichtlich bedeutenden Kaurischnecken wurden überdies auch zu Schmuck verarbeitet und hatten Symbolcharakter (u.a. Fruchtbarkeit). Die als Geld verwendeten Porzellanschneckenarten zählen zur Gattung der Weichtiere (Mollusken) und werden deshalb zum Molluskengeld gerechnet. Durch zoolog...
Kawertschen
Bezeichnung für christliche, vor allem landfremde Geldverleiher bzw. Wucherer in England, Frankreich, Süd- und Westdeutschland. Der Name entstand, nachdem die südfranzösische Stadt Cahors um die Jahrhundertwende des 12./13. Jh.s zur überregional bedeutenden Handelsstadt aufgestiegen war. Die Großkaufleute aus Cahors (frz.: Cahorsins, lat.: Caursinus) betätigten sich als Weinhändler, Zwischenhändler, Hoflieferanten und auch als Geldverleiher im westli...
Kazbegi
Kupfermünzen aus dem16. bis 18. Jh., die in der Nähe ihrer Prägeorte in Persien umliefen. Es gab Halb-, Doppel-, Vierfach-, selten auch Achtfach-Stücke.
KB
Kennbuchstabe der Münzstätte Kremnitz (Körmöcz Banja, heute Kremnica in der Slowakei) auf Münzen des Römisch-Deutschen Reichs und Österreichs vom 17. Jh. bis 1918. Im nahegelegenen Kremnitzer Gebirge gab es Gold- und Silberbergbau. Schon seit dem 14. Jh. war in Kremnitz die Münzherstellung fest etabliert.
Kehrseite
Alternative Bezeichnung für die Rückseite einer Münze, im Gegensatz zur Hauptseite der Münze.
Kelchtaler
Im weiteren Sinn Bezeichnung der aus eingeschmolzenem Kirchensilber hergestellten Talermünzen der Schweiz. Im engeren Sinn der im Jahre 1526 in Zürich geprägte Taler, dessen Silber ebenfalls aus der Kirche stammt. Er zeigt auf der Vs. drei Wappen, die von zwei Löwen gehalten werden. Die Rs. zeigt in der Mitte des Münzfeldes ein Wappenschild, das von einem inneren Kreis aus neun und von einem äußeren Kreis aus 18 Wappenschilden umgeben ist.
Keltische Münzen
Die ersten Münzen der Kelten sind aufgrund ihrer höchst seltenen Beifunde schwierig zu datieren, werden aber im frühen 3. Jahrhundert v. Chr. angenommen, da zu diesem Zeitpunkt die keltische Oppida-Zivilisation einsetzte. Die Münzmotive orientierten sich an einigen Tetradrachmen und Stateren makedonischer Herrscher. Den Anfang machten die Münzen Philipps II. (359 bis 336 v. Chr.), vor allem der Typ mit der Vorderseite des Herrscherbildnisses und der Rückseite Biga, wie auch die Münzen Ale...
Ken-Gen-Tai-Ho
Bezeichnung der kleinsten Bronzemünze Japans, die etwa um 960 v. Chr. gegossen wurde.
Kennedy Half Dollar
Zu Ehren des US-Präsidenten John F. Kennedy (1961-1963) im Jahr 1964 als Silbermünze (900/1000) eingeführter Typ des Halbdollars, der den Franklin Half Dollar ersetzte. Die Vs. zeigt das Kopfbild des Präsidenten, die Rs. das große Staatssiegel (heraldischer Adler mit Wappenschild, in den Fängen Pfeilbündel und Ölzweig). Im Jahr 1965 wurde die Zusammensetzung geändert: Ein Kern, bestehend aus 79% Kupfer und 21% Silber wurde mit einer Ummantelung (80%...
Kentucky Token
Kupferne Token, die um 1793 in England hergestellt wurden. Die Rs.n zeigen auf dem Feld 15 kleine Sterne, die in einem Dreieck (Triangel) auf einem großen Stern angeordnet sind, danach auch Kentucky-Triangle genannt. Jeder der 15 kleinen Sterne ist mit einer Initiale versehen, die einen von 15 Staaten der USA repräsentiert. Die Benennung leitet sich von dem an der Spitze des Dreiecks platzierten Stern ab, der den Anfangsbuchstaben K für Kentucky trägt. Manchmal werden die St...
Keping
Kleine Kupfermünzen, die im späten 18. und frühen 19. Jh. auf Sumatra, Celebes und der malaiischen Halbinsel umlief. Sie wurde von der East India Company und von Privatunternehmen in Auftrag gegeben. Teilweise wurden die Stücke in Boultons Soho Mint mit den neuen dampfbetriebenen Maschinen hergestellt.
Kerbrand
Geriffelter äußerer Rand der Münzen, der aus senkrechten oder schräg laufenden parallelen Linien besteht, z.B. auf 1- und 2-Mark-Stücken des deutschen Kaiserreichs sowie auf 50-Pfennig-Stücken der Bundesrepublik bis 1973. Die auch Riffelrand genannte Kantenmarkierung sollte die Münze früher vor Beschneidungen und Fälschungen sichern. Als Sicherheitsrand (engl.: security edge) wurden manche Münzen auch mit einem Mittelrand versehen (z.B. die brit...
Kerenka
Volkstümliche Bezeichnung für die in den Bürgerkriegswirren der russischen Revolution von der provisorischen Regierung Kerenskij herausgegebenen Papierscheine zu 20 und 40 Rubel. Die auch Kerenskij-Rubel genannten Kerenki waren ungewöhnlich klein, da sie auf Platten gedruckt wurden, die für Steuermarken Verwendung fanden.
Kerykeion
Griechischer Ausdruck für den Heroldsstab des Götterboten Hermes. Die lateinische Entsprechung lautet Caduceus (siehe dort).
Kerzendreier
Keine Münzen, sondern Nürnberger Marken aus dem frühen 18. Jh. mit religiösen Motiven (meist Christus), die zur Bezahlung von Kerzen für den Kirchenaltar verwendet worden sein sollen. Die kleinen Stücke aus Silber und Billon sollen zusammen mit einer Kerze als Patengeschenk bei der Taufe gedient haben. Es sollen auch Münzen mit der Aufschrift Kerzendreier geprägt worden sein, die erotische Darstellungen zeigen.
Kesa
Salaka, Mata
Ein Satz von neun dünnwandigen zylindrischen Röhren, die aus den Tridacnamuscheln( Tridacna-Geld) gefertigt wurden, war bis ins 20. Jh. der meistgeschätzte Wertgegenstand auf der zu den Salomonen gehörenden Insel Choiseul. Die Insulaner nannten einen Tridacna-Zylinder Mata (Auge). Drei mit einem Sagoblatt zusammengebundene Mata werden Salaka genannt und drei zu einem dreieckigen Päckchen verschnürte Salaka werden als Kesa bezeichnet. Nach der Überlieferung der Insulaner wurde...
Kettelitaler
Bezeichnung des an drei Silberketten befestigten alten Zürichtalers, der jedes Jahr als Preis dem Schützenkönig des Knabenschießens vom Rat der Stadt Zürich überreicht wurde.
Kettenrand
Randverzierung der Münze in Form elliptischer Glieder, die wie eine Kette miteinander verbunden sind. Neben dem ornamentalen Charakter diente der Kettenrand auch zum Schutz vor Beschneidungen und Fälschungen. Siehe auch Kerbrand.
Khedive
Herrschertitel der unter der Herrschaft des osmanischen Sultanats stehenden Vizekönige von Ägypten zwischen 1867 und 1914. Der Titel sollte die Sonderstellung (weitgehende Autonomie) Ägyptens herausstellen. Die ägyptischen Münzen wurden zu dieser Zeit weiterhin im Namen des Sultans geprägt, sodass Titel und Name der ägyptischen Khediven nicht auf Münzen erwähnt werden.
Kies
Umgangssprachliche Bezeichnung für Geld, nach Regling vom hebräisch-aramäischen „kis“ (Beutel) abgeleitet. Um Geldgeschäfte abzukürzen, waren früher im Orient Beutel mit bereits abgezähltem Geld in Gebrauch. Vom Hebräischen ging das Wort in das Rotwelsche (deutsche Gaunersprache) als „Kies“ ein und wurde als Geld schlechthin in die Umgangssprache übernommen. In Beutel oder Säcke abgepacktes Geld war in vielen verschiedenen Kulturen weltweit verbreitet.
Kilkenny Money
Bezeichnung der kupfernen Halfpennies und Farthings aus Irland, die die katholischen Königstreuen während des Bürgerkriegs im Jahr 1662 in ihrem Hauptquartier in Kilkenny schlugen. Die Stücke zeigen auf der Vs. die Krone mit zwei Zeptern, auf der Rs. Krone und Harfe.
Killiansche Fälschungen
Bezeichnung der im Katalog Killian (Wien, 1858) beschriebenen Fälschungen böhmischer Münzen, Medaillen und Jetons.
Kimon
Berühmter sizilianischer Stempelschneider, der um 420-400 v. Chr. in Syrakus tätig war. Seine Dekadrachmen zeichnen sich durch eine besondere harmonische Ausstrahlung aus und zählen neben denen des Euainetos zu den vielleicht schönsten Stücken der Antike. Der Künstler hat auch goldene 100-Litra-Stücke und Tetradrachmen signiert.
Kinderdukat
Andere Bezeichnung für den Sophiendukat, den Kurfürstin Sophia von Sachsen zu Weihnachten 1616 als Geschenk für ihre Kinder prägen ließ.
Kinzigtaler
Sammelbezeichnung für Ausbeutetaler des 18. Jh.s aus den fürstlich fürstenbergischen Gruben des Kinzigtals (heute Baden). Dazu zählen ein Taler aus der St. Josephszeche (1729) und ein Taler aus der Sophienzeche (1762), die unter Joseph Wilhelm Ernst (1704-1762) ausgebeutet wurden, die 1767 unter Joseph Wenzel (1762-1783) geprägten 1-, 3-, 4- und 8-Taler-Münzen aus der Grube St. Wenzeslaus sowie der Konventionstaler aus der Grube Friedrich Christian, den Joseph Maria Benedikt (1783-1796) pr...
Kip
Währungseinheit von Laos seit 1956. 1 Kip = 100 Att (Centimes), seit 1976 brachte die Volksrepublik Laos den (neuen) Kip de la libération = 100 Att heraus.
Kipper- und Wipperzeit
Zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs im Jahr 1618 begann in Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Böhmen) eine drastische Münzverschlechterung und Geldkrise, die bis 1623 andauerte. Minderwertige Münzen mit verringertem Silberanteil kamen in Umlauf und fielen vor allem durch ein leichteres Gewicht auf. Um die guten von den schlechten Münzen zu unterscheiden, benutzte man "Wippen" (zweiseitige Waagen), mit deren Hilfe man die guten Münzen „kippte“ (aussonderte). Als Kipper und Wipper...
Kippermünzen
Sammelbegriff für alle minderwertigen Münzen, die während der Kipper- und Wipperzeit geprägt wurden, vor allem in den Jahren von 1621 bis 1623. Es handelte sich vorwiegend um kleinere und mittlere Münzsorten wie Groschen, Schillinge, Batzen, Kreuzer, Pfennige und Heller. Auf dem Höhepunkt der Kipper- und Wipperzeit ging man zur Prägung reiner Kupfermünzen über. Berüchtigt waren vor allem die eigentlich verbotenen Dreibatzen- oder Zwölfkreuzer-Stücke, die sog. Schreckenberger.
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Kippertaler
Bezeichnung minderwertiger Talermünzen aus der Kipper- und Wipperzeit. Die Münzverschlechterung zwischen 1618 und 1623 betraf zwar vorwiegend mittlere und kleinere Münzsorten( Kippermünzen), aber auch Taler und Gulden wurden als Vielfache des verschlechterten Kleingeldes ausgebracht. An der Prägung von Kippertalern beteiligten sich der Kaiser, die Kurfürsten von Sachsen und Bayern sowie auch andere Reichsstände. Beispiele sind der Engeltaler (1) und der Hirschgulden (1).
Kirchenstaat
Seit dem 4. Jh. n. Chr. bildete die römisch-christliche Kirche Grundbesitz in Italien, der sich größtenteils aus Schenkungen zusammensetzte (Patrimonium Petri). Ihre Gebietsansprüche begründeten die Päpste im Mittelalter mit einer in der 2. Hälfte des 8. Jh.s entstandenen (gefälschten) Urkunde, wonach der römische Kaiser Konstantin der Große (306-337) dem Papst Silvester I. den Vorrang (Primat) der römischen Kirche über alle Kirchen und die Herrschaft über Rom, Italien und das ganze...
Kirobo
Bezeichnung des Viertelstücks des Ariary, das in der französischen Kolonie Madagaskar bis 1958 umlief.
Kissi-Penny
Englische Bezeichnung für prämonetäres Eisengeld, das nach dem Volk der Kissi in den eisenerzreichen Gebieten im Hinterland der westafrikanischen Pfefferküste (Französisch-Guinea, Sierra Leone und Liberia) benannt wurde. Das auch Gizzi-Penny genannte Geld besteht aus etwa bleistiftdicken, gedrehten Eisenstäben, die an einem Ende T-förmig, am anderen Ende platt ausgetrieben sind. Sie wurden bis ins 20. Jh. als allgemeines Zahlungsmittel benutzt. Ihr Wert soll s...
Kista mystica
Cista Mystica
Antiker Flechtkorb mit Deckel, in dem die geheimgehaltenen, heiligen Symbole von Mysterienkulten, besonders des Dionysos und der Demeter, aufbewahrt wurden. Die Kista mystica, aus der sich eine oder zwei Schlangen winden, ist ein Zeichen der Dionysosmysterien in Pergamon. Dort wurde im beginnenden 2. Jh. eine Münzsorte eingeführt, die auf der Vs. eine Kista mystica im Efeukranz zeigt und danach Kistophoren benannt wurde. Die Schlangen mit Isiskrone weisen auf die Mysterien des Is...
Kistophoren
Cistophor
Auch Cistophoren, sind große Silbermünzen im Wert von drei Drachmen, die ursprünglich als eine Art Gemeinschaftsprägung kleinasiatischer Städte im Königreich Pergamon ausgegeben wurden. Dieser Prägung schlossen sich auch andere Städte Kleinasiens an. Die Vs. zeigt die Kista mystica mit Schlange im Efeu- oder Weinlaubkranz, die Rs. die von Schlangen umgebene Bogentasche des Herkules und meist ein Beizeichen für die prägende Stadt. Es gab auch Halb- und Viertelstücke, allerdin...
Kitharephoren
Nach dem Rückseitenbild bezeichnete Silbermünzen des Lykischen Bundes (163-63 v. Chr.). Die Rs.n des Typs zeigen ein Kithara genanntes hölzernes Saiteninstrument mit viereckigem Schallkörper, der nach hinten gewölbt ist. Die Saiten der Kithara wurden mit einem Plektron angerissen. Die Vs.n der in unregelmäßigem Gewicht ausgegebenen Stücke zeigen das Kopfbild des Apollon, denn die Kithara galt in der Antike als apollonisches Instrument. Die Prägung de...
Klapmuts
Volkstümlicher niederländischer Beiname des Achtentwintig, benannt nach der auf dem Münzbild des friesischen Urtyps dargestellten Kopfbedeckung, einer Klappmütze.
Klappmützentaler
Volkstümliche Bezeichnung der ersten sächsischen Guldengroschen, die etwa um 1500 v. Chr. in einer Gemeinschaftsprägung des Kurfürsten Friedrich III. (der Weise, 1486-1525) und seiner Mitregenten Albrecht und Johann (später Georg anstelle des verstorbenen Herzogs Albrecht) eingeführt wurden. Die undatierten Großsilbermünzen zeigen die Brustbilder der sächsischen Herrscher (Vs. Friedrich, Rs. die beiden Herzöge) mit Klappmützen als Kopfbede...
Kleebau-Taler
Eigentlich eine Medaille in Talerform, die Markgraf Alexander von Ansbach-Brandenburg (1757-1791) zur BELOHNUNG/WEGEN DES/FLEISIG GETRIEBENEN/KLEE-BAUES, wie die Schrift auf der Rs. der Medaille lautet, 1775 ausgab. Die Vs. zeigt das Brustbild des Herrschers.
Kleinbronze
Nach der numismatischen Systematisierung der römischen AE-Münzen der Kaiserzeit in Groß-, Mittel- und Kleinbronzen die kleinste Einheit der Einteilung. Der Durchmesser der Kleinbronzen liegt unter 20 mm, dazu zählen Centenionalis, Semis und Quadrans.
Kleinert, Friedrich
Nürnberger Silberschmied, Münzhändler und Medailleur, der zusammen mit Philipp Heinrich Müller und Caspar Gottlieb Lauffer eine Serie historischer Medaillen herausgab. Seine meist mit F.K. signierten Arbeiten zeichnen sich durch klare scharf geschnittene Porträts und einen hohen Rand aus. Als eine der ersten Medaillen in Deutschland trugen sie Randschriften. Die auf einem technisch hohen Niveau gearbeiteten Prägungen deuten auf die Verwendung einer Prägemaschine hin, vermutlich bediente ...
Kleingeldersatzmarken
Bezeichnung für Notmünzen und Token, die mit einem geringen Nenn- oder Nominalwert ausgebracht wurden.
Kleinmünzen
Allgemeine Bezeichnung für kleine Silber-, Billon-, Kupfermünzen oder Münzen aus anderem (minderwertigem) Metall, die im Wert etwa unterhalb des Vierteltalers lagen. Im Gegensatz zum Begriff Scheidemünzen sind mit dem Ausdruck Kleinmünzen keine geldrechtlichen Implikationen verbunden.
Kleinod
Allgemein bezeichnet Kleinod ein Schmuckstück oder eine Kostbarkeit. In der numismatischen Terminologie bezeichnet das Kleinod speziell den Teils des Ordens, der an der Ordenskette hängt und nach dem der Orden meist benannt ist, z.B. Goldenes Vlies. Auch Gnadenpfennige wurden als Kleinodien bezeichnet. In der Heraldik wird der Begriff in der Bedeutung für Helmschmuck verwendet. Die kostbare Helmzier bestand meist aus einem Teil der Wappenfigur.
Kleinsilber
Numismatischer Ausdruck für die kleinen Silbermünzen der Kelten, die sich weder in das griechische noch in das römische Währungssystem einordnen lassen. Da die (keltischen) Bezeichnungen für ihre Münzen nicht überliefert sind, werden alle Goldmünzen im Gewicht um 8 g Statere genannt, ihre Teilstücke dementsprechend Viertelstatere usw. Die nach griechischem Vorbild geprägten Silbermünzen werden Tetradrachmen bzw. Drachmen genannt, die nach dem römischen Vorbild geprägten entsprechend...
Klemmergulden
Volkstümliche Bezeichnung für den Goldgulden, den Herzog Reinhold von Jülich zwischen 1402 und 1423 schlagen ließ. Die Benennung bezieht sich auf die Darstellung des Löwen im Wappen, der an der Mittellinie des Schildes hoch zu klimmen (niederdt.: klemmen) scheint. Die Bezeichnung Klemmergulden findet sich in vielen zeitgenössischen Dokumenten.
Klevischer Gulden
Rechnungsmünze aus der niederrheinischen Gegend um Kleve, die 2/3 des Klevischen Talers und faktisch dem niederländischen Silbergulden zu 20 Stuiver aus dem 18. Jh. entsprach.
Klevischer Taler
Rechnungsmünze zu 30 Stüber im 17./18. Jh. aus dem niederrheinischen Gebiet um Kleve. Siehe auch Klevischer Gulden.
Klippen
Klipping
Bezeichnung für Münzen in eckiger Form, im Gegensatz zu den runden Münzen. Dabei dominieren regelmäßige viereckige Gestaltungen, meist rechteckige, quadratische oder trapezförmige, aber auch unregelmäßige und mehreckige Klippen kommen vor. Die Benennung ist vom skandinavischen Klipping (dt.: mit der Schere schneiden) abgeleitet, denn die meisten Klippen wurden vom Zain, in Notzeiten auch vom Silbergeschirr abgeschnitten. Die ersten dänischen und schwedischen Klippinge wurden in...
Klippwerk
Schlagwerk, Fallwerk
auch Fall- oder Schlagwerk, ist ein Prägewerk, das bis ins 19. Jh. vorwiegend zur Prägung von Kleinmünzen benutzt wurde. Der Oberstempel war in einen Rahmen eingelassen, der in einer Führung auf und nieder bewegt werden konnte. Durch Niedertreten des Steigbügels mit dem Fuß wurde der Stempelrahmen angehoben. Das Münzplättchen wurde in den festsitzenden Unterstempel gelegt. Durch Anheben des Fußes auf dem Steigbügel senkte sich der Oberstempel in der Führung auf de...
Klöster
Die vom lat. claustrum (Verschluss, Umfriedung) abgeleitete Benennung Kloster bezeichnet die zu einer Einheit zusammengefassten Gebäude gemeinsam lebender Angehöriger (Mönche oder Nonnen) eines katholischen Ordens. Die Vorsteher der Klöster waren Äbte und Äbtissinnen, die im Mittelalter oftmals aus dem Umkreis königlicher und fürstlicher Häuser kamen. Die Klöster entwickelten sich im frühen Mittelalter aus der Einsiedelei und waren Träger der Christianisierung und der abendländisch...
Knapper Schrötling
Ausdruck für Münzen, deren Durchmesser kleiner ist als der der Münzen in Normalgröße. Aus diesem Grund fehlt bei dem knappen Schrötling häufig ein Teil des Randbereichs des Gepräges, was trotz gleichem Gewicht ein Grund zur Wertminderung sein kann. Prägungen auf knappem Schrötling finden sich vor allem bei antiken Münzen.
Knappkuchen
Spottbezeichnung für minderwertige Goldgulden, nach einem Gebäck benannt, dessen typisches Geräusch beim Zerbrechen angeblich ebenso klingt wie das der berstenden unterwertigen Gulden beim Probebiegen. Ursprünglich bezeichnete das niederländische Volk die Postulatsgulden aus Utrecht und deren Beischläge aus Friesland, Köln und Rheinberg als "Knappkoek". Allesamt repräsentierten nur die Hälfte des Goldgehalts des rheinischen Guldens. Schließlich ging die Bedeutung des Spottausdrucks auf...
Kniehebelprägewerk
Eine Münzprägemaschine, die von DietrichUhlhorn erfunden wurde und zum ersten Mal 1817 in Grevenbroich bei Köln gebaut wurde. Das Prinzip der Kraftübertragung beruht nicht auf dem senkrechten Stoß, wie bei den früheren Prägewerken, sondern wird mit einem sog. Kniehebel auf ein Pendel übertragen. Der in Form eines gebogenes Knies oder eines Winkels geformte Hebel ist aus einem Stück gefertigt. Das Knie- oder Winkelstück besteht aus einem längeren senkrechten Schenkel, der sich nach sei...
Knielauf-Figur
Vorderseitenmotiv auf antiken Münzen (vor allem der persischen Achämeniden), das eine kniende Figur mit Waffen, meist einen Bogenschützen (griech. toxotai) zeigt. Die frühere Deutung des Bogenschützen als König ist in neuerer Zeit in Zweifel geraten. Die Knielauf-Figur wurde unter dem persischen König Dareios (lat. Darius, 510-486 v. Chr.) auf den verschiedenen Typen des Dareikos ebenso verwendet wie auf dem silbernen Siglos und der Goldmünzenprägung für das eroberte Lydien und Babylon...
Kningsäugelche
Kölner Dialektausdruck für das "kleine 20-Pfennig-Stück", das in der 1. Münzperiode des Deutschen Kaiserreichs zwischen 1873 und 1877 geprägt wurde. Der Ausdruck bedeutet "kleines Kaninchenauge", wohl, weil die Münze so klein war.
Knopfzwanziger
Bezeichnung für Kleinmünzen, die mit Drahtschlingen versehen als Knöpfe Verwendung fanden, im 17./18. Jh. vor allem in Bayern und Österreich für die alpenländischen Trachten benutzt. Die Benennung stammt vermutlich von dem 20-Kreuzer-Stück, obwohl auch andere Nominale benutzt wurden, wie z.B. das im Deutschen Kaiserreich zwischen 1873 und 1877 geprägte "kleine" 20-Pfennig-Stück ("Simmerl"). Nachbildungen aus unedlem Metall wurden noch in späterer...
Koban
Flach-ovale Goldmünze aus Japan im Wert von 1 Rio, die um 1601 mit einem Gewicht von etwa 18 g und einem Durchmesser von 70 mm x 40 mm eingeführt wurde. Während ihrer mehr als 250 Jahre währenden Umlaufzeit verloren die Kobane an Gewicht (von ursprünglich 18 g auf 8 g im Jahr 1859), auch der Feingehalt verschlechterte sich. In den meisten Münzkatalogen werden sie - ebenso wie ihre selteneren Mehrfachstücke( Oban, Gorioban) - nach Epochen unterschieden, indem di...
Koch, Kilian
Bedeutender Nürnberger Rechenpfennigmacher im 16. Jh., der meist lateinisch mit Cilianus Coccius signierte. Wenn auch die Stückzahlen seiner Rechenpfennige hinter der Produktion seines Konkurrenten Hans Krauwinckel zurückblieben, so erreichte die künstlerische Qualität seiner Erzeugnisse doch den gleichen hohen Stand.
Koehler, Johann David
Deutscher Universitätsprofessor für Geschichte in Göttingen und numismatischer Autor, der wöchentlich von 1729 bis 1750 das beliebte Heftchen "Historische Münzbelustigung" ausgab. Die Basis seiner detaillierten und breiten Ausführungen über Münzen bildete sein reiches historisches Wissen, das sich beständig neue Quellen erschloss. Die thematische Vielfalt seiner "Münzbelustigungen" reichte über den deutschsprachigen Raum hinaus, zeitlich bis...
Kolbenschillinge
Beiname für die Schillinge, die Gottfried IV., Schenk von Limburg und Bischof von Würzburg (1443-1455), prägen ließ. Die Benennung erfolgte nach der Darstellung eines Streitkolbens im Familienwappen des Bischofs, das auch auf dem Gepräge der Schillinge zu sehen ist.
Kölner Mark
oder Kölnische Mark, ist die wichtigste Grundgewichtseinheit in den deutschen Landen, die dem Gewicht und der Legierung von Währungsmünzen seit dem Mittelalter zugrunde lag. Obwohl es auch regional andere Gewichtsmarken gab, u.a. die Breslauer, Nürnberger, Würzburger und Wiener Mark, war die Kölner Mark doch die wichtigste Gewichtsgrundlage, denn sie wurde in der Esslinger Reichsmünzordnung von 1524 reichsweit als Grundgewicht festgelegt. Seitdem bezogen sich die Reichs- und viele Landesm...
Kolonialmünzen
1. Bezeichnung für die Münzen, die im römischen Kaiserreich für den Umlauf in den Kolonien und Provinzen des Römischen Reichs geprägt wurden, manchmal auch als Provinzialausgaben bezeichnet. Die meisten davon sind Bronzemünzen, in der Mehrzahl wurden Kolonialmünzen für Kleinasien geprägt. Als Kolonialmünzen wurde die Prägung der griechischen Tetradrachmen weitergeführt: Traditionell aus gutem Silber die aus Antiochia für Syrien, meist aus Billon die aus Alexandria für die Provinz ...
Kometentaler
Gedenkmünzen der Stadt Straßburg aus dem Jahr 1681, in dem der französische König Louis XIV. die Freie Reichsstadt erobern ließ. Das Münzbild zeigt einen Kometen, der 1680 erschien und als astrologisches Zeichen für die französische Eroberung der Stadt ein Jahr später gedeutet wurde.
Kommisszeichen
Bezeichnung für Marken, die vom Militär in Kantinen von Kasernen ausgegeben werden.
Konföderationstaler
Seltene Medaille in Talergröße, die der aufständische Adel von Targowitz (Targowica) in Polen im Jahr 1793 prägen ließ. Die sog. Magnatenkonföderation richtete sich gegen die "Maiverfassung" von 1793, die erste kodifizierte Verfassung Europas, die der vierjährige Sejm (1788-1791) am 3. Mai 1791 verabschiedete. Die Konföderation holte russische Hilfe ins Land, was 1793 zur 2. Teilung Polens führte. Das Gepräge der Konföderationstaler zeigt ...
König
Vom ahd. kuning, etwa in der Bedeutung "Mann von vornehmer Abkunft", in den romanischen Ländern vom lat. rex (frz.: roi) abgeleitet. Der König war Träger der höchsten Herrscherwürde nach dem Kaiser. Schon die germanische Volksversammlung rief eine nach dem Geblütsrecht berechtigte Person zum König aus. Während der Völkerwanderungszeit entwickelte sich aus dem Zusammenschluss zu Stammesgemeinschaften ein Stammeskönigtum, das noch verstärkt wurde, als die Stämme auf dem Boden des Römi...
König, Anton Friedrich
Bildhauer, Medailleur und Stempelschneider, Schüler an der Akademie der Künste in Berlin und von Daniel Friedrich Loos. Im Alter von 20 Jahren begann König seine Arbeit als Stempelschneider an der Münze in Breslau. Im Jahr 1805 wurde er an die Münze in Berlin berufen und trat nach dem Tod von Johann Jakob Stierle dessen Nachfolge an. Der Künstler (Signaturen: K., A.K., KO) schuf Porträtmedaillen, u.a. auf die preußischen Könige seiner Zeit und auf General Tauentzien. Er schuf auch Meda...
Königstaler
Im Allgemeinen die Bezeichnung für alle Talermünzen, die von Königen geprägt wurden. Im Besonderen ein sächsischer Speciestaler von 1806, dem Krönungsjahr Friedrich August I. zum König von Sachsen (zuvor Kurfürst). Er zeigt auf der Vs. das Kopfbild des frisch gekrönten Königs in gleicher Zeichnung wie die zwischen 1807 und 1817 herausgegebenen Taler aber mit einem etwas größeren Kopf.
Königswasser
Mit Königswasser (lateinisch: Aqua regia) wird in der Metallurgie ein Säuregemisch bezeichnet, das spätestens seit dem 13. Jahrhundert verwendet wird. Das Königswasser – auch Königssäure genannt – wird insbesondere in der Edelmetallprüfung eingesetzt, da es edle Metalle wie Gold und Platin angreift und zersetzt, unedle Metalle jedoch weitestgehend unberührt lässt, und so Auskunft über die Reinheit der Metallprobe liefert.
Seinen Namen leitet das Königswasser dabei von der besagten...
Konkordatsmünzen
Im Jahr 1803 gab Napoleon den einzelnen Kantonen der Helvetischen Republik das Münzrecht zurück. Am 17. April 1825 schlossen einige Kantone (Aargau, Basel, Bern, Fribourg, Solothurn und Waadt) der 1815 wiederhergestellten Eidgenossenschaft einen Münzvertrag (Konkordat), der den gemeinsamen Umlauf von Kleinmünzen( Kreuzer und Batzen) erlaubte. Die sog. Konkordatskreuzer und -batzen tragen meist auf der Rs. das Schweizer Kreuz mit einem "C" in der Mitte und die Beschriftung: (D...
Konstantinrubel
Sehr seltener Rubel aus dem Jahr 1825 mit dem Porträt des ursprünglich als Thronfolger des Zaren Alexander I. (1801-1825)vorgesehenen Konstantin Pawlowitsch, der zugunsten von Nikolaus Pawlowitsch (1825-1855) auf den Zarenthron verzichtete. Es handelt sich eigentlich um Probestücke, die in russischen Sammlerkreisen sehr beliebt sind und dementsprechend sehr teuer gehandelt werden.
Kontokorrent
Das aus dem ital. conto corrente (laufende Rechnung) zusammengesetzte Wort bezeichnet eine Geschäftsverbindung zwischen Bankier und Kunden (auch zwischen Banken), in der die entstehenden Ansprüche und Verbindlichkeiten aufgerechnet werden. Der Kunde eröffnet dazu bei der Bank ein Konto, auf dem er Zahlungen von Schuldnern empfängt und an Gläubiger Zahlungen anweist, z.B. per Giro oder Scheck. Der Bankier verwaltet das Konto, indem er dem Kunden eingehende Zahlungen gutschreibt, Forderungen ...
Kontorniaten
Contorniaten
Numismatischer Sammelbegriff für römische Medaillons in Sesterzgröße aus der späteren Kaiserzeit (4.-5. Jh.) mit auffälligem, sich scharf abzeichnendem Rand, der nachträglich durch eine tiefe Rille eingeschliffen wurde. Die Bezeichnung kommt vom ital. contorno und bedeutet etwa Randstück. Die meisten Kontorniaten sind aus Messing oder Bronze, es existieren aber auch andere Legierungen. Typische Erkennungszeichen für die meist geprägten Medaillen sind eingeritzte Monogramme...
Kontrafekt-Medaillen
Zeitgenössischer Ausdruck aus dem 16. Jh. für Porträt-Medaillen, d.h. Gepräge mit dem Porträt eines Herrschers, des Münzherrn, eines Heiligen oder sonst einer berühmten Persönlichkeit. Der Künstler, der diese Medaillen herstellte, wurde Kontrafetter, Konterfetter oder Konterfeier genannt. Gelegentlich findet sich auch die Schreibweise Konterfet oder noch die romanische Schreibweise Contrefait. Dieser veraltete Sprachgebrauch kann leicht zu Missve...
Kontributionsmünzen
Sammelbegriff für Münzen, die im 18. Jh. in Notzeiten aus dem Edelmetall der mehr oder weniger freiwilligen Abgaben der Bevölkerung und der Kirche geprägt wurden. Dabei handelte es sich um Schmuck, Tafelsilber, Gefäße, Leuchter usw. Schon im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) wurden 1704 in der von Bayern und Franzosen belagerten Reichsstadt Ulm goldene und silberne Gulden, meist in Form von Klippen, gemünzt. Während des Ersten Koalitionskriegs (1792-1797) gegen Frankreich ließen die ...
Konventionsfuß
Österreich führte im Jahr 1750 einen Zwanzigguldenfuß ein, 10 Taler sollten aus der Kölner Mark geprägt werden. Nach diesem Münzfuß sollten alle Münzen bis zum Groschen ausgebracht werden. Um dem neuen Münzfuß einen möglichst großen Geltungsbereich zu verschaffen, schloss Österreich im Hinblick darauf mit Bayern im September 1753 eine Konvention (Vereinbarung), wonach der Münzfuß und die nach ihm geprägten Taler (Konventionstaler) benannt sind. Aufgrund der Unverhältnismäßigke...
Konventionstaler
Der Konventionstaler dient als eine Bezeichnung für die seit 1753 geprägten Taler, 10 Stück aus der 900/1000 feinen Mark. Ihren ungewöhnlichen Namen verdankt die Großsilbermünze dem Konventionsfuß, in dem Zusammenhang auch als Zwanzigguldenfuß bekannt, nach dessen Vorgaben alle Münzen bis zum Groschen produziert wurden.
Die Großsilbermünzen aus den deutschen Ländern sind häufig mit den folgenden Aufschriften versehen:
X EINE FEINE MARK
AD NORM(AM) CONVENT(IONIS)
CONVENTION TALER
A...
Kopeke
Im Zuge der Münzreform von 1534 wurde im Großherzogtum Moskau die „schwere Denga“ von Nowgorod (Nowgorodka) als hundertster Teil des (Nowgoroder) Rechnungsrubels eingeführt, im doppelten Wert der Moskauer Denga. Die Münzreform fiel in die Regierungszeit von Elena Glinskaja, der Mutter von Iwan IV., „dem Schrecklichen“ (1546-1584). Zunächst betrug das Gewicht der Silbermünze ca. 0,69 g. Das Gewicht konnte aber in den schwierigen Jahren der Machtkämpfe um den Zarenthron nach Iwans T...
Kopernikus, Nikolaus
Copernicus
Der Astronom, Theologe und Jurist wurde als Sohn des Kaufmanns Nikolaus Koppernigk in Thorn geboren. Er vertrat nach seinem Studium das Domkapitel des Bistums Ermland auf Landtagen der königlich-preußischen Stände. Dabei setzte er sich für eine Münzreform zur Ordnung der monetären Verhältnisse zwischen Ermland, Preußen und Polen ein. Seine politischen Bemühungen um stabile Währungs- und Wirtschaftsverhältnisse unterstützte er mit drei geldtheoretischen Schriften. Am wichti...
Kori
Silbermünze, die im 19. Jh. bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 in einigen Fürstentümern Indiens umlief, z.B. in Katsch (Kutch), einem Marionettenstaat der britischen Kolonialmacht, im Nordwesten von Indien am Golf von Katsch gelegen. Die Kori wurden im Namen der englischen Krone geprägt, zuletzt 1947 im Raugewicht von 4,7 g (601/1000 fein). Die Halbstücke waren entsprechend leichter, die 2 1/2 und 5 Kori-Stücke im Gewicht von 6,935 und 13,87 g waren 937/1000 f...
Korinthischer Münzfuß
Der nach der zweitgrößten Stadt Griechenlands benannte Münzfuß war in der Mutterstadt Korinth und auch in den vielen Kolonien Korinths (Nordwestgriechenland, Unteritalien und Sizilien) verbreitet. Er basiert auf einem Statergewicht von etwa 8,7 g und entspricht damit dem attischen Münzfuß, allerdings wurde in Korinth der Stater in drei Drachmen zu je etwa 2,8 g unterteilt (im attischen Münzfuß in zwei Drachmen zu je etwa 4,37 g). 1 korinthische Drachme entsprach also etwa 2/3 der attisch...
Korn
Alter Begriff im Münzwesen für die Feinheit einer Münze, im Gegensatz zu Schrot, der das Raugewicht einer Münze bezeichnet.
Kornjudenmedaillen
Bezeichnung für Medaillen, die seit 1694 in den Jahren der Missernten als antisemitische Spottmedaillen auf die Teuerung des Getreides bzw. den Hunger der Bevölkerung herauskamen. Das Münzbild der von Christian Wermuth 1694 hergestellten Medaille, die als älteste Kornjudenmedaille gilt, zeigt auf der Vs. einen kleinen Teufel, der ein Loch in einen Getreidesack reißt, den ein wohlgenährter Mann trägt; darauf die Schrift DU KORN JUDE. Die Rs. zeigt das Getreidemaß. Andere Darstellungen zei...
Korona
Bezeichnung der ungarischen Währungseinheit, die 1926 vom Pengö abgelöst wurde. Die Korona war das Gegenstück zur österreichischen Krone. 100 Filler = 1 Korona.
Korrosion
Durch chemische und physikalisch-chemische Vorgänge entstehende Schädigungen und Zerstörungen von Münzen. Im Metall von Fundmünzen entstehen meist feine, tiefe Löcher (Lochfraß), die sich vergrößern, bis die ganze Oberfläche der Münze angefressen ist. Seit einem halben Jh. wächst die Schädigung von im Boden gefundenen Münzen an, eine Folge der zunehmenden Umweltbelastung. Vor allem aus Kunstdünger herausgelöste Bes...
Korshvid
Bezeichnung des Hvid zu 4 Pfennigen, der unter König Christian (von Bayern, 1440-1448) mit einem Langkreuz (kors = Kreuz) auf der Rs. in Dänemark eingeführt wurde. In der 2. Hälfte des 15. Jh.s wurden die Korshvide die meistgeprägten Münzen Dänemarks. Auch in dem Dänemark angegliederten Norwegen wurden Hvide ausgemünzt (in Oslo und Bergen).
Korte
Courte
Auch Courte, bezeichnet ursprünglich eine geringhaltigeflandrische Silbermünze, die seit Mitte des 14. Jh.s im Wert von zwei(flandrischen) Mijten geprägt wurde. DieBenennung geht auf das kurze Kreuz (ndl.: kort = kurz) auf des Rs. der Münzezurück. Im 15. und 16. Jh. wurden auch in anderen Gebieten Korte gemünzt, seitder Mitte des 16. Jh.s in Kupfer.
Korte Grote
In den Niederlanden aufgekommene Silbermünze im Wert von zwei Sterlingen, im Gegensatz zum Turnosen, der 3 Sterlinge galt.
Körtling
Kleine niedersächsische Groschenmünze im Wert von sechs Pfennigen, die mit Sicherheit seit dem beginnenden 15. Jh. geprägt wurde. Nach Suhle soll die Münze schon in der 2. Hälfte des 14. Jh.s in Göttingen geprägt worden sein, allerdings ließen sich bisher keine Stücke aus dieser Zeit finden. In jedem Fall zählt der Körtling (= Kurzling, in der Bedeutung kleiner Groschen) zu den frühesten eigenständigen Groschenprägungen Niedersachsens. Sein Hauptumlaufgebiet lag im Gebiet zwischen ...
Koruna
Währungseinheit der Tschechoslowakei von der Gründung 1919 bis zur Trennung in zwei Staaten 1993. 100 Haleru = 1 Koruna. Nach der Trennung in zwei unabhängige Staaten 1993 übernahm sowohl die Tschechische Republik als auch die Slowakei die Bezeichnung für die jeweilige Währungseinheit.
Koula
Bezeichnung einiger Goldmünzen zu 16 Pfund Sterling, die Königin Salote (1918-1965) im Königreich Tonga ausgab. Es gab auch Probestücke aus Platin. Der Koula galt bis zur Einführung des Dezimalsystems 1967.
Kran
Oder Qiran ist eine persische Silbermünze, die Faht Ali Schah (1797-1834) als Hauptsilbermünze im Wert von 1000 Dinar bzw. 20 Shahi einführte. Es gab auch Viertel-, Halb-, Doppel- und Fünffachstücke. Im Zuge der Währungsreform von 1932 löste der Rial den Kran ab.
Kranz
1. Das Wort leitet sich aus der griech. Entsprechung für Ring, lat. corona (Ring, Kranz, Krone), ab. Der Kranz fand im klassischen Altertum breite und reiche Verwendung, vor allem auf Festen, Prozessionen und Umzügen. Aus Blumen und Laub gebundene Kränze dienten zu Kult- und Weihezwecken, mit ihnen ehrte man militärische Triumphatoren und sportliche Sieger. Auch Opfertiere und sakrale Gegenstände wurden mit Kränzen geschmückt. Metallene Kränze dienten mili...
Krätze
Gekrätz
oder Gekrätz ist der Abfall, der beim Herstellen und Bearbeiten der Münzen entsteht. Die Spritzer beim Gießen, der Niederschlag beim Weißsieden, die Späne beim Feilen und sonstige Abfälle wurden gesammelt, aufbereitet und wieder verwendet. Auch aus dem Kehricht der Münzstätten wurden die Metallteile ausgesondert. Manchmal war die Krätze dem Münzmeister versprochen, der damit nicht unbeträchtliche Gewinne erzielen konnte.
Kratzer
Beschädigung an der Oberfläche von Münzen oder Medaillen, die entweder vor, während oder nach dem Prägevorgang entstanden sind. Die Kratzer vor dem Prägen sind durch Befeilen bei der Justierung entstanden und wirken sich nicht so wertmindernd aus wie die Kratzer nach der Justierung.
Krauwinckel, Hans
Bedeutender Nürnberger Rechenpfennigmacher, der seit etwa 1586 Rechenpfennige in großer Zahl herstellte, die auch nach Frankreich und in die Niederlande exportiert wurden. Trotz der großen Menge bleibt die künstlerische Qualität seiner Rechenpfennige nicht hinter der seines Nürnberger Konkurrenten Kilian Koch zurück. Allerdings soll der Medailleur Christian Maler viele Entwürfe und Stempelschnitte für Krauwinckel besorgt haben.
Kredit
Die Gabe eines Gutes durch einen Kreditgeber (Gläubiger) zur gegenwärtigen Nutzung an einen Kreditnehmer (Schuldner), der sich zu einer zukünftigen Gegenleistung verpflichtet. Der Begriff leitet sich aus dem lat. credere (vertrauen, glauben) ab. Das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers ist Voraussetzung für die leihweise Überlassung von Kaufkraft. Der Gegenstand des Kredits ist in aller Regel Geld, den Preis für den Kredit hat der Schuldner h&aum...
Kreditgeld
Volkswirtschaftliche Bezeichnung für Geld, das nur geringen eigenen stofflichen Wert besitzt. Den Geldcharakter und Wert erhält es durch den ausgebenden Staat und das Vertrauen seiner Bürger. Dazu zählt das gesamte Papiergeld und die Kreditmünzen, praktisch das ganze Geld der heutigen Währungen.
Kreditmünzen
Münzen, deren Nennwert bedeutend höher liegt als ihr Metallwert, heute praktisch alle Münzen. Früher waren vor allem Scheidemünzen Kreditmünzen, fast alle Münzen aus unedlen Metallen sind Kreditmünzen, bei Goldwährung auch Silbermünzen.
Kreisgroschen
Groschenmünze im Wert von 1/24 Taler, deren Prägung der Obersächsische Kreis im Jahr 1656 verfügte, um die vielen schlechten Groschenmünzen fernzuhalten. Das Ergebnis war aber umgekehrt: Nach dem Greshamschen Gesetz wurden die guthaltigen Groschen aus dem Land gezogen und eingeschmolzen, während die schlechthaltigen sich im Land verbreiteten. Die Kreisgroschen zeigen auf der Rs. den Reichsapfel mit der Umschrift OBERSACHSISCH KREISSES GROSCH.
Kreismünzen
Bezeichnung aller Münzen, die von mehreren oder allen Münzständen eines Reichskreises gemeinschaftlich geprägt wurden. Seit 1512 war das Römisch-Deutsche Reich in zehn Reichskreise eingeteilt, die zum Teil Münzen nach gemeinsamen Münzfuß und gelegentlich sogar nach gemeinsamer Gestaltung prägten. Die bekanntesten sind die Prägungen des Fränkischen Kreises: die Kreuzer, Batzen und Taler von 1624 sowie die Drittel- und Zweidritteltaler von 1693. Die meisten Gepräge zeigen die vier Wapp...
Kreisprobationstag
Vom obersten Fürsten eines Reichskreises bestimmter Tag, an dem die Münzen auf Feinheit und Gewicht nachgeprüft (probiert) wurden. Die rheinischen Kurfürsten führten 1399 einen Probationstag in Koblenz ein, zunächst in jährlicher, seit 1409 in halbjährlicher Regelmäßigkeit. Münzbeamte, seit 1425 ein "gemeinsamer Probierer", kontrollierten die in der Fahrbüchse enthaltenen Probestücke. Im 15. Jh. folgten andere Reichskreise diesem Beispiel und hielten ebenfalls Kreisprobationstage ab...
Kremnitzer Medaillen
Bezeichnung für die in der Münzstätte Kremnitz (heute das slowakische Kremnica) seit der 2. Hälfte des 16. Jh.s gefertigten Medaillen. Neben einer Gruppe von Medaillen auf Kaiser und Fürsten handelt es sich im Wesentlichen um religiöse Medaillen. Berühmt wurde der als Georgstaler bezeichnete Medaillentyp, der nach dem Vorbild der Mansfelder Georgstaler möglicherweise schon als Amulett konzipiert wurde. Er wurde selbst wieder zum Vorbild für Nachprägungen bis ins 20. Jh.
Kreuz
Vom lat. Crux (Marterpfahl) abgeleitete Bezeichnung eines Symbols, das schon seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt ist und sich in vielen Variationen in den verschiedensten Kulturen findet. Auf Münzen das wohl am häufigsten gebräuchliche Symbol. Schon auf archaischen griechischen Münzen kommt das Quadratum incusum auch swastikaförmig (Hakenkreuz) vor. Seit der Anerkennung des Christentums durch den römischen Kaiser Konstantin (306-337 v. Chr.) erscheint das Kreuz als christliches Symbol auf...
Kreuzer
Kleine Groschenmünze, die Graf Meinhard II. von Görz-Tirol (1258-1296) in Anlehnung an die vorangegangenen Adlergroschen seit 1274 in Meran schlagen ließ, damals (nach ihrem Wert von 20 Veroneser Pfennigen oder Bernern) Zwainziger, in lat. Dokumenten vigintinus oder vigintiarius genannt. Erst im 14. Jh. bekam die Münzsorte den Namen Kreuzer, nach der Darstellung eines Doppel- oder Radkreuzes auf der Vs.; die Umschrift lautet MEINHARDVS, die Rs. COMES TIROL mit der Darstellung des Tiroler Adl...
Kreuzfahrermünzen
Sammelbezeichnung für Münzen, die in den von Kreuzrittern eroberten Kreuzfahrerstaaten geprägt wurden. Nach dem 1. Kreuzzug (1096-1099 v. Chr.) bildeten sich im östlichen Mittelmeerraum mehrere christliche Staaten, deren Herrscher, französische und flandrische Adlige, von Haus aus das Münzrecht innehatten oder von Verwandten damit beliehen wurden. Bei den Münzen handelt es sich in der Mehrzahl um Kupfer- und Billonmünzen, deren Gepräge byzantinischen Folles, süditalienischen Follari bz...
Kreuzformen
In den verschiedensten Epochen wurden Münzen mit Kreuzformen versehen. Das Aussehen des jeweiligen Kreuzes kann dabei stark variieren und ist je mit einer anderen Bedeutung versehen bzw. steht in einem anderen historischen Zusammenhang. Nachstehend sind die wichtigsten Kreuzformen auf Münzen aufgeführt:
Balkenkreuz
Lateinisches Kreuz
Peterskreuz
Andreaskreuz
Doppelkreuz
Jerusalemkreuz
Ankerkreuz
Lilienkreuz
...
Kreuzgroschen
1. Eine Variante des MeißnerGroschen, die Markgraf Friedrich III. von Meißen seit 1369 prägen ließ. Im Unterschied zum Gepräge des Ursprungstyps zeigt diese Variante als Beizeichen auf der Rs. ein kleines gleichschenkliges Kreuz, das die unterwertige Legierung der Kreuzgroschen kennzeichnet. Vier Jahre später ließ auch Landgraf Balthasar von Thüringen Kreuzgroschen schlagen, allerdings mit einem Langkreuz. Die Prägung der unterwertigen Groschenm...
Kriegsgeld
Im weiteren Sinn bezeichnet der Begriff das Geld, das in Kriegszeiten hinsichtlich Herstellung, Gestalt oder Feinheit einfacher oder schlechter als die sonst üblichen Gepräge ausgebracht wurde. Dazu gehören Belagerungsmünzen, Feldklippen und Notmünzen, z.B. das Inchiquin Money der irischen Rebellen aus dem 17. Jh. oder das deutsche Notgeld während dem 1. Weltkrieg.
Die Bezeichnung hat sich im deutschen Sprachraum vor allem für die österreichischen Fünfzehnkreuzer (Kriegssechstel) und Se...
Kriegssechstel
Bezeichnung des Kriegsgelds im Siebenjährigen Krieg (1756-1763), das in erster Linie aus dem Sechsteltaler bestand; auch Drittel, Zwölftel und regionale Werte wurden geprägt. Der Wert eines Sechsteltalers war durch den Fünfzehnkreuzer in der 2. Hälfte des 17. Jh.s bereits zum festen Bestandteil des Geldumlaufs geworden. In der ersten Hälfte des 18. Jh. s stockte die Ausprägung des Nominals in den meisten deutschen Staaten des Römisch-Deutschen Reichs, mit Ausnahme von Bayern und Österre...
Krisgeld
Vormünzliches Zahlungsmittel (Waffengeld) auf der Insel Java, die heute zum Indonesien gehört. Die Krise waren seit dem 16. Jh. wertvolle und große Dolche der Malayen. Beim Krisgeld handelt es sich um 10 bis 12 cm kleine Kümmerformen der Krise, die als Waffen ungeeignet waren. Sie liefen in der späten Majapahit-Zeit und im anschließenden 16./17. Jh. als Zahlungsmittel um. Der Griff des Krisgelds ist in Form einer kleinen menschlichen Figur gestaltet, die etwas gebogen verlaufenden Schneide...
Krohnemanstaler
Alchemistische Talermünzen von 1678/79, nach Baron von Krohneman benannt, der behauptete, sie seien aus Silber gemünzt, das er künstlich hergestellt habe. Tatsächlich stammte das verwendete Edelmetall wohl aus den Beständen des Markgrafen Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth, das der "findige" Baron veruntreut hatte. Im Jahre 1685 wurde Krohneman wegen Betrugs gehängt.
Kroiseios
Nach literarischen Quellen bezeichnete Goldmünzen, nach dem letzten, sprichwörtlich reichen König des Lyderreiches Kroisos (561-546 v. Chr.) benannt. Besser bekannt ist die Namensform Krösus. Die Goldmünzen liegen als 1-, 1/3-, 1/6- und 1/12-Stater-Stücke vor, und zwar allesamt im schwereren (babylonischen) Gewicht (etwa 10,7 g) und im leichteren (euböischen) Gewicht (ca. 8,1 g). Sie zeigen auf der Bildseite Löwen- und Stierprotome (Vorderteile) einander gegenüber, auf der anderen Seite...
Krona
Schwedische Bezeichnung für die Krone, die mit der Gründung der Skandinavischen Münzunion vom 30. 5. 1873 als Währungseinheit eingeführt wurde, Mehrzahl Kronor. 100 Öre = 1 Krona. Ebenfalls Währungseinheit in Island, Mehrzahl Kronur. 100 Aurar = 1 Krona.
Krone
Goldkrone
Deutschsprachige Bezeichnung aus dem lat. corona (frz.: couronne, engl.: crown) für eine ganze Reihe europäischer Münzen, die ältesten sind mittelalterliche Goldmünzen aus Frankreich. Dabei handelt es sich um die Couronne d'or und den Ecu d'or au soleil, letzterer auch in anderen Regionen beigeschlagen, vor allem in den Niederlanden als Couronne d'or. Unter Heinrich VIII. (1509-1547) wurde die goldene Crown in England als Crown of the Rose und Crown of the Double Rose eingeführt....
Kronentaler
Talermünze der österreichisch-habsburgischen Niederlande, die im Zuge einer Neuordnung des Münzwesens 1755 als Nachfolger des Albertustalers eingeführt wurde. Der Name geht auf das Münzbild der Rs. zurück, das 3 bzw. 4 Kronen in den Winkeln des burgundischen Andreaskreuzes zeigt: Die Prägungen unter Maria Theresia (1740-1780) zeigen 4 Kronen, unter Franz I. (1745-1765), Joseph II. (1780-1790), Leopold II. (1790-1792) und Franz II. (1792-1797) drei Kronen und das Kleinod des Ordens vom Gol...
Kronprinzentaler
Preußische Gedenkmünze in Talergröße auf den Besuch des Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV. in der Berliner Münzstätte im Jahr 1812. Die Vs. zeigt den Kopf des Königs Friedrich Wilhelm III., ebenso wie der zu dieser Zeit geprägte Reichstaler, die Rs. die Aufschrift GOTT SCHÜTZE IHN; im Abschnitt Wertbezeichnung, Jahresangabe und Münzbuchstabe (A für Berlin) im Kranz, darum die Umschrift: UND DEN THEUREN ERBEN SEINES THRONS.
Krönungsmünzen -taler und -jetons
Medaillen, Gedenk- und Auswurfmünzen, die anlässlich der Krönung von Monarchen geprägt wurden. Dazu zählen z.B. der preußische Krönungstaler von 1861 und der zu den Geschichtstalern zählende Taler auf die Krönung des bayerischen Königs Ludwig I. 1825.
Geschichtstaler 1832 auf die Krönung des Prinzen Otto zumKönig von Griechenland
Kroon
1. Währungseinheit der Republik Estland in der Zeit der Unabhängigkeit zwischen 1919 und 1940, allerdings erst 1933 ausgeprägt. Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit durch den Staatsrat der Sowjetunion 1991 ließ die Währungsreform vom 20. Juni 1992 die Währungsbezeichnung wieder aufleben: 100 Senti = 1 Kroon.2. Niederländisch für Krone.
Kröten
Umgangssprachlicher Ausdruck für Geld, der wohl aus der Studentensprache stammt. Die Bezeichnung geht möglicherweise zurück auf das Münzbild der ersten umfangreichen Prägung im griechischen Mutterland, die ersten europäischen Münzen (noch vor 600 v. Chr.) überhaupt: Es handelt sich um die nach dem äginäischen Münzfuß geschlagenen Didrachmen der damals bedeutenden See- und Handelsstadt Aigina, die als Münzbild eine Seeschildkrö...
Krüger, Carl Reinhard
Sächsischer Medailleur und Stempelschneider an der Münze zu Dresden. Der Schüler von Daniel Friedrich Loos schuf eine Reihe von Ereignismedaillen und Personenmedaillen, u.a. auf den romantischen Dichter Ludwig Tieck und den italienischen Komponisten Palestrina.
Silbermedaille 1801 von Krüger auf den Frieden von Lunéville
Krügerrand
Keine Geldmünze, sondern eine Unze Gold in Münzform mit der Feinheit von 22 Karat (916/1000) aus der Republik Südafrika. Sie ist nach dem Münzbild des burischen Generals und späteren Präsidenten des Transvaal (1883-1902), Paul Krüger, benannt; die Rs. zeigt einen Springbock. Die seit 1961 geprägte Goldmünze steht außerhalb des Währungssystems, ihr Preis ist von den Schwankungen des Goldmarkts abhängig. Seit 1980 werden auch Halb-, Viertel- und Zehntelstücke geprägt.
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Krummsteert
Auch Cromstaert, ist eine niederländische Groschenart des 15. Jh.s, ursprünglich wohl ein flämischer Doppelgroschen (dubbele groot), der seit 1419 unter Herzog Johann ohne Furcht (1415-1419) geprägt wurde. Er ist wahrscheinlich nach dem stark gekrümmten Schwanz eines Löwen auf der Vs. benannt, der auf der Flanke den burgundischen Schild trägt. Die Rs. zeigt ein befußtes Kreuz mit Wappen. Die Krummsteerte wurden von Herzog Philipp von Brabant (1427-1430) nachgeahmt und auch Philipp der Gu...
Küchler, Conrad Heinrich
Deutschstämmiger Medailleur und Stempelschneider, der 1793 von Boulton an die Soho Mint bei Birmingham berufen wurde. Dort war er bis zu seinem Tod beschäftigt und gestaltete Stempel, Proben und Medaillen, darunter den Cartwheel genannten Kupfer-Penny und den Bank of England Dollar (Bankdollar) von 1804.
Kufische Münzen
Bezeichnung für islamische Münzen der arabischen Staaten, die bis ins 12. Jh. mit kufischer Beschriftung versehen waren. Im 12./13. Jh. traten auch andere Schriftarten daneben, vor allem die Neshi- oder Naskhi-Schrift, die das Kufische allmählich verdrängt. Die kufische Schrift ist nach der iranischen Stadt Kufa benannt, die neben der Residenz des Kalifen Ali in den Jahren 656-661 v. Chr. auch eine Koranschule beherbergte, die diese Schriftart nach strengen geometrischen Gesi...
Kula-Ringtausch
Spezielle Form eines traditionellen Tauschhandels zwischen Gemeinschaften des Inselgebiets an der Ostspitze Papua-Neuguineas (Trobriand-, Woodlark-, d'Entrecasteaux-Inseln). Der Tauschhandel beinhaltet ein Netz von Verpflichtungen, die den Frieden der Beteiligten und die Freiheit des Handels gewährleisten. Im Zentrum des Ringtauschs, für den lange und gefährliche Fahrten mit Kanus in der Südsee unternommen werden, stehen die Kula-Wertobjekte Bagi (Halsketten) und Mwali (Armreife), die von de...
Kümmerformen
Verkümmerte oder geschwundene Formen von Waffen- und Gerätegeld, das von den ursprünglichen Formen der Landwirtschafts- oder Jagdgeräte schon so erheblich abweicht, dass die Stücke den Gebrauchswert zugunsten des Geldwerts verloren haben. Die Veränderung des Werts geht einher mit der quantitativen bzw. qualitativen Veränderung der äußeren Form. So sind z.B. Spaten und Doppelaxt verkleinert, die Schneide des Messers nicht geschärft, Pfeil- oder Lanzenspitzen nicht gehärtet, unscharf un...
Kuna
1. Altrussischer Ausdruck für Geld allgemein und als Grivna-Kuna eine Recheneinheit zu 1/22 Grivna. Der Ausdruck taucht seit dem 11. Jh. auf und kommt wohl aus der altrussischen Bezeichnung für den Marderpelz, der auch im Handel als Tauschmittel benutzt wurde. Die Bezeichnung ging auch auf andere Handelsmünzen verschiedenen Gewichts über, z.B. auf den arabisch-tatarischen Dirhem oder den westeuropäischen Denar.2. Münzeinheit von Kroatien zwischen 1941 und 1945 und ...
Künstlersignaturen
Die ersten gesicherten und regelmäßigen Künstlersignaturen finden sich auf antiken Münzen aus sizilischen und unteritalienischen Städten im 5./4. Jh. v. Chr., die bekanntesten sind die von Euainetos und Kimon signierten Einfach- und Mehrfachdrachmen. Schließlich auch die in Ionien (vor allem Klazomenai), Arkadien sowie die auf Kreta (vor allem Kydonia) und Rhodos signierten Stücke. Regling bringt die hohe Geltung des künstlerischen Selbstbewußtseins in dieser frühen Phase in Verbindung...
Kupelle
Tiegel aus Holz- bzw. Knochenasche oder aus porösem feuerfestem Stein. Das dickwandige Gefäß mit der muldenförmigen Vertiefung in der Mitte dient der Kupellenprobe.
Kupellenprobe
Feuerprobe, Kupellenraub
Das auch Feuerprobe genannte Verfahren zur Bestimmung des Gehalts von Edelmetall in Legierungen. Ein abgewogenes Stück einer Legierung wurde unter Zugabe von Blei und Luftsauerstoff in einer Kupelle so lange geschmolzen, bis die unedlen Metalle von dem Bleioxid aus der Legierung herausgelöst worden waren. Die so entstandene Schlacke wurde von der porösen Kupellenwand aufgesogen, sodass nur das Edelmetall übrig blieb. Der Vorgang wurde auch Kupellieren genannt.Aus dem...
Kupfer
Metallisches Element mit dem chemischen Zeichen Cu (vom lat. cuprum) mit der Dichte von 8,9 g/cm³ und einem Schmelzpunkt von 1083 °C. Das rötlich glänzende, zähe Buntmetall besitzt gute Leitfähigkeiten in Bezug auf Wärme und Elektrizität. Es besitzt die doppelte Härte von Silber und die dreifache des Goldes. Obwohl es in der Natur auch gediegen vorkommt (USA, Australien, Chile), findet es sich doch vorwiegend in mineralischen Verbindungen in Form sulfidischer und oxidischer Erze, die wi...
Kupferbarren
Schon in vorgeschichtlicher Zeit verwendeten die alten Italiker Barren aus Kupfererzen und Bronzeguss-Stücke als Zahlungsmittel. Bei den Römern entwickelte sich daraus im 3. Jh. v. Chr. das Münzgeld (siehe Aes rude und Aessignatum). In Zentralafrika - vor allem im südlichen und östlichen Kongogebiet - waren Kupferbarren als stab-, ring- und kreuzförmige Zahlungsmittel weit verbreitet. Nach übereinstimmenden Aussagen liegt die Verwendung von Kupferbarren als Ge...
Kupferknöpfe
Spottbezeichnung für geringhaltige Kippermünzen aus der Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth.
Kupferlegierungen
Kupfer-Nickel
Bei den Kreditmünzen des 20. Jh.s werden hauptsächlich folgende Kupferlegierungen benutzt: Aluminiumbronze: 90-95% Kupfer (Cu), 5-10% Aluminium (Al), Mangan (Mn) in Spuren. Bronzital oder Aluminium-Nickelbronze: 92-93% Cu, 2-6% Al, 2-6% Nickel (Ni). Bronze: 94-98% Cu, 0,5-5% Zinn (Sn) und /oder Zink (Zn), manchmal etwas Nickel statt Zinn (Isle of Man: 0,5% Ni). Glockenbronze enthält weniger Cu und mehr Zn (meist über 20%). Kupfernickel: 75-84% Cu, 16-25% Ni, in der Regel: 75% C...
Kupfermünzen
Der Ausdruck hat sich nicht nur für Münzen aus reinem Kupfer eingebürgert, sondern auch für Münzen aus Legierungen, deren Hauptbestandteil Kupfer ist. Die gewünschte Härte und Abriebfestigkeit von Münzen wird durch Kupfer in Verbindung mit anderen Stoffen erreicht. Kupfer wurde in der Antike in Verbindung mit Zinn, manchmal auch mit dem billigeren Blei gestreckt, zur Herstellung von Bronze verwendet, z.B. beim Aes grave der Römer und den Käschmünzen im alten China. Die Dupondien und S...
Kupferstifte
Bezeichnung der ca. 2 mm dicken Kupferdrähte, die in Zinnmedaillen des 17. und 18. Jh.s eingesetzt wurden. Die Zinnmedaillen sind an der dunklen Färbung der Kupferstifte zu erkennen.
Zinn-Medaille 1780 mit Kupferstift unterhalb des Brustbildes
Kurantdukat
Dänische Goldmünze im Wert von 2 Rigsdaler Kurant, die Frederik IV. (1699-1730) während des Nordischen Kriegs (1700-1721) in den Jahren 1714-1716 prägen ließ. Das Münzbild zeigt auf der Vs. die Büste des Königs, auf der Rs. die Krone. Der Feingehalt (875/1000) und das Feingewicht (ca. 2,51 g) der Kurantdukaten erreichten nicht die Werte der üblichen Handelsdukaten. Nach dem Krieg wurden sie abgewertet und 1757 eingezogen. Zwischen 1757 und 1765 lie&s...
Kurantmark
Hauptrechnungsmünze zu 16 Schillingen im hamburgischen Münzfuß, der 1726 zu 34 Kurantmark auf die feine Gewichtsmark (233,855 g) entsprechend einem 11 1/3-Taler-Fuß in Hamburg eingeführt wurde. Mit dem Anschluss Lübecks 1727/28 und Mecklenburg-Schwerins 1763 bildete sie die grundlegende Rechnungseinheit im hamburgisch-lübischen Währungsgebiet bis zur Ablösung durch die Reichsmünzreform 1871. Die Kurantmark wurde in Hamburg allerdings seltener a...
Kurantmünzen
Kurantmünzen sind ein faszinierendes Kapitel der Münz- und Wirtschaftsgeschichte. Diese besonderen Zahlungsmittel spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung unseres Geldsystems und sind heute begehrte Sammlerobjekte.
Was sind Kurantmünzen?
Kurantmünzen sind Münzen, deren Metallwert ihrem aufgeprägten Nennwert entspricht. Anders ausgedrückt: Der Wert des in der Münze enthaltenen Edelmetalls ist gleich dem Wert, den die Münze als Zahlungsmittel hat. Kurantmünzen waren ein gesetzlich...
Kurfürst
Zur Wahl des Königs im Römisch-Deutschen Reich berechtigter Fürst, lat. Elector genannt. Der Ausdruck Kurfürst leitet sich vom ahd. "Churi" (Wahl) ab. Nach dem Sachsenspiegel um 1250 waren dies die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln, ferner der Pfalzgraf bei Rhein, der Herzog von Sachsen, der Markgraf von Brandenburg, kurze Zeit später auch der König von Böhmen. Durch die Goldene Bulle von 1356 wurden diese sieben Kurfürsten sowie deren Rechte zur Prägung von Goldgulden bestätigt....
Kurhut
Rote Samtmütze, deren Krempe mit rotem Hermelin besetzt ist. Der Kurhut erscheint auch auf Münzen seit dem 17. Jh.
Kurrheinischer Kreis
Zum kurrheinischen Reichskreis (gemäß der Reichseinteilung von Worms 1521) zählen die Münzprägungen der Erzbistümer (und Kurfürsten von) Köln (1508-1777), Mainz (1489-1802) und Trier (1503-1794) sowie des Kurfürstentums Pfalz (1505-1802), allesamt bedeutende Münzstände. Sie bildeten mit dem Rheinischen Münzverein einen der wichtigsten Münzbündnisse des alten Deutsch-Römischen Reichs. Das Erzbistum Mainz, die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die Grafschaft Nassau-Saarbrücken und d...
Kursmünze
Im Gegensatz zu Sonderprägungen werden die Kursmünzen speziell für den Zahlungsverkehr ausgegeben. Sie sind über Jahre hinweg meist mit demselben Münzbild im Umlauf.
Kurush
1. Auch Ghurush, ist vom die vom lat. "Grossus" (ital. Grosso) abgeleitete türkische Bezeichnung des Piasters. Die Bezeichnung ist schon in einer osmanischen Urkunde von Bajezid I. 1393 erwähnt, wobei hier eine fremde (ausländische) Währung gemeint ist. Im 17. Jh. erfreuten sich im Osmanischen Reich neben dem niederländischen Löwentaler ("Abu Kelb" genannt) auch der deutsche Reichstaler - "Rial Kurush" oder "Kara Kurush" genannt - großer Beliebtheit. In der Z...
Kusstaler
Medaille, deren Prägung Herzog Johann Casimir von Sachsen-Gotha im ausgehenden 16. Jh. veranlasst haben soll. Er soll damit seine geschiedene Gattin verspottet haben, die ihn angeblich betrogen hatte und daraufhin geschieden und ins Kloster verbannt wurde. Die Vs. zeigt ein sich küssendes Paar mit der Umschrift: "Wie küssen sich die zwei so fein"; die Rs. eine Nonne mit der Umschrift: "Werküßt mich armes Nünnelein ?"
Kwacha
Währungseinheit in Sambia seit 1971. 1 Kwacha (Morgendämmerung, Freiheit) = 100 Ngwee. Im Nachbarland Malawi ist der Malawi-Kwacha zu 100 Tambala (Hahn) Währungseinheit.
Kwanza
Währungseinheit der seit dem 11. November 1975 unabhängigen Volksrepublik Angola. 100 Lwei = 1 Kwanza.
Kwartnik
Polnischer Halbgroschen, den Kasimir der Große (1333-1370) Mitte des 14. Jh.s einführen ließ. Die Münze zeigt auf der Vs. den König sitzend mit Zepter, auf der Rs. den polnischen Adler. Sie stellte bis ins erste Viertel des 15. Jh.s die Hauptumlaufmünze in Polen dar.
Kyrillische Datierung
Die kyrillische Datierung mittels kyrillischer Buchstaben, die für Zahlen stehen, findet sich bis zum beginnenden 18. Jh. auf russischen Münzen. Dabei gilt folgender Schlüssel:
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
usw.
20
30
40
50
60
70
80
90
100
101
111
121
usw.
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
1001
2000
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Kyzikener
Die wohl wichtigsten Münzen aus Elektron in der antiken Welt, benannt nach dem Prägeort Kyzikos (heute Balkiz/Türkei) im nördlichen Kleinasien (Mysien), auf einer kleinen Halbinsel am Südufer des Marmarameeres gelegen. Im Hafen der bedeutenden Handelsstadt wurde vor allem Getreide aus Südrussland umgeschlagen. Der Handel wurde mit den Elektronmünzen abgewickelt, wie die häufigen Funde von Kyzikenern im südlichen Balkan und Russland zeigen. Als Mitglied des 1. und 2. Attischen Seebundes ...