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Madonnentaler

Sammlerbezeichnung für Talermünzen, die auf dem Münzbild als Motiv die Mutter Gottes zeigen. Die Heilige wird am häufigsten als Madonna mit Kind, sitzend und thronend, manchmal auch als Immaculata dargestellt. Als Schutzheilige findet sich die Madonna auf ungarischen (Patrona Hungariae), bayerischen (Patrona Bavariae) und oberitalienischen (Genua und Bologna, siehe Madonnina) Münzen. Die Talermünzen deutscher Münzstände fanden - im Zeichen der Gegenreformation - vor allem im Barock (17. Jh. bis in die Mitte des 18. Jh.) weite Verbreitung. Die Kirchenfürsten der Bistümer Essen, Würzburg Bamberg, der Deutsche Orden und die Führer der katholischen Liga ließen Madonnentaler prägen. Die meisten deutschen Madonnentaler stammen von den bayerischen Kurfürsten und Königen vom 16. bis ins 19. Jh., vor allem von Maximilian Joseph (1745-1777) und Karl Theodor (1777-1799). Sie waren auch als Amulettmünzen und zu Schmuckzwecken sehr geschätzt.

Ungarn, Halber Madonnentaler 1789

Ungarn, Halber Madonnentaler 1789