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Dezimalsystem

Das im Münzwesen heute übliche Zählsystem, das die Münzeinheiten durch Verzehnfachung (10, 100, 1000 usw.) bzw. durch Zehntelteilung (1/10, 1/100, 1/1000) ordnet. Das dekadische System oder Dezimalsystem wurde (neben anderen Systemen) schon in der Antike benutzt, z.B. bei der griechischen Unterteilung der Mine in 10 Dekadrachmen und 100 Drachmen. Auch die Römer teilten den Denar in 10 Asse ein. Nach der Münzreform des Zaren Peter der Große (1689-1725) in Russland wurde der Rubel in 100 Kopeken eingeteilt. Als Folge der Aufklärung führten schließlich die USA 1792 (1 Dollar = 100 Cents) und Frankreich 1795 (1 Franc = 100 Centimes) das Dezimalsystem konsequent in das Münzwesen ein. Mittlerweile dient das Dezimalsystem in fast allen Staaten weltweit als Basis der jeweiligen Währung. In Europa übernahm zuletzt Großbritannien 1971 das Dezimalsystem als Grundlage für die Pfund-Währung.