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Parität

Das Verhältnis, in dem sich die Währung eines Landes zu der eines anderen Landes befindet. Im Mittelalter übernahmen in vielen Städten lokale Wechsler die Rolle, auswärtige Münzen oder Barren von Kaufleuten gegen einheimisches Geld zu tauschen. Die Parität wurde nach dem Silbergehalt der beteiligten Münzen berechnet und in Rechengeld ausgedrückt. Die Münzherren bestimmten nicht nur, welche Münzen in ihrem Gebiet umlauffähig waren, sondern legten auch den Kurs fest, zu dem fremde Münzen umlaufen oder gewechselt werden konnten. Diese Valvationen sind oft die einzigen Quellen, die uns heute über die lokalen Kurse erhalten sind, da die Wechsler über ihre Geschäfte selten Buch führten. Mit der Einführung anderer Münzsorten - Floren, Dukat und Grosso in Oberitalien im 13. Jh. - wurden die Wechsler immer wichtiger. Gleichzeitig begannen die Kaufleute mit "Papierzahlungen", das sog. instrumentum ex causa cambii war der Vorläufer des Wechsels. Im Spätmittelalter wurden bereits die Wechselkurse notiert, wichtigste Zentren waren Venedig und Florenz. Die Kurse orientierten sich zwar an der Parität der beteiligten Münzen, waren aber saisonal, täglich und manchmal sogar stündlich Abweichungen unterworfen. In den Notizbüchern von Kaufleuten ist aufgeführt, wie die Währungsparitäten zu berechnen waren. Die Abweichung von der Parität wurde meist in Form von Agio und Disagio angegeben.

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