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Nickel

1. Silberweißes, zähes Metall, chemisches Zeichen Ni, Dichte 8,9, Schmelzpunkt 1453° C, aufgrund seiner Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Oxidation als Münzmetall geeignet, in der Münzprägung meist in Kupferlegierungen verwendet. Das Metall hat unlegiert ferromagnetische Eigenschaften, was für die Herstellung von automatentauglichen Münzen genutzt wird.

Nickel ist bereits in baktrischen Münzen um 200 v. Chr. nachweisbar; vermutlich wurde ein Kupfererz zur Münzherstellung verwendet, das einen etwa 20-prozentigen Anteil an Nickel enthielt. Im Mittelalter versuchten sächsische Bergleute aus Rotnickelkies, den sie für ein Kupfererz hielten, Kupfer zu gewinnen. Da es ihnen nicht gelang, fühlten sie sich von Kobolden („Nickeln“) gefoppt und nannten das Erz Kupfernickel. Als A. F. Cronstedt 1751 das Nickel entdeckte, wurde die Benennung übernommen. In China kannte man Nickel wahrscheinlich schon früher, denn von dort stammt die Kupfer-Nickel-Legierung „Packfong“, die im 18. Jh. nach Europa gebracht wurde und die in etwa dem Neusilber (engl.: German Silver) entspricht. Der deutsche Chemiker Richter stellte 1805 erstmals Reinnickel her, die galvanische Vernickelung wurde 1832 in England entdeckt.

Die ersten Münzen aus Kupfernickel (1850) und Reinnickel (1881) wurden in der Schweiz geprägt. Reinnickel ist trotz seiner Härte prägbar, erlaubt allerdings keine tiefe Einprägung. Trotzdem bleibt die Schärfe lange erhalten, denn Nickelmünzen sind extrem hart und verschleißfest. Der hohe Schmelzpunkt und die schwierige Verarbeitung machen die Nickelmünzen zudem fälschungssicher. Reinnickelmünzen sind in mehr als 30 Ländern verwendet worden, u.a. auch in Österreich-Ungarn (1892), Italien (1902), Frankreich (1903) und Deutschland (1910). Die aktuellen Münzen zu 5, 10, 25 und 50 Cents aus Kanada (einem Hauptlieferanten von Nickel) sind aus Reinnickel.

Das Metall wurde für die moderne Münzherstellung zu einem wichtigen Münzwerkstoff. In der modernen Münzprägung wird bei der Verwendung von Dreischichtenwerkstoff ein Kern aus Reinnickel verwendet, denn er besitzt magnetische Eigenschaften. Dadurch erfüllen die Münzen die Anforderung an die Automatentauglichkeit, denn die Münzprüfgeräte testen die Automatenmünzen u.a. auf ihre magnetischen Eigenschaften. Zu den Automatenmünzen mit Reinnickelkern zählen auch das 2-DM-Stück (seit 1971) und das 5-DM-Stück (seit 1975) der Bundesrepublik Deutschland.

2. Volkstümliche Bezeichnung des 5-Cent-Stücks in den Vereinigten Staaten, das seit 1866 bis heute – ausgenommen in den Kriegsjahren 1942-1945 (56% Kupfer, 35% Silber, 9% Mangan) – in einer Legierung aus Kupfer (75%) und Nickel (25%) ausgegeben wurde. In den Kriegsjahren war die Verwendung von Nickel wegen seiner Tauglichkeit für die Waffenproduktion ausgesetzt. Die silbernen 5-Cent-Stücke (1794-1873) werdenin der amerikanischen Numismatik als Half Dime bezeichnet. Ebenso werden die zwischen 1851 und 1873 geprägten 3 Cent-Stücke als „Silver three-cents“ und die zwischen 1865 und 1889 geprägten als „Nickel three-cents“ bezeichnet. Danach wurde die Prägung des Dreiernominals aufgegeben, sodass die Kupfer-Nickel-Legierung für das 5-Cent-Stück charakteristisch war. Schließlich ging die Bezeichnung „Nickel“ allmählich auf das 5-Cent-Stück selbst über.

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