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Eisen

1. Das Metall, chemisches Zeichen Fe, fand schon früh Verwendung als vormünzliches Gerätegeld, z.B. in Form von eisernen Spießen im archaischen Griechenland (siehe Obolos) oder als afrikanisches Eisengeld. Im antiken Griechenland finden sich die ersten Eisenmünzen schon im 4. Jh., in China im 3. Jh. vor unserer Zeitrechnung. Aufgrund der unerwünschten Eigenschaft, leicht zu rosten, fand Eisen als Münzmetall sehr selten Verwendung. Während und nach dem Ersten Weltkrieg (1915-1922) wurden die eisernen 5- und 10-Pfennig-Stücke des Deutschen Reichs verzinkt (sheradisiert). Dieses Veredlungsverfahren sollte die Oxidation an den Oberflächen der Münzen verhindern. Die österreichisch-ungarischen 2-, 10- und 20-Heller/Fillér-Stücke von 1916/17 wurden gegen den Rost zusätzlich noch brüniert. Als weitere Methode empfahl sich das Chromatisieren (Verchromen) der Münzoberfläche. Auch im zweiten Weltkrieg und danach wurden Eisenmünzen veredelt oder aus Acmonital (Chrom-Nickel-Stahl) hergestellt. Im modernen Münzwerkstoff Magnimat, der in der Bundesrepublik Deutschland vermünzt wurde, sind auch Eisenbestandteile enthalten.

2. Bezeichnung für die Münzstempel nach dem Herstellungsmaterial Eisen. So wurden denn auch die Medailleure früher Eisengraber oder Eisenschneider genannt.