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Blei

Das chemische Element (Pb) wurde sehr selten zur Herstellung von Münzen verwendet, weil es zu weich ist und an der Luft zerfällt. Als Bestandteil von Bronze kommt das Metall gelegentlich als Ersatz des teureren Zinns vor. Die Reste von Blei in Legierungen antiker Münzen zerstörten die meisten alten Stücke (Bleifraß). Zur Herstellung griechischer Gewichte, Notmünzen und Marken, den römischen Tessarae, fand das Blei seit der Antike Verwendung, weil es sich leicht gießen und formen ließ. Deshalb wurde es auch, vor allem im Mittelalter, zur Herstellung von Siegeln, Bullen und Plomben verwendet. Unter glücklichen Umständen bildet das pure Blei eine graue bis braune Schicht, die es vor dem Zerfall schützt. Das billige Metall wurde aufgrund seiner grau-silbrigen Farbe auch gern von Fälschern zur Herstellung von "Silbermünzen" benutzt. Für Proben der Münzmeister und numismatische Sammlungen spielten Bleiabschläge eine Rolle.

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