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Pfaffenfeindtaler

Bezeichnung von Talermünzen, die der protestantische Herzog Christian von Braunschweig nach der Eroberung der katholischen Stadt Paderborn im Dreißigjährigen Krieg 1622 schlagen ließ. Das Münzmetall stammt aus erbeuteten Kirchenschätzen, vorwiegend wohl aus dem Liborius-Schrein des Paderborner Doms. Der ehemalige Bischof und Verwalter von Halberstadt war im Dreißigjährigen Krieg als General eine der schillerndsten Figuren auf Seiten der Protestanten. Der Heerführer war bekannt als "der tolle Halberstädter" oder "der tolle Christian". Die Benennung der Taler leitet sich von der vierzeiligen Aufschrift auf der Münzvorderseite ab: GOTTES /FREUNDT /DER PFAFFEN /FEINDT; deshalb gelegentlich auch Gottesfreundtaler genannt. Die Rs. zeigt den aus den Wolken ragenden Arm Gottes mit einem Schwert in der Hand, umschriftlich frz. TOVT AVEC DIEV (Alles mit Gott). Varianten mit Jesuitenmütze und Kaiserkrone auf der Spitze des Schwerts stammen aus späterer Zeit. Es gibt auch 1 1/4-, 1 1/2-, sowie 2-Talerstücke, ebenso goldene Einfach- und Mehrfach-Dukaten dieses Typs, letztere sind selten.

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