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Maiorina

Kaiser Constans (333-350 v. Chr.), der jüngste Sohn Konstantin des Großen, führte im Rahmen der Münzreform von 346 v. Chr. eine neue Bronzemünze ein, die den Follis zunächst ersetzte. Die Münze war nur noch schwach mit Silber legiert, schwankte im Gewicht zwischen 3,5 und 7,5 g und hatte einen Durchmesser von 20 bis 24 mm. Die Maiorina wird in der numismatischen Literatur auch oft mit AE und Angabe des Durchmessers, manchmal auch als doppelte Centenionalis bezeichnet. Die Benennung der Münzen durch die Römer selbst ist ungesichert, die Bezeichnung Maiorina bezieht sich nur auf einen Hinweis aus dem Edikt von 356 v. Chr. Cod. Theod. IX 23, 1, § 3. Darin handelt es sich um das Verbot von Transporten der Geldsorten "maiorinas vel centenionalis appellant" (dt.: Maiorina oder Centenionalis genannt). 
Die Unterscheidung zwischen Centenionalis und Maiorina hat sich in der Numismatik weitgehend durchgesetzt. Die Maiorina hielt sich allerdings nur 10 Jahre lang, dann wurde sie zur Centenionalis reduziert und zeigt ebenso wie diese auf der Rs. häufig die Umschrift FEL TEMP REPARATIO (Auf die Wiederherstellung glücklicher Zeiten). Als Doppel-Maiorina werden Stücke im Durchmesser von 25 bis 28 mm bezeichnet, die Rebellenkaiser Magnentius (350-353) um 351 v. Chr. einführte. Unter dem Rebellenkaiser erschien auf der Rs. von Maiorina und Doppel-Maiorina das Christogramm erstmals als alleiniges Symbol auf einer Umlaufmünze. Die Münzen Magnentius und seines Bruders Decentius (351-353) stammen aus den Münzstätten Lyon (lat. Lugdunum), Trier (Treveri), Arles (Arelate) und Amiens (Ambanium), letztere arbeitete wohl nur in den drei Jahren, in denen die beiden Rebellen den gallischen Teil des römischen Imperiums beherrschen konnten.

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