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Piaster

Ursprünglich die in Europa und der Levante gebräuchliche Benennung des Peso (Acht-Reales-Stück). Der Piaster wurde nicht nur an der Londoner Börse notiert, sondern verbreitete sich auch als Handelsmünze vor allem im arabischen und nordafrikanischen Mittelmeerraum, der zu dieser Zeit größtenteils von den Osmanen beherrscht wurde. In diesen Gebieten wurde die Bezeichnung auch auf andere Großsilbermünzen angewendet, mit Ausnahme des zyprischen Piaster, der zwischen 1879 und 1949 als kleine Bronzemünze geprägt wurde: 9 Piaster = 1 Zypern-Shilling. 
Offiziell als Piaster bezeichnete Silbermünzen gab es in der Türkei, Ägypten, Marokko, Tunesien und dem Libanon. Sie wurden Ghirsh, Quirsh, Ghurush, Kurush, Mitkal oder Rial Sebili genannt. Außerdem wurden große Silbermünzen einiger italienischer Staaten als Piastra bezeichnet. Die Dänisch-Ostindische Kompanie, eine Kolonialgesellschaft des Königreichs Dänemark, ließ als Handelsmünzen 1624 und 1771 bzw. 1777 Piaster mit einem Feingehalt von ca. 24,9 g prägen, letztere liefen auf Grönland um. Als Handelsmünze prägte Frankreich für Französisch-Indochina schließlich den Piastre de Commerce.

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