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Patagon

Spanische Bezeichnung für den Albertustaler, die sich international durchgesetzt hat. Die Großsilbermünze wurde in den Spanischen Niederlanden zwischen 1612 unter den Gouverneuren Albert und Isabella eingeführt und in großen Mengen bis 1712 nahezu unverändert mit einem Feingewicht von 24,54 g geprägt. Ihr ursprünglicher Wert von 48 Stuiver wurde im Lauf der Prägung mehrfach angehoben. Nach der Darstellung des (burgundischen) Andreaskreuzes wurde die Silbermünze auch Kreuztaler genannt.
Die Bedeutung der Patagone beschränkte sich nicht auf die Spanischen (südlichen) Niederlande. In der benachbarten jungen Republik Niederlande verdrängten die leichteren Patagone den schwereren einheimischen Rijksdaalder aus dem Umlauf. Dennoch ging die Prägung der einheimischen Talermünze (für den Export ) weiter. Das führte schließlich zu folgenden Rechenmünzen: dem auf dem Patagon basierenden Kurantgulden des täglichen Umlaufs, der 5% weniger wert war als der auf dem Reichstaler basierende Bankgulden. Letzterer wurde auch im Giroverkehr der Amsterdamer Wisselbank verwendet und Wisselgulden genannt. Er war die Rechenmünze der Kaufleute und Bankiers. 
Das Bistum Lüttich gab seit 1635 Beischläge im Wert von 48 Sols (8 Escalins) aus, die meist die Büste des Bischofs und/oder den Wappenschild zeigen. In den Sedisvakanzen der Jahre 1724 und 1744 wurden sogar doppelte Patagone geprägt.

    

Phillip IV. von Spanien (1621-1665), 1/2 Patagon 1624

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