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Portugaleser

Auch Portugalöser, ist die Bezeichnung des Portuguez und seiner Nachahmungen, die in der 2. Hälfte des 16. und im 17. Jh. in Norddeutschland und Skandinavien entstanden. Die meisten Nachahmungen der portugiesischen Goldmünze stammen aus Hamburg, das zwischen 1553 und 1673 Ein-, Halb- und Viertel-Portugaleser-Stücke „nach Portugalis Schrot und Korn“ prägte, wie es in der (inneren) Umschrift heißt. Sie zeigen meist auf der Vs. das Hamburger Stadttor, auf der Rs. das Doppelkreuz. Auf die Errichtung der Hamburger Bank (am 2. 3.1619), der ersten öffentlichen Wechselbank im Römisch-Deutschen Reich, wurden sog. Bankportugaleser geprägt. Der Wert der Münzen aus fast reinem Gold entsprach in etwa 10 Dukaten. Auch Bremen (Bistum), Lübeck (Bistum und Stadt), Lüneburg, Magdeburg und Schleswig Holstein beteiligten sich an der norddeutschen Portugalöser-Prägung, wenn auch in geringerem Umfang. Außerhalb der Reichsgrenzen prägten Dänemark und Schweden die schweren Goldstücke.

Durch die Augsburger Reichsmünzordnungen von 1551 und 1559, die nur den Goldgulden und den Dukaten als Reichsgoldmünzen zuließen, wurde die Prägung ausländischer Goldmünzen praktisch untersagt. Die schweren und unhandlichen Goldmünzen dienten auch eher Repräsentations-, Schmuck- und Geschenkzwecken (siehe Donativprägungen). Spätestens seit 1673 waren die Portugaleser Medaillen, die genau dem Wert von 10 Dukaten entsprachen. Als solche hielt sich die Bezeichnung in Hamburg bis zum Ende des 19. Jh.s.

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