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Piastre de Commerce

Nach dem Vorbild des Trade-Dollar gab Frankreich für den Handel in Französisch-Indochina seit 1885 eine Handelsmünze in Silber aus, den Piastre de Commerce. Dieser Piastre de Commerce war in den ersten zehn Jahren 27,215 g, später 27 g schwer (900/1000 fein) und zeigt auf der Vs. eine Allegorie der Republik Frankreich (sitzend) mit Liktorenbündel und Reispflanze, im Abschnitt die Jahreszahl. Die Rs. trägt die Wertbezeichnung PIASTRE/DE/COMMERCE im Kranz, in der Umschrift Gewichts- und Feinheitsangabe. Später wurde die vollwertige Handelsmünze zur Kreditmünze der kolonialen Währung: 100 Centimes = 1 Piastre. Im Jahr 1931 wurde die Silbermünze in Gewicht (20 g) und Feinheit (680/1000) verringert ausgegeben (Typ Lindauer). Nach dem 2. Weltkrieg gab es 1946/47 noch Prägungen in Kupfer-Nickel, die auf der Vs. das Brustbild der Marianne mit Lorbeerzweig, auf der Rs. Reispflanze und Wert zeigen (Typ Turin). Der Piastre war bis zum Ende des Indochina-Kriegs 1956 im Umlauf.