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B 304 Beiträge in dieser Lexikon Kategorie

B

1. Zeichen für verschiedene Münzstätten: Barcelona bis 1858 (neben BA ), Bayreuth (1796-1804) auf Münzen von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, Bern (1798-1802) auf Schweizer Münzen, Bologna auf...

Die Spatenmünzen Chinas werden in der chinesischen Literatur Bù genannt. Das spatenförmige Geld lief im Norden und Westen Chinas zwischen dem 11./12. Jh. v. Chr. und dem 3. Jh. v. Chr. um. In...

BA

Münzzeichen der Münzstätte Basel und zeitweise auch für Barcelona und Buenos Aires (neben dem Münzbuchstaben   B ).

Baal

Semitische Gottheit, die von den Griechen mit Zeus gleichgesetzt wurde.

Babelon, Ernest

Französischer Numismatiker und Archäologe, Direktor des Pariser Münzkabinetts der Bibliothèque Nationale. Der Spezialist der Antiken Numismatik ist vor allem durch sein...

Bac

Silberbarrennominale der bis ins 18. Jh. hineinreichenden Barrenwährung in Mittelvietnam. Die Barren haben brotähnliche Form mit aufgestempelter Gewichtsangabe auf den schmalen Seiten....

Bacchus

Römischer Gott des Weines, entspricht dem griechischen Gott   Dionysos .    Silbermedaille um 1820 mit Büste des Baccus und Weinmotiven

Badehosentaler

Sammlerbezeichnung für eine Nassauer Talermünze aus dem Jahr 1681. Die Gestaltung der Münzvorderseite zeigt das Bild der fünf Fürstenbrüder von Nassau in...

Bag marks

Englische Bezeichnung für Münzbeschädigungen, wie sie bei der automatisierten Entnahme nach der Prägung entstehen, beispielsweise beim Fallen der Münzen in Kästen...

Bagarone

Bezeichnung des Halbstücks des Bolognino piccolo . Der kupferne Bagarone wurde in Bologna, Ferrara, Modena und anderen italienischen Münzstätten vom 15. bis ins 18. Jh. geprägt.

Bagattino

In Italien im Spätmittelalter gebräuchliche Bezeichnung des Piccolo , des leichten Silber-Denars, der in den oberitalienischen Städten später in Billon und schließlich in Kupfer geprägt wurde....

Bäggeli-Angster

Volkstümlicher Name für die in der Stadt Luzern im 16./17. Jh. geprägten   Angster . Die deutliche Darstellung der dicken Bäckchen (Bäggeli) des heiligen Leodegar,...

Bagi

Halsketten aus roten Muschelscheibchen, Perlen, weißen und andersfarbigen Muschelscheibchensträngen aus Ovula- und Kaurischneckengehäusen, Austernschalen und Bananensamen. Zusammen mit den Mwali...

Bahagani

Bezeichnung mittelalterlicher Kupfermünzen aus dem Gebiet des indischen Kaschmir im Wert von 8 Shahi.

Bahar Azadi

Die Goldmünze der Islamischen Republik Iran trägt seit 1979 den Namen Bahar Azadi (Frühling der Freiheit). Ihr Gewicht entspricht ihrem Vorläufer(   Pahlewi ), der Typ...

Baht

Währungseinheit im Königreich Siam (seit 1939 Thailand genannt). Der Baht stellt praktisch die im Gewicht entsprechende Münzbezeichnung zum alten   Tikal im Gewicht von 15,4...

Baiarda

Bezeichnung der im 16. Jh. geprägten Billonmünze in der italienischen Grafschaft Modena. Sie entspricht der   Moraglia (oder Muragliola) genannten Billonmünze zu 2 bzw. 3...

Baiocchella

Päpstliche Billonmünze aus der zweiten Hälfte des 16. Jh.s. Sie wurde wegen ihrer vielen Nachahmungen und Fälschungen 1592 abgeschafft und durch den kupfernen Quattrino ersetzt.

Baiocco

Ursprünglich das kleinste Silbernominal des Kirchenstaates, das 1464 den Bolognino Romano ablöste. Die Baiocchi liefen seit der Mitte des 16. Jh.s als Billonmünze um, bis sie ab 1725 in Kupfer...

Baioccone

Bezeichnung des kupfernen 5-Baiocco-Stücks zur Zeit des Papstes Pius IX. (1846-1878).

Baisa

Auch Beiza, ist die Währungseinheit des Sultanats Oman. In der Währungsreform vom 7.5.1970 wurde im Sultanat Maskat und Oman, 1971 in Oman umbenannt, der Rial Saidi auf 1000 (Neue) Baisa...

Baisse

Anhaltender allgemeiner Kursrückgang, das Sinken von Wertpapieren und Preisen, im Gegensatz zuHausse. Der Ausdruck ist an der Börse gebräuchlich.

Bajoire

Bezeichnung der einander zugewandten Porträts von Mann und Frau, vom franz. baiser (Kuss) abgeleitet. Die berühmtesten und vielleicht auch frühesten Vis-à-vis-Porträts...

Balance Half Merk

Schottische Silbermünze aus den Jahren 1591 und 1592 im Wert von 6 Shillings und 8 Pence. Die Benennung geht auf das Münzbild der Rs. zurück, das eine Waage mit einem Schwert zeigt....

Balancier

Französische Bezeichnung für das   Spindelprägewerk .

Balastraca

Brasilianischer Peso aus der Zeit des Kriegs mit Paraguay (1866-1869). Durch die Überstempelung mit der Wertzahl 400 wurde die Münze aufgewertet. Sein Halbstück wurde ebenfalls von...

Balboa

Währungseinheit von Panama, nach dem spanischen Konquistador Vasco Nuñes de Balboa benannt (1475-1517). Er erreichte als erster Europäer über die Landenge von Darien den Pazifik...

Baldwin & Co.

Baldwin und seine Partner unterhielten 1850/51 in San Francisco eine Privatmünzanstalt, in der kalifornisches Gold zu 5-, 10- und 20-Dollar-Stücken vermünzt wurde. Die Stücke...

Ballonmedaillen

Medaillen auf Ballone, Schauflüge und Luftschiffer, die eine bedeutende Gruppe innerhalb der Luftfahrtmedaillen bilden. Bronze-Medaille 1783 auf den ersten Aufstieg einesWasserstoffballons

Bambus-Dollar

Sammlerbezeichnung für ein sehr seltenes 1-Dollar-Stück aus der Provinz Kweichow (Republik China). Es handelt sich sehr wahrscheinlich um eine Versuchsprägung aus dem Jahr 1949. Die...

Bambusstäbchengeld

Chinesisches Bankgeld aus ca. 4-15 cm langen, fein geglätteten Bambusstäbchen, das um 1875 und noch einmal vor und während der Weltkriege ausgegeben wurde. Auf Chinesisch heißen sie „Dai yong bi“,...

Ban

1. Bezeichnung für japanische Goldmünzen mit flach-ovalem Aussehen, die zwischen dem ausgehenden 16. Jh. bis zum Beginn der Meiji-Ära (1867) ausgegeben wurden. Die großen Stücke zu 10 Rio...

Banaldenare

Sammelbezeichnung für mittelalterliche ungarische Handelsmünzen, die unter Aufsicht des jeweiligen Banus (daher ihr Name) von Slowenien seit der Mitte des 13. Jh.s etwa 100 Jahre lang...

Banco

Zusatz auf kleinen schwedischen Kupfermünzen der Bancosedlar-Währung von 1835, bis zur Einführung des Dezimalsystems 1855. Der Zusatz diente zur Unterscheidung der Scheidemünzen der...

Bancomark

Bankomark

Bancopfund

Bankopfund

Bancotaler

Bankotaler

Bank Tokens

Englische und irische Notmünzen von 1804 bis 1818 zur Behebung des Münzmangels( Bankdollar ). Diese Silbermünzen wurden in England in Nominalen zu 3 Shillings und 18 Pence, in Irland zu 30, 10...

Bankdollar

Notmünze in England im beginnenden 19. Jh. Wegen zu hoher Kosten vernachlässigte England im ausgehenden 18. Jh. die Prägung von Silbermünzen, sodass es zur Münzknappheit...

Bankfrisch

Erhaltungsgrad moderner Münzen, die noch nicht in Umlauf waren und vollen Stempelglanz aufweisen müssen. Diese unzirkulierten Münzen dürfen nur kleine Beschädigungen zeigen, die vom Prägen,...

Banking-Theorie

Eine Geldtheorie, die um die Mitte des 19. Jh.s aus der kritischen Auseinandersetzung mit der   Currency-Theorie in England entwickelt wurde. Die Banking-Theorie geht nicht davon aus, dass...

Banknote

Geldschein, der als unbeschränktes gesetzliches Zahlungsmittel gilt. Das Papiergeld wird von einer vom Staat privilegierten Notenbank herausgegeben. Zunächst durfte das Papiergeld nur...

Bankomark

Rechnungseinheit der Hamburger Bank, die von 1619 bis 1770 nur Speciestaler für die Giroeinlagen zuließ. Sie berechnete den vollwertigen Reichstaler mit 3 Bankomark, wobei 27 Bankomark also...

Bankopfund

Rechnungseinheit der preußischen Königlichen Giro- und Lehnbank, die Friedrich der Große 1765 in Berlin nach dem Vorbild der Hamburger Bank gründete. Ein Jahr nach der Gründung gab der König der...

Bankotaler

Zunächst Einlagemünze der Banken, entstanden durch den Umstand, dass die 1619 gegründete Hamburger Bank den nicht mehr ganz vollwertigen deutschen Reichstaler zum selben Kurs berechnete wie den...

Bankozettel

Österreichisches Papiergeld, von der Wiener Stadt Banco in den Jahren 1762, 1771, 1784, 1796, 1801 und 1806 in Nennwerten zwischen 5 und 1000 Gulden herausgegeben. Zunächst waren die...

Bankportugaleser

Gedenkmünze von 1667 aus Anlass der Errichtung der Hamburger Bank. Die Münze war der portugiesischen Goldmünze (Portuguez) nachgebildet. Die später in Norddeutschland...

Banovac

Bezeichnung der im 13./14. Jh. im Banat und in Slowenien (damals ungarisches Lehensgebiet) geschlagenen Silberpfennige. In zeitgenössischen Dokumenten werden die Banovci lat. als "Denarii...

Banu

Die rumänische Währungseinheit (   Leu ) wird in 100 Bani unterteilt. Die Bezeichnung Banu wurde nur auf die ersten Ausgaben des 1-Ban-Stücks 1867 geprägt. Die Ausgaben...

Bar Cent

Auch Bar Copper, bezeichnet eine Kupfermünze, die zuerst etwa im November 1795 in New York umlief. Herkunft und Prägedatum sind ungewiss, möglicherweise handelt es sich um Proben...

Barbarina

Bezeichnung oberitalienischer Münzen zu 10 Soldi, die Mitte des 16. Jh.s in der Münzstätte Mantua geprägt wurden. Der Name leitet sich von der Darstellung der heiligen Barbara...

Barbarische Nachprägungen

Sammelbegriff für nachgeahmte Münzen, deren Bilder und Beschriftungen als "verwildert" angesehen werden. Das kann bedeuten, dass die Schrift der nachgeahmten Münzen nur in kleinen Details...

Barber-Typen

Nach dem Chefgraveur Charles E. Barber benannte Typen des   Dime (10-Cent),Quarter (1/4-Dollar) und Half (1/2-Dollar), die zwischen 1892 und 1915/16 ausgegeben wurden. Am 28. September...

Barbonaccio

Volkstümliche Bezeichnung des 1806 auf 6 Soldi gesunkenen toskanischen   Barbone , einer toskanischen Münze, die auf die Hälfte ihres ursprünglichen Werts gesunken war....

Barbone

Toskanische Groschenmünze zu 12 Soldi, die seit der Mitte des 15. Jh. in Lucca geprägt wurde. Den Namen Barbone (Bartträger) erhielt die Silbermünze nach der bärtigen...

Barbuda

Portugiesische Silbermünze zu 3 Dinheiros, unter Ferdinand I. (1367-1383) geprägt. Die Vs. zeigt das Profil des behelmten Kopfes des Königs mit offenem Visier, die Rs. Schild...

Barduleck, Max

Deutscher Medailleur, Münzgraveur und Stempelschneider, der zwischen 1865 und 1911 in Kursachsen arbeitete. Bis 1887 war er an der Münzstätte Dresden und - nach deren...

Bärenklauengroschen

Bezeichnung der Kippermünzen (Groschen) des Herzogs Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, die auf den Vs.n die Bärenklauen des Wappens der Grafschaft Hoya tragen.

Bärentaler

Zeitgenössische Bezeichnung für Talermünzen der Stadt St. Gallen aus dem 17. und 18. Jh., die nach dem Münzbild - einem Bären im Wappen - benannt wurden.

Bargeld

Bezeichnung von gesetzlichen Zahlungsmitteln in Zirkulationsform. Zur Zeit der Metallwährung wurde in Form klingender Münze, mit der Einführung der Banknoten als gesetzliche...

Barinha

Notgeld von Portugiesisch-Mosambik, nach seinem rechteckig-barrenförmigen Aussehen benannt: Die goldene Barhina von 1835 im Wert von 400 Reis trug eingepunzt ein "M" im Perlkreis und die...

Barock

Bezeichnung des Kunststils und der Epoche (etwa zwischen 1600 und 1730). Das Zeitalter des Barock folgte auf die Renaissance und wurde vom Rokoko abgelöst. Der Begriff Barock ist vermutlich...

Barre

Französische Stempelschneider- und Medailleurs-Familie, die an der Pariser Münze tätig waren. Der bedeutendste ist Jean-Jacques Barre (1793-1855), der im Jahr 1843 den Posten eines "Graveur...

Barren

In verschiedene Formen gegossene Metalle zu Tausch- und Zahlungszwecken von vorgeschichtlicher Zeit bis in die Neuzeit. Schon im 2. Jahrtausend v.Chr. finden sich doppelbeilförmige Kupferbarren,...

Bartgroschen

Volkstümliche Bezeichnung für einen sächsischen Groschentyp, der 1492 und 1493 in Schneeberg und Zwickau geprägt wurde. Die Münze ist nach der Darstellung der Vorderseite...

Bärtichter Groschen

Beiname des sächsischen Judenkopfgroschens aus der Mitte des 15. Jh.s im Wert von 9 Pfennigen oder 18 Hellern. Der Name leitet sich von der Darstellung des bärtigen Kopfes als Helmschmuck ab.

Bartkopeken

Volkstümliche Bezeichnung, die sich eingebürgert hat und noch heute von Sammlern verwendet wird. Eine missverständliche Bezeichnung, denn es handelt sich nicht um Kopeken...

Bartzeichen

Kupfermarken, die 1698, 1699, 1705, 1724 und 1725 als Zeichen für die Bezahlung der Bartsteuer geprägt wurden und oft irrtümlich als Bartkopeken bezeichnet werden. Damals war Peter...

Baselstab

Das Wappenbild von Basel, das sich aus dem Bischofsstab entwickelte. Der kurze Stab ist ungewöhnlich geformt und lässt sich in einen unteren und einen oberen Teil gliedern. Das untere...

Basilikon

Zeitgenössische Bezeichnung der byzantinischen Silbermünze im Wert von 1/12 Hyperpyron, zu Beginn des 14. Jh.s zur Bezahlung katalanischer Söldner geprägt. Der Name leitet sich...

Basilisk

Antikes Fabeltier, ein Mischwesen zwischen Drachen und Hahn. Das Wort leitet sich vom griech. Wort für kleiner König ab. Der Basilisk ist als Schildhalter des Wappens ( Baselstab ) auf Baseler...

Bastardfaden

  Beizeichen

Battezone

Volkstümliche Bezeichnung für eine florentinische Groschenmünze aus dem beginnenden 16. Jh. Der Name leitet sich von "battista" (Täufer) ab, nach der Darstellung Johannes des...

Batzen

Schweizerische, süddeutsche und oberitalienische Silbermünzen zu 4 Kreuzern, die Ende des 15. Jahrhunderts eingeführt wurden, als die Groschen in der Schweiz und Süddeutschland knapp geworden...

Baudekin

Im weiteren Sinn Bezeichnung der spätmittelalterlichen kleinen Groschenwerte (Doppelsterling), die in den Niederlanden noch vor den Nachprägungen des französischen   Gros...

Bauerngroschen

Volkstümliche Bezeichnung für Groschenmünzen der Stadt Goslar zu 12 Goslarer Pfennigen, die von 1477 bis ins 16 Jh. geprägt wurden. Der Name leitet sich von der schlechten...

Bauerntaler

Keine Münze, sondern eine Marke zur Einladung der Bauern zu Versammlungen in den ländlichen Gebieten Westfalens. Der Gemeindevorsteher (Burrichter) verteilte je eine Marke an zwei...

Bauschen

Kupfermünze der Reichsstadt Aachen im 17. und 18. Jh. Das 4-Heller-Stück wurde ab 1604, das 3-Bauschen-Stück zu 12 Hellern in sehr großen Mengen in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s geprägt.

Bawbee

Schottische Kleinmünze aus Billon von König James V. (1513-1543) eingeführt. Das Gepräge zeigt avers einen Distelkopf, auf der Rs. ein Andreaskreuz und wurde unter Maria Stuart...

Bay-Münzen

Auch Boston-Münzen, sind ursprüngliche Bezeichnungen der in der Stadt Boston (New England) 1652 ausgebrachten Münzserie zu 3, 6 und 12 Pence. Die Benennung ist von der Bezeichnung der Meeresbucht...

Bayrischer Kreis

Zu den Münzständen des Bayrischen Reichskreises im Römisch-Deutschen Reich zählen das Herzogtum (Kurfürstentum) Bayern (Münzprägungen von 1506 bis 1805), die Pfalzgrafschaften Oberpfalz...

Bazarucco

Portugiesische Kolonialmünze im ostindischen Goa und Diu zwischen dem 16. und 19. Jh. Die Kleinmünze wurde aus einer Kupfer-Zinn-Legierung mit Bleibeigabe ausgemünzt. Seit 1700...

BB

1. Münzzeichen der Münzstätte Straßburg von 1697 bis zur Schließung der städtischen Münze 1870. 2. Abkürzung für den  Erhaltungsgrad bellissimo ("sehr schön") in Italien.

BC

Abkürzung für die spanische Bezeichnung des  Erhaltungsgrades "schön" (bien conservada) in den spanisch sprachigen Münzkatalogen.

Beau

Französische Bezeichnung für den  Erhaltungsgrad „schön“ einer Münze, in Münzkatalogen meist mit B abgekürzt.

Bechot, Marc

Französischer Stempelschneider, der 1547 mit dem Posten eines "Graveur général" betraut wurde, der die Aufsicht über die Herstellung der Münzstempel vorsah. Die...

Bechtler

Die deutschstämmigen Metallurgen und Mechaniker August und Christopher Bechtler zählen zu den Pionieren der Territorialgoldmünzung(   Territorial Gold ) in den USA. Ihre...

Becker´sche Fälschungen

Große Anzahl von Fälschungen und Phantasieprägungen des zugleich größten und genialsten Münzfälschers Carl Wilhelm Becker (1772-1830). Er brachte sich die Stempelschneidekunst autodidaktisch bei...

Begräbnismünzen

  Sterbemünzen

Beichlingtaler

Spezieller Typ des Bankotalers aus dem Jahr 1702, der einen politischen Skandal auslöste. Normalerweise zeigten die Prägungen des polnisch-sächsischen Bankotalers im Jahr 1702 auf ihrer...

Beichttaler

Breite Schaumünzen aus dem Jahr 1663 zu 4, 1 1/2 und 1 Taler, die der sächsische Kurfürst Georg II. (1656-1680) vermutlich als Beichtgeld - das ist die Abgabe des Beichtenden an den...

Beiersgulden

Auch Beyers- oder Jansgulden ist die niederländische Bezeichnung für die unter Johann von Bayern (Jan van Beieren, 1420-1425), dem Regenten von Holland geschlagenen   Goldgulden...

Beilgeld

Vormünzliches axt- und beilförmiges Zahlungsmittel, das zum   Gerätegeld zählt. Äxte und Beile waren ursprünglich multifunktionale Arbeitsgeräte und...

Beiname

Seit Alexander dem Großen (356-323 v.Chr.) legten sich die hellenistischen und später auch die römischen Herrscher Beinamen zu, die in der Regel in abgekürzter Form auf...

Beischlag

Nachprägung einer verbreiteten Münze durch einen anderen Münzherrn. Die Nachahmungen imitierten nur selten detailgenau ihre Vorbilder. Meist wurden absichtlich ein paar Kleinigkeiten verändert, um...

Beischrift

Schriftliche Beifügung auf Münzen, die sich auf das Münzbild beziehen. Dabei kann es sich um ein Wort handeln, das die Darstellung auf der Münze einfach benennt, z.B. "Apollo"...

Beiwähr

Bezeichnung der minderwertigen Währung, die im Rahmen der Doppelwährung in Sachsen und Thüringen in der Mitte des 15. Jh.s galt. Nach der Münzordnung 1444 wurden die minderwertigen  ...

Beiza

  Baisa

Beizeichen

Bilder, Buchstaben oder sonstige kleine Zeichen, die auf Münzen häufig wechseln. Der Begriff ist der mittelalterlichen Heraldik entlehnt und bezeichnet die kleinen Zeichen im Wappen, die eine...

Beizen

Chemisches Verfahren zu Beseitigung von Münzbeschädigungen, die durch Oxidation bei der Herstellung von Münzen entstehen. Das Beizen ist eine Fortentwicklung des  ...

Belagerungsmünzen

Sammelbezeichnung für Notmünzen in belagerten Städten und Festungen zur Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs und zur Bezahlung der Soldaten. Diese Münzen wurden meist in Klippenform ( Klippen...

Belga

Bezeichnung auf einigen Münzen für das belgische 5-Francs-Stück.

Belli, Valeriano

Berühmter Gemmenschneider der Renaissance, der auch Stempel für Münzen und Medaillen schnitt, nach eigenem Zeugnis über 150 Stück. Unter den Päpsten Clemens VII....

Bellissimo

Italienische Bezeichnung für den Erhaltungsgrad „sehr schön“ einer Münze, meist mit BB abgekürzt.

Bello

Italienische Bezeichnung für den Erhaltungsgrad „schön“, in italienischen Münzkatalogen mit B abgekürzt.

Bellona

Römische Kriegsgöttin, deren Kopf auf frühen Bronzemünzen der Römischen Republik auf der Uncia und der seltenen Quartuncia erscheint.

Belohnungsmedaillen

Sammelbezeichnung für Prämien- ,   Preis- , Schulprämien- und Verdienstmedaillen .

Benediktuspfennige

Keine Münzen, sondern Wallfahrtspfennige , Weihe- und Amulettmünzen , die auf ihren Geprägen den heiligen Benedikt von Nursia (480-503) zeigen. Dieser wird meist mit erhobenem Kreuz auf der...

Benehmschere

Sehr starke Stückelungsschere zum Ausschneiden der Metallplatten ( Schrötlingen ) aus Metallstreifen ( Zainen ). Die Benehmschere hielt sich an einigen Münzstätten bis in das 18. Jh., trotz der...

Benutzerhinweise

Benutzerhinweise Die Reihenfolge der Stichwörter richtet sich streng nach dem ASCII-Code, der für elektronische Datenträger international gebräuchlich ist. Durch...

Bergeron‚ Etienne

Einer der ersten Münzmeister, der sich in Frankreich mit dem damals neuartigen Balanciers( Spindelprägewerk ) beschäftigte. Bereits in Troyes (1550-1553) arbeitete er erfolgreich mit dem...

Bergischer Kassentaler

Geringhaltige Talermünze, die 1802-1807 von Kurfürst Maximilian Joseph von Bayern und seinem Nachfolger Joachim von Murat, dem Erzherzog von Berg, in Düsseldorf im Wert von 21...

Bergsegentaler

Sammelbezeichnung für alle Ausbeutemünzen , die mit dem Silber einer Region, nicht aus einer bestimmten Grube, geprägt wurden und deren Münzbeschriftung auf die betreffende Region hinweist.

Bergwerksmünzen

Ausbeutemünzen

Berieben

Zusätzliche Bezeichnung bei der Beschreibung von  Erhaltungsgraden von Münzen. Oft wird der Zusatz „berieben“ oder „leicht berieben“ bei den Erhaltungen „polierte Platte“ (PP) oder...

Berlinga

Volkstümlicher Name für die Lira im Mailand des 16. und 17. Jh.s. Der Name leitet sich möglicherweise vom italienischen Wort "berlingare" ab, was soviel wie "schmausen und dabei...

Berner

In der kaiserlichen Münzstätte Verona, althochdeutsch Bern (durch Konsonantenverschiebung), wurden im 11. und zu Beginn des 12. Jh.s kleine schüsselförmige Pfennige, lat....

Bernstein

Bernstein zählt zu den frühesten Zahlungsmitteln im Norden Europas. Es handelt sich um Versteinerungen aus dem Harz von Nadelhölzern, die schon vor 30 bis 50 Millionen Jahren abgestorben sind....

Bernwardsgroschen

Zwei Groschenmünzen der Stadt Hildesheim mit dem Hüftbild des heiligen Bernward auf ihrer Rückseite, der als Bischof von Hildesheim (993-1022) die Bernwardskunst begründete. Der kleine...

Bes

Sehr seltene AE-Münze der Republikzeit im Wert von 8 Unciae. Es ist nur eine einzige Ausmünzung (für C. Cassius), etwa um 115 v.Chr., bekannt. Ihre Vs. zeigt den Kopf des Bacchus...

Besa

Kleine Kupfermünze, die von 1909 bis 1924 in der Kolonie Italienisch-Somaliland geprägt wurde. Es gab Stücke zu 1, 2 und 4 Besa. 100 Bese galten 1 Rupie.

Besant blanc

Mittelalterliche Bezeichnung in Westeuropa für eine geringhaltige Goldmünze( Bézant ) aus dem Königreich Zypern. Der Legierung war so viel Silber beigemischt, dass die Münze eine weißliche...

Besatzungsgeld

Eingriffe in das Geldwesen eines besetzten Landes von Seiten der Besatzungsmacht waren nach der Haager Landkriegsordnung von 1899 nicht grundsätzlich verboten. Im 1. Weltkrieg gab das...

Beschickung

Im weiteren Sinn ein Ausdruck für die einzelnen metallischen Zusätze und die Brennstoffe in einem metallurgischen Ofen. Auch die gesamte Ofenfüllung wird so genannt. Im alten...

Beschneidung

1. Bis über das Mittelalter hinaus war das Beschneiden die gebräuchliche Methode der Justierung. In den Münzstätten wurden übergewichtige Münzen und Klippen so lange...

Beshlik

Name des türkischen 5-fachen   Kurush (5-Piaster-Stücks) im Wert von 200   Para . Der Name leitet sich aus dem türkischen Zahlwort besh (fünf) ab.

Beshparalik

Türkischer Name für das Stück zu 5   Para .

Bettlertaler

Talermünzen aus dem 16. und 17. Jh. mit dem Motiv des St. Martin, der mit einem Bettler seinen Mantel teilt. Nach der Darstellung des Bettlers wurden sie auch   Kröpeltaler...

Beutegroschen, -pfennige

Münzen aus dem 16. Jh., die aus erbeutetem Metall, z.B. aus Silbergeschirr oder Kanonen geschlagen worden sein sollen. Die berühmtesten Beutegroschen, die Kurfürst Johann Friedrich...

Bézant

Sammelbezeichnungen für die mittelalterlichen Goldmünzen des Byzantinischen Reiches und deren Nachahmungen, auch Besam, Bésant, Bisant und latinisiert Besantius, Byzantius...

Bezemstuiver

Volkstümliche Bezeichnung für den niederländischen   Stuiver aus dem 17./18. Jh. Seinen Namen erhielt er von der Rückseitendarstellung der sieben Pfeile, Symbol...

Bezzo

Selten geprägte venezianische Billonmünze zu einem halben Soldo. Nach Schrötter leitet sich der Name von dem illyrischen Wort Becs (Kleinmünze) ab. Der Bezzo wurde zuletzt unter dem Dogen...

Bezzone

Verkleinerungsform von   Bezzo , als Kupfermünze im Wert von 6 Bagattini seit 1626 in großen Mengen für die venezianischen Besitzungen in Dalmatien, Albanien, Kandia...

Bianchetto

Bezeichnung des in Savoyen und im Piemont von der Mitte des 14. bis in das 16. Jh. geprägten Denaro zu 1/12 Grosso. Die Münzbezeichnung hat sich aus dem Diminutiv (Verkleinerungsform)...

Bianco

Benennung italienischer Denari und Grossi verschiedener italienischer Staaten, die im 16. Jh. weite Verbreitung fanden. Die Bezeichnung leitet sich aus dem italienischen Wort bianco (weiß) ab und...

Bibersteiner

Pfennigmünzen der Stadt Görlitz aus der 2. Hälfte des 15. Jh.s. Sie wurden nach dem damaligen Bürgermeister der Stadt benannt.

Bicentennial-Rückseiten

Zur 200-Jahrfeier (Bicentennial) der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1976 schrieb das Schatzamt bereits im Oktober 1973 einen offenen Wettbewerb zur Gestaltung der...

Bielefelder Seidengeld

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im ostwestfälischen Bielefeld "Scheine" aus Seide in Papiergeldformat hergestellt, das zu den Städteausgaben des deutschen   Notgelds zählt....

Bien conservado

Spanische Bezeichnung für den Erhaltungsgrad „schön“, abgekürzt BC.

Biga

Lateinischer Name für einen antiken zweirädrigen Kampfwagen, der von zwei Pferden gezogen wurde. Das Zweigespann war ein sehr verbreitetes Motiv auf Denaren der frühen...

Bigatus

Sammelbegriff für die silbernen Denare der römischen Republik. Die Bezeichnung wurde ursprünglich wohl nur für Denare mit dem Motiv der   Biga (röm. Zweispänner) verwendet. Schon Tacitus...

Biglietti di credito

Bezeichnung der Einzahlungsquittungen (   Fedi dicredito ) im italienischen Genua des 17. Jh.s.

Billets de confiance

Kleingeldscheine, die während der Französischen Revolution von Städten und Privatleuten in Nominalen zu 5, 10, 15 und 20 Sous herausgegeben wurden. Sie dienten als Wechselgeld...

Billets des Receveurs Généraux

Schuldscheine des absolutistischen Staates Frankreich, die von den Generalsteuereinnehmern (Receveurs Généraux) ab 1710 ausgegeben wurden. Zu diesem Zweck wurde die Caisse Legendre...

Billets patriotiques

Französische Kleingeldscheine, die während des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 nach dem Vorbild der   Billets de confiance ausgegeben wurden.

Billon

Französische Bezeichnung für ungemünztes Edelmetall im Mittelalter. Im Englischen hat das Wort "bullion" bis heute diese Bedeutung bewahrt. Der Name leitet sich vermutlich aus dem...

Billon blanc

Französische Bezeichnung der vorrevolutionären Zeit für die Legierung hochwertiger   Billonmünzen , d.h. mit einem Silberanteil von ca. 50%. Zuweilen wurden aber auch...

Billonmünze

Münzen, die aus einer Kupfer-Silber-Legierung hergestellt wurden, deren Silberanteil bis zu maximal 50% (500/1000 fein), meist jedoch weniger betrug. Billonmünzen gab es schon seit der Antike, so...

Bimetallismus

  Doppelwährung

Binio

Bezeichnung für das Doppelstück des   Aureus . Die römische Goldmünze wurde in diesem Nominal nur sehr selten zur Zeit der Severer-Dynastie unter Caracalla, Julia Domna...

Binnengeld

Bezeichnung für unterwertige Scheidemünzen , die nur im Inland( Landmünzen ) oder in einer Stadt (Stadtgeld) zu ihrem Nennwert galten, außerhalb dieser Bereiche jedoch zu ihrem (geringeren)...

Bipkwele

Die Pluralform von   Ekwele , die zwischen 1980 und 1984 Münzeinheit der Republik Äquatorial-Guinea war.

Birkamünzen

Schwedisch Birkamynter, ist eine frühere Bezeichnung für   Hedeby-Münzen , da man irrtümlich glaubte, die ältesten skandinavischen Münzen wären in der...

Birok

Das von den Einheimischen im Süden Neu Irlands (Bismarck-Archipel) Birok genannte Zahlungsmittel wird aufgrund seiner Verwendung für den Kauf von Schweinen hierzulande in Sammlerkreisen...

Birr

Amharische Bezeichnung für die Währungseinheit Äthiopiens (früher Abessinien), die 1893 unter Kaiser Menelik II. auf der Basis des   Maria-Theresien-Talers (Talari)...

Bisant

  Bézant

Bissolo

Name eines Mailänder Denaro, der unter der Herrschaft der Visconti in der 2. Hälfte des 14. Jh.s im Wert von 1/18 Soldo eingeführt wurde. Das auf dem Münzbild dargestellte Wappentier der Visconti,...

Bissona

Mailänder Silbermünze, die unter der Herrschaft des französischen Königs Ludwig XII. (1500-1512) im Wert von 3 Soldi herausgegeben wurde. Der Name leitet sich von dem...

Bisti

Georgisches Münznominal, das zuletzt 1804-1833, schon unter Leitung zaristisch-russischer Münzmeister, in der Münzstätte Tiflis ausgeprägt wurde. 1 Bisti = 20 Fuli. Seit...

Bit

1. Singular (Einzahl) von   Bits . 2. Kleinste Unterteilung des Währungssystems in der Kolonie Dänisch-Westindien (St. Thomas und einige kleinere Inseln der Kleinen Antillen) im...

Bits

Bezeichnung für Ausstanzungen und Ausschnitte, die aus größeren Silbermünzen, meist spanisch-amerikanischen Pesos(   Cut money ), herausgetrennt wurden, um den...

Biunx

Selten ausgeprägtes 2-Uncia-Stück des altitalischen Aes grave nach dem Dezimalsystem , das also dem Sextans im Duodezimalsystem entsprach.

Black Dog

Englischsprachige Bezeichnung für eine geringhaltige Billonmünze zu zwei Sous der Kolonie Französisch-Guyana, die Ende des 18. Jh.s wegen Kleingeldknappheit auch in der Karibik (u.a....

Black Farthing

Zeitgenössische Bezeichnung für die älteste Kupfermünze Schottlands, die 1466 unter König Jakob (James) III. (1460-1488) eingeführt wurde. Ursprünglich galt sie...

Blacksmith-Halfcrown

Spöttische Bezeichnung (Hufschmied) für die grobschlächtigen Beischläge des englischen Halbkronen-Stücks, das die katholischen Aufständischen 1642/43 in Irland...

Blaffert

1. Bezeichnung norddeutscher und skandinavischer   Hohlpfennige aus dünnem Silberblech zu zwei Pfennigen, die zwischen dem 14. und 16. Jh. hergestellt wurden. Der Name leitet sich...

Blamüser

Neben "Blaumüser" oder "Blaue Mäuse" zeitgenössische spöttische Benennung für die seit 1527 in Nimwegen geprägten minderwertigen Halbstüber-Münzen. Im...

Blanc

Sammelbegriff für französische Münzen aus dem Spätmittelalter, die analog dem deutschen Albus oder der spanischen Blanca nach ihrer weißen (blanc) Farbe benannt sind. Die Farbe wurde durch...

Blanca

Spanische Entsprechung des französischen Blanc oder des deutschen Albus . Auch die spanischen Groschenmünzen wurden zwischen dem 14. und 16. Jh. unter fortlaufendem Wertverfall und bei...

Blanken

Spätmittelalterliche Groschenmünzen aus dem Rheinland, die 1469 in Deutz unter dem Kölner Erzbischof Ruprecht von der Pfalz (1463-1480) im Wert von 2 Weißpfennigen zum ersten Mal ausgeprägt...

Blasiustaler

Unterwertige Talermünzen, die seit 1725 in Ragusa (heute Dubrovnik) im Wert von 1 1/2 Siberdukaten oder 60 Grossetti in ungeheuren Mengen geprägt und hauptsächlich ins Osmanische...

Blasonierung

Beschreibung eines Wappens mittels heraldischer Fachbegriffe ( Heraldik ) nach genauen Regeln. Das Wort kommt vom französischen blasoner (dt.: ein Wappen erklären). In der Heraldik wurden die...

Blattgeld

Bezeichnung für gerundete, münzähnliche Metallscheibchen mit Silbergehalt aus dem Norden Thailands. Der Name entstand nach der Musterung auf der konvexen Seite, die Ähnlichkeit...

Blaue Gulden

Niederländisch "blauwe guldens", war eine zeitgenössische Bezeichnung für drei unterwertige Goldmünzen aus den Niederlanden. Der 16-karätige Goldgulden unter Herzog...

Blechmünzen

Veralteter Ausdruck für   Hohlpfennige ,   Hohlmünzen und   Brakteaten .

Blei

Das chemische Element (Pb) wurde sehr selten zur Herstellung von Münzen verwendet, weil es zu weich ist und an der Luft zerfällt. Als Bestandteil von Bronze kommt das Metall gelegentlich als...

Bleiabschlag

Die aus runden Bleistücken (Bleironden) hergestellten Abschläge wurden zu Prüfzwecken verwendet. Das weiche   Blei hatte den Vorteil, dass es die manchmal noch nicht...

Blindprägung

Numismatische Bezeichnung für die einseitige Beprägung einer Münze oder Medaille. Die unbeprägte Seite wird dann als blinde Seite bezeichnet.

Blob

Zeitgenössische Benennung der großen 5-Cents-Stücke, die in der britischen Kolonie Ceylon (heute Sri Lanka) zwischen 1870 und 1892 geprägt wurden. Die Vs. zeigt die Büste...

Blum, Johann

Deutscher Medailleur, der fast dreißig Jahre (1631-1660) in Bremen vorwiegend für die braunschweigischen und sächsischen Fürsten sowie das Haus Oranien arbeitete. Bekannt...

Blumengeld

Sammlerbezeichnung (engl. Flower money) für runde, dünne und silberne Gusskuchen in den Bergen Nordthailands und in den Grenzregionen von Birma. Ihr Oberseitenmuster erinnert an...

Blumentaler

1. Schweizerische Bezeichnung für den Taler aus der Stadt Zug von 1564. Die Münze ist nach der Darstellung auf der Rs. benannt, einer Blume (Rose) als Beizeichen zwischen den Beinen des...

Blutdollar

US-amerikanische Sammlerbezeichnung für die unter Landgraf Friedrich II. (1760-1787) in Hessen-Kassel geprägten Taler aus den Jahren 1776/78/79. Vermutlich wurde mit diesen Talern das...

Blutklippen

Schwedische Klippen (schwedisch: blodsklippingar) aus dem Jahr 1568 zu 8, 4, 2 und 1 Mark sowie 4 Öre (1/2 Mark), die Herzog Johann von Finnland (König Johann III. von 1569-1592) und...

Blutzger

Kleine schweizerische Landmünze, die im frühen 16. Jh. vom Bistum Chur eingeführt und von der Stadt Chur, den Freiherren von Haldenstein und Reichenau, dem Halbkanton Appenzell-Innerrhoden und dem...

Bluzger

  Blutzger

Bo(u)rdelois

Bezeichnung für den französischen Denier , der als Billonmünze von der Regierungszeit König Ludwigs XI. (1461-1483) bis zur Münzreform 1539 in Bordeaux (Muschel als Münzzeichen) geprägt wurde.

Böcke

Zeitgenössische Bezeichnung der schweizerischen Örtli oder Viertelgulden im 17. Jh. Der volkstümliche Name leitet sich von dem Wappentier Schaffhausens ab, einem Bock, der aus einem Tor springt....

Bocksmünzen

Süddeutsche Bezeichnung für die Prägungen der schweizerischen Stadt Schaffhausen, die mit der Darstellung des Wappentiers, des aus einem Tor springenden Bocks, versehen sind. Das...

Bodenseebrakteaten

Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Brakteaten des 12. und 13. Jh.s aus dem Bodenseeraum. Im Unterschied zu anderen im mittelalterlichen Deutschland umlaufenden Hohlpfennigen...

Bodle

Beiname des   Turner , einer schottischen Kleinmünze zu 2 Pence. Die Münze wurde zu Beginn des 17. Jh.s unter König Jakob VI. (in England Jakob I.) eingeführt, der in...

Bogenschützen

Bezeichnung der Griechen (griech. toxotai) für antike persische Goldmünzen ( Dareikos ) nach dem Münzbild eines Bogenschützen ( Knielauf-Figur ) auf den Vs.n.     Dareike...

Böhm

Name für das 3-Kreuzer-Stück, der wohl aus der Bezeichnung "böhmischer Groschen" herrührt, wie der   Prager Groschen im deutschsprachigen Raum auch genannt wurde. In...

Böhmisch

Seltsames kleines Münznominal der Abtei Fulda, das nur 1724 unter Fürstabt Konstantin von Buttlar (1714-1726) geprägt wurde. Es gab zwei Münzwerte, die beide auf den Vs.n ein...

Böhmischer Groschen

Der Prager Groschen wurde in Deutschland später als Böhmischer Groschen bezeichnet und hielt sich, als die Prägung der einflussreichen Münze aufgegeben worden war, noch lange Zeit als...

Boîte

Französische Bezeichnung für Büchse, Schachtel. In der französischen Numismatik entspricht die Bezeichnung "boîte" dem deutschen Ausdruck   Fahrbüchse , die...

Boletten

Das Wort ist vermutlich vom italienischen "bolla" = Siegel abgeleitet und geht auf das lateinische "bulla" zurück.   Polletter .

Bolivar

Währungseinheit Venezuelas seit 1879, nach Simón Bolívar (1783-1830) benannt, dem südamerikanischen Nationalhelden und Befreiungskämpfer gegen den spanischen...

Boliviano

Nach dem Nationalhelden Simón Bolívar benannte Währungseinheit der Republik Bolivien, die 1864 mit der Umstellung auf die Dezimalwährung eingeführt wurde und 1864 bis...

Bolognino d´oro

Bezeichnung für eine Goldmünze, die zwischen 1376 und 1506 im oberitalienischen Bologna ohne Jahresangabe geprägt wurde. Auf der Vs. ist der hl. Petrus, auf der Rs. ein Löwe...

Bolognino grosso

Name der ab 1236 in Bologna geschlagenen Silbermünze (später Billon) zu 12 Bolognini piccoli. Die Groschenmünzen wurden in zahlreichen nord- und mittelitalienischen Städten...

Bolognino piccolo

Der   Denaro ist nach seinem Prägeort, der oberitalienischen Stadt Bologna benannt. Die Prägung der Bolognini piccoli geht auf die Verleihung eines Münzprivilegs 1191 durch...

Boloko

Interessantes Zahlungsmittel bei einigen Stämmen im Gebiet des Kasai, einem südlichen Zufluss des Kongo im Südwesten von Zaire. Es handelt sich um etwa 10-15 mm dicke, rund...

Boltschauser‚ Johann Heinrich

Medailleur und Stempelschneider schweizerischer Herkunft, der in Zürich, Augsburg und Mannheim arbeitete. Als bedeutender Porträtist des klassizistischen Stils schuf er eine Reihe von...

Bonifatiustaler

Bezeichnung einer Talermünze der Stadt Hameln aus der Mitte des 16. Jh.s, die nach der Rückseitendarstellung des hl. Bonifatius (als Bischof) benannt ist. Auch von der Abtei Fulda sollen...

Bonken

Zerschnittene Kupferstäbe, die als Notgeld zwischen 1796 und 1819 von der niederländischen Kolonialgesellschaft (Vereinigte Ostindische Kompanie) in den niederländischen Kolonien...

Bonnet Piece

Schottische Goldmünze aus den Jahren 1539 und 1540 im Wert von 40 Schillings (schottisch). Sie wurde in der Regierungszeit Jakobs V. aus schottischem Gold geprägt und war die erste...

Booth, William

Berühmter und dreister Fälscher von englischen Banknoten und Münzen im frühen 19. Jh. Erst als er 1811 einen Penny-Token unter eigenem Namen und Angabe seiner Adresse...

Bootsgeld

  Kanugeld

Boratinki

Zeitgenössische polnische Bezeichnung für die in immensen Stückzahlen geprägten polnischen und litauischen Kupferschillinge. Die übermäßige Produktion der...

Börse

Marktveranstaltung an örtlich klar begrenzten Treffpunkten zu fest vorgeschriebenen Zeiten, bei der vertretbare (fungible) abwesende Güter gehandelt werden. Das Wort wird vom lateinischen „bursa“...

Börsentaler

Sammlerbezeichnung für einen Gedenktaler, der im Auftrag der Bremer Handelskammer 1864 anlässlich der Eröffnungsfeier der Neuen Börse in einer Auflage von 5000 Stück...

Böse Halser

Zeitgenössische Bezeichnung für die „bösen Schwarzpfennige“, die zur Zeit der Schinderlinge Mitte des 15. Jh.s unter den Leuchtenberger Landgrafen von Hals ausgemünzt wurden. Die Gepräge der...

Botdrager

Zeitgenössische Benennung des silbernen Doppelgroschens, der unter Graf Ludwig van Male 1365 in Flandern eingeführt wurde. Der niederländische Name Botdrager (Topfträger)...

Boulton Matthew

Bedeutender englischer Unternehmer und Münztechniker, der sich nach Erfindung der Dampfmaschine (1769) in Zusammenarbeit mit seinem Freund und Partner James Watt mit der Anwendung der Dampfkraft...

Bourgeois

Französische Billonmünze , die unter König Philipp dem Schönen zwischen 1311 und 1313 in allen französischen Münzstätten der Zeit geschlagen wurde, um die Deniers und Doubles Parisis zu...

Bovy‚ Antoine

Bedeutender Medailleur und Stempelschneider schweizerischer Herkunft, der nach seiner Ausbildung in Paris im Dienste des "Bürgerkönigs" Louis Philippearbeitete. Im Jahr 1835 nahm er die...

BP

Zeichen der Münzstätte Budapest für ungarische Prägungen seit 1926. Zwischen den Weltkriegen ließen auch Bulgarien und Ägypten Münzen in der Hauptstadt Ungarns...

Brabanter

Bezeichnung für die Beischläge zu Sterlingen , die seit der Regierungszeit Johannes I. von Brabant (1268-1294) im 13. und 14. Jh. geschlagen wurden. Sie wurden zeitgenössisch auch schon...

Brabanter Taler

Beinamen für verschiedene niederländische Talermünzen: für die spanisch-niederländischen Burgundischen Taler und Albertustaler sowie für die nachfolgenden österreichisch-niederländischen...

Brabeon

Bezeichnung für Medaillen, die von Schulen und Universitäten als   Schulprämienmedaillen an fleißige Schüler und Studenten ausgegeben wurden. Die Benennung ist aus...

Brakteaten

Numismatischer Sammelbegriff für die aus dünnem Blech (lat. bractea) und nur einseitig geschlagenen Silberpfennige aus dem Mittelalter. Der Ausdruck wurde erst im 17. Jh. gebräuchlich; in den...

Bramante‚ Donato

Der berühmte italienische Architekt (Petersdom) und Maler der italienischen Renaissance gilt als Erfinder des Spindelprägewerks . Man vermutet, dass Bramante als erster ein von einer Spindel...

Brandenburgischer Zwölfteltaler

  Achtehalber

Brandschuttmünzen

Auch Stuttgarter Brandschutzproben. So werden von Sammlern Münzen bezeichnet, die aus dem Brandschutt der Münzstätte Stuttgart stammen. Die Stuttgarter Münze wurde 1944 durch Bomben teilweise...

Brandt Henri François

Bedeutender Stempelschneider und Münzgraveur schweizerischer Herkunft. Er war nach seiner Ausbildung (u.a. bei Droz in Paris) seit 1817 in Berlin tätig und wurde bereits 1818 zum Chefgraveur...

Brandtaler

Bezeichnung einer Gedenkmünze der Stadt Thorn (Torun) auf die Verteidigung der 1629 von schwedischen Truppen in Brand geschossenen Stadt. Die Talermünze ist nach der Darstellung des von...

Bras(s)penning

Bezeichnung einer flandrischen Silbermünze, die unter Graf Johann ohne Furcht 1409 zu ursprünglich 2, später 2 1/2 Groot (1 1/4 Stuiver) eingeführt und auch im Rheinland...

Brasher Doubloon

Sammlerbezeichnung für sehr seltene amerikanische Goldmünzen, die der Nachbar George Washingtons, der New Yorker Juwelier und Goldschmied Ephraim Brasher, 1787 geprägt hat. Sie...

Brauzeichen

Sammlerbezeichnung für Marken, die vom Braugewerbe früher zu unterschiedlichen Zwecken herausgegeben wurden. Sie dienten etwa als Lizenzmarken für bestimmte Mengen an Bier oder als Bezugsmarken...

Brehmer, Heinrich Friedrich

Deutscher Medailleur und Münzgraveur, der von 1846 bis zur Schließung der Münzstätte (1878) in Hannover arbeitete. Er schuf eine Vielzahl von Stempelschnitten für...

Breisgauer Pfennig

Leitmünze des Breisgaus und der angrenzenden Gebiete in der Zeit des regionalen alemannischen Pfennigs zwischen dem 12. und 14. Jh. Urkundlich werden sie lat. Brisgaudienses,...

Breite Groschen

Zeitgenössische Bezeichnung für die   Prager (Böhmischen) Groschen und die ältesten Meißner Groschen unter den Markgrafen Friedrich II. (1329-1349 und Friedrich...

Breite Taler

Numismatische Bezeichnung für alle Taler mit einem Durchmesser über 44 mm, denn lt. dem Zusatz zur 2.   Augsburger Reichsmünzordnung (1566) ist der Durchmesser der...

Breitgroschen

Numismatische Bezeichnung für verschiedene mitteldeutsche Groschenprägungen des ausgehenden 15. und frühen 16. Jh.s., u.a. für die Halberstädter, Stolberger und...

Bremsentaler

  Brömsentaler

Bretzengulden

Umgangssprachliche Benennung eines Zweidritteltalers, der unter Johann Aloys I. von Oettingen-Spielberg (1737-1780) im Jahr 1759 geprägt wurde. Der Name geht auf die brezelartig aussehenden...

Briefmarken-Kapselgeld

Notgeld im Nominalwert der Briefmarke, die sich unter durchsichtigen oder mit Reklame versehenen Abdeckungen oder Ausstanzungen befindet. Das Briefmarken-Kapselgeld fungiert häufig als...

Brillant uncirculated

Englische Bezeichnung für den Erhaltungsgrad „Stempelglanz“, abgekürzt BU.

Brillenmünzen

1. Die im Jahr 1647 auf Veranlassung Christian IV. von Dänemark aus norwegischem Gold geprägten Halbdukaten werden als Brillenmünzen oder Brillendukaten bezeichnet. In der Silbermine Kongsberg in...

Brillentaler

Bezeichnung für die Talerstücke, die Herzog Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel in den Jahren 1586 bis 1589 in Goslar und Wolfenbüttel prägen ließ. Die Rs.n der...

Briot, Nicolas

Medailleur und Stempelschneider aus Lothringen, der an der Pariser Münze arbeitete, an der er die Techniken der maschinellen Prägung kennen lernte. Im Alter von 45 Jahren ging er 1625...

Briquet

Französische Bezeichnung für die niederländische Groschenmünze, die unter Karl dem Kühnen von Burgund (1467-1477) im Jahre 1474 als erste Münze der Niederlande mit...

Britain Crown

Goldmünze im Wert von 5 englischen Shillings, die unter König Jakob VI. von Schottland (als Jakob I. auch König von England) im Jahre 1604 eingeführt wurde. Der Sohn und...

Britannia

Weibliche Personifikation von Britannien bzw. Großbritannien, die ursprünglich auf die römischen Kaiser Hadrian (117-138 n.Chr.) und Antoninus Pius (138-161 n.Chr.)...

Britannia-Groat

Bezeichnung einer kleinen Silbermünze im Wert von 4 Pence, die in England unter König Wilhelm IV. im Jahr 1836 eingeführt wurde. Sieht man einmal von der Ausgabe des Maundy Money ab, war der...

Britannia-Metall

Zinnlegierung mit einem hohen Anteil Zinn (bis zu 95%), Antimon (bis zu 25%) und Kupfer (bis zu 5%). Manchmal werden auch kleine Zusätze (Wismut oder Blei) beigemengt. Die Legierung ist zwar...

Britischer Handelsdollar

Seit 1895 geprägter britischer Dollar, der für den Handel in Südost- und Ostasien geprägt wurde, englisch als British Trade Dollar bezeichnet. Die Vs. zeigt die stehende  ...

British Trade Dollar

  Britischer Handelsdollar

Broad

Englische Goldmünze, die unter Lordprotektor Cromwell 1656 und unter König Karl II. (1660-1662) im Wert von 20 Shillings geprägt wurde. Ihr Raugewicht lag bei 9,1 g (916/1000 fein). Die Vs. zeigt...

Bromberger

Beiname der polnischen   Dreipölker , die zumeist in der Kronmünzstätte Bromberg geprägt wurden. Sie wurden auch Brommer oder Brummer genannt.

Brömsentaler

Bezeichnung für Talermünzen der Stadt Lübeck, die in ihren Umschriften eine oder mehrere Bremsen (Stechfliegen) tragen. Sie sind während der Amtszeit der Bürgermeister...

Bronze

Kupfer-Zinn-Legierung, die schon in der Antike als Münzmetall benutzt wurde. Das Material verlieh der Münze - im Vergleich zu reinem Kupfer - mehr Härte und Abriebfestigkeit. Bronze war das erste...

Bronzital

Eine moderne Legierung aus   Kupfer (82%),   Aluminium (16%) und   Nickel (2%), die in Italien 1977 für die Prägung des 200-Lire-Stücks als Münzwerkstoff...

Brotmarken

Münzähnliche Marken, auch Brotpfennige genannt, die bei Teuerungen des Brots in Notzeiten, bei Getreideknappheit oder infolge von Missernten oder Kriegen von den Städten oder Gemeinden an die...

Brucher, Antoine

Das Geburtsjahr des 1568 verstorbenen französischen Stempelschneiders und Medailleurs ist unbekannt. Gesichert ist hingegen das fruchtbare Wirken Bruchers an der Pariser Münze "Moulin...

Brückenmarken

Marken, die als Quittung für die Bezahlung einer Gebühr ausgegeben wurden, die zur Passage einer Brücke berechtigte. Sie enthielten meist Angaben über die Höhe der Mautgebühr, Kennzeichen über den...

Brückenmünzen

Auch Klanggerätegeld oder Klanggeld werden alte, halbmondförmige Bronzeobjekte aus China genannt. Die brückenförmigen Bronzegüsse haben Zier- oder Randlinien und sind in der Regel mit einer...

Brulé

Name einer Billon -, später Kupfermünze des Bistums Lüttich im 15./16. Jh., unter Bischof Johann von Heinsberg (1419-1455) eingeführt. Man unterscheidet die petits (kleinen) Brulés von den bons...

Brummer

Siehe   Bromberger und   Dreipölker .

Brüning-Taler

Volkstümliche Bezeichnung des 4-Reichspfennig-Stückes von 1932, das in der Zeit der   Deflation zur Sparsamkeit anregen und preissenkende Wirkung haben sollte. Die Benennung geht...

Brunnenfunde

Die Römer pflegten Münzen häufig als Opfergaben an Nymphen oder lokale Gottheiten in alte Brunnen und Heilquellen zu werfen(   Votivfunde ). Dieser Brauch hat sich an der...

Brustbild

  Büste

Brustschild

Auf der Brust eines heraldischen Adlers dargestellter   Wappenschild , wie er u.a. auf Münzen des Römisch-Deutschen Reichs, deutscher Städte, Preußens, Russlands und...

Bryman

Brabantische Groschenmünze, die in der gemeinsamen Regierungszeit der Fürsten Johanna und Wenzeslaus seit 1371 in Maastricht geprägt wurde. Der Name geht auf die Darstellung eines...

Bu

Japanische Münzeinheit der Edo-Periode. Die goldenen Ni-Bu (2-Bu-Stücke) und Ichi-Bu (1-Bu-Stücke) wurden unter ständigem Verlust an Gewicht und Gehalt bis ins 19. Jh. in Form von rechteckigen,...

Buaya

Bezeichnung der aus Zinn gegossenen Kleinplastiken in Form eines Krokodils, die auf der malaiischen Halbinsel (Malaysia) und in Teilen Surinams im 18./19. Jh. als Geld umliefen. Sie sind mit dem...

Buchdruck-Medaillen

Sammelgebiet von Medaillen, die sich in Schrift oder Bild auf Bücher, Verlage, Druck, Druckereien, Presse(freiheit), Zeitungen, Zeitschriften beziehen. Auch Präsenzzeichen und Gildemarken der...

Buchgeld

Auch Giralgeld, ist kein Münz-, Papier- oder Bargeld; es handelt sich vielmehr um in den Büchern von Banken geführte Gutschriften, die jederzeit fällig werden können...

Buck

Zeitgenössischer Slang-Ausdruck für den Dollar, wie er z.B. in dem Ausdruck "to make a fast buck" (eine schnelle Mark machen) vorkommt.

Budaer Denare

Mittelalterliche Pfennigprägungen aus Ungarn (ungarische Denare), die auf ihrem Gepräge mit einem Hinweis auf die Stadt Buda versehen sind. Sie tragen entweder das Stadtwappen...

Budju

Auch Budschu oder Boudjou, ist eine algerische Münzeinheit und bezeichnet auch Silbermünzen, die unter der Oberherrschaft der ottomanischen Sultane im 18. und 19. Jh. für Algerien...

Buffalo Nickel

Bezeichnung für den Typ des US-amerikanischen 5-Cent-Stücks (Nickel genannt), der 1913 den Typ Liberty ablöste. Wie alle 5-Cent-Stücke wurde er seit 1866 aus einer Legierung geprägt, die 75%...

Bugatto, Zanetto

Der milanesische Bildhauer gilt als Modelleur der größten und schwersten Goldmedaillons aller Zeiten. Außer einem Dokument der Münzstätte Genua, die 1505 ein Stück...

Buggel-Angster

Süddeutsche Benennung für den Bäggeli-Angster von Luzern. Die volkstümliche Bezeichnung spielt auf das hochgetriebene Gepräge, den "Buckel" der Münze an.

Bugne

Bezeichnung einer spätmittelalterlichen Münze der Stadt Metz, später auch vom Bistum Metz geprägt. Ihr Wert war 4 Deniers (Pfennige) oder ein 1/3 Gros (Groschen), danach auch als   Tiercelle...

Bugslauer

Halbmarkstück oder schwerer Schilling, den Herzog Bogislaus X. von Pommern im Jahr 1500 zu 1 1/2 Schilling oder 1/6 Goldgulden in Stettin prägen ließ. Das etwa 4,87 g schwere...

Bujruk

Münznominal, das von der britischen East India Company 1677 in Bombay eingeführt wurde. Der Name ist vermutlich aus der englischen Bezeichnung "Buzerook" für den   Bazarucco...

Bullen

Vom lat. "bulla" abgeleiteter Ausdruck für Kapsel. Römische Kinder trugen in Kapseln eingelassene Amulette um den Hals. Das Wort wurde auf eingekapselte Siegel übertragen, die zum...

Bullionmünzen

Bezeichnung für neue Platin-, Gold- oder Silbermünzen, die mit einem geringen   Agio auf den Edelmetallwert gehandelt werden. Es handelt sich nicht um gesetzliche Zahlungsmittel...

Bumia

Bezeichnung der goldenen 100-Piaster-Stücke, die in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s in Tunesien geprägt wurden. Der Name Bumia ist die arabische Bezeichnung für Hunderter. Es...

Bun-Penny

Volkstümliche Bezeichnung für die in der 2. Hälfte des 19. Jh.s geprägten britischen Pennys aus dem Viktorianischen Zeitalter (1837-1901). Der Name geht auf die Frisur...

Bundesbank

Deutsche Bundesbank

Bundesmünzen

Bezeichnung antiker Münzen, die aufgrund einer Münzkonvention zwischen zwei oder mehreren Städten bzw. Kleinstaaten geprägt wurden. Bundesmünzen wurden seit dem 6. Jh. v.Chr. geprägt, am...

Bundestaler

  Schmalkaldischer Bundestaler .

Bündner Gulden

Rechnungsmünze zu 70   Blu(t)zger im schweizerischen Kanton Graubünden bis ins 19. Jh.

Bunduki

Marokkanische Goldmünze zu 2 (goldenen)   Mitkal im ausgehenden 18. /19. Jh.

Bungtown Coppers

Slang-Ausdruck für die Fälschungen englischer Halfpennies, die in der 2. Hälfte des 18. Jh.s in einigen Staaten Nordamerikas im Umlauf waren. Der Name leitet sich von to bung...

Buqsha

Jemenitische Währungseinheit zur Zeit des Imanats bis 1962. 1 Buqsha = 2 Halala = 4 Zalat. Nach der Ausrufung der Arabischen Republik Jemen 1962 trat der jemenitische   Rial an Stelle...

Burbe

Kleines tunesisches Münznominal zu 6   Burbinen bis ins 19. Jh. 1 Piaster = 104 Burbe.

Burbine

Kleinste tunesische Kupfermünze bis ins 18. Jh., im 19. Jh. nur noch reine Rechnungsmünze. 6 Burbinen galten 1 Burbe.

Burgenses

Lateinische Bezeichnung des   Bourgeois in Urkunden.

Bürgerkriegsmünzen

Im Allgemeinen werden alle Münzen, die während eines Bürgerkriegs geprägt wurden, als Bürgerkriegsmünzen bezeichnet. Speziell werden aber die dänischen Denare so...

Burggraf

Der Titel des Burggrafen (lat. praefectus oder castellanus) wird im 11. Jh. in die Reichsverfassung eingeführt. Der Titelträger erhielt entweder den Oberbefehl über eine Burg mit...

Burgtaler

  Kastelltaler

Burgundischer Kreis

In der Regierungszeit Kaiser Maximilians I. wurde auf dem Reichstag zu Köln (1512) das Römisch-Deutsche Reich erstmals in   Reichskreise eingeteilt, später wurden die in den...

Burgundischer Reichstaler

Nachdem der spanische König Philipp II. als Regent der Niederlande den Reichsabschied von 1566 angenommen hatte, wurde der Reichstaler auf den Wert von 30 Patards oder Stuiver festgelegt....

Burgundisches Kreuz

Bezeichnung einer Abart des Andreaskreuzes, das auf einer Reihe von Münzen aus Burgund dargestellt ist.

Burigozzo

Mailändischer Typ eines Testone zu 32 Soldi, der in der Regierungszeit Karls V. den hl. Ambrosius mit einer Kopfbedeckung zeigt. Die Münze ist vermutlich nach dem italienischen Wort "boricco"...

Bursarienzeichen

Kupferne Marken der westfälischen Domkapitel Münster, Osnabrück und Paderborn im 16. und 17. Jh. Aufgrund des Kleingeldmangels kursierten sie ursprünglich als Geldersatz oder als Quittung zwischen...

Buschmannperlen

Die von Europäern Buschmannperlen genannte vormünzlichen Zahlungsmittel Südafrikas gehören zu den ältesten afrikanischen Perlenarten überhaupt. Diese Perlen wurden...

Büste

Bezeichnung des klassischen Darstellungsstils für einen bestimmten Teilbereichs des menschlichen Körpers, im Gegensatz zum späteren Brustbild. Von Büste spricht man, wenn der...

Butken

Bezeichnung des Halbstücks des   Botdrager .

Butut

Kleine Münze von Gambia, die mit der Dezimalwährung am 1. Juli 1971 in der jungen westafrikanischen Republik eingeführt wurde. 100 Bututs = 1 Dalasi (Dirham).
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