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Stoffgeld

In Schwarzafrika wurden vor allem aus der Faser der Bambuspalme (Raphia ruffia) stoff- oder mattenartige Zahlungsmittel hergestellt, die weit verbreitet waren, vor allem bei Völkern im heutigen Angola und Kongo. Man nimmt an, dass sich die Stoff- und Mattengelder meist aus Bekleidungsstücken (Lendenschürzen) ableiten. Beim dem in der Kongoregion lebenden Volk der Songye galt das als Mandiba bezeichnete Mattengeld aus Raphia- oder Raffiafasern als Zahlungsmittel zu zeremoniellen und rituellen Zwecken, zur Bezahlung des Brautpreises, zur Begleichung von Geldstrafen sowie als Geld für Bedürfnisse des täglichen Lebens. Bei den Bakuba wurden aus der Raphiafaser etwa 1 Meter lange Plüsche hergestellt, die zur Bezahlung von Strafgeldern verwendet wurden, bei Dorffesten als Schmuck reicher Stammesmitglieder getragen wurden und als wertvolle Erbstücke galten. Der Name der portugiesischen Kolonialmünze Macuta soll sich von der Bezeichnung von Stoffgeld ableiten, das in Südangola aus der Raffiafaser hergestellt wurde.
In der nördlich des Bismarck-Archipels gelegenen Inselgruppe St. Matthias wurde ein gürtelähnliches Stoffgeld aus den feinen Fasern der Schraubenpalme gefertigt. Siehe auch Mattengeld.

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