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Prämienmedaillen und -münzen

Gepräge mit oder ohne Geldcharakter, die als Anerkennung, Auszeichnung oder Belohnung für bestimmte Leistungen vor allem im Zeitraum zwischen dem 17. und 19. Jh. vergeben wurden, auch in Klippenform. Man spricht von Prämientalern und - je nach Wert bzw. Größe - auch von Prämiendoppeltalern, -halbtalern und -zweidritteltalern usw. Sie tragen häufig Beschriftungen, die sich auf den Anlass der Auszeichnung beziehen. Besonders bekannt sind die Schieß- oder Schützentaler und -medaillen und die Schulprämienmedaillen. Erstere wurden anlässlich von Preisschießen, letztere auf schulische Leistungen ausgegeben. Auch im Bereich des Bergbaus sowie der Forst- und Landwirtschaft gab es Prämientaler, wie z.B. die unter Alexander von Brandenburg-Bayreuth 1775 datierte Talermünze auf den Kleeanbau mit der Beschriftung BELOHNUNG/ WEGEN DES/ FLEISIG GETRIBENEN/ KLEE-BAVES. Die Prämienmedaillen sind verwandt mit den Preismedaillen.

Rückseite des Prämientalers 1786 des Bistums Würzburg