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Purimtaler

Sammlerbezeichnung für eine Talermünze von Erfurt aus dem Jahr 1632, die im Dreißigjährigen Krieg unter schwedischer Besatzung geschlagen wurde. Sie zeigt auf der Vs. oben "Jehova" in hebräischer Schrift in einem strahlenden Oval. Die Rs. ist mit einer 12-zeiligen Schrift in lateinischer Sprache versehen, eine Huldigung an den schwedischen König Gustav II. Adolf, den Oberbefehlshaber des protestantischen Heeres und dessen letzte siegreiche Schlacht (bei Leipzig). Die Umschrift beginnt mit den Worten DIES PURIM ..., die Münze wurde also anlässlich des Purimfestes (jüdisches Fest) geschlagen, das in Erfurt am 7. September 1632 zum Andenken an die Wiedereinsetzung des protestantischen Glaubens gefeiert wurde. Der Tod Gustav II. Adolfs am 16. November in der Schlacht bei Lützen gab der Bildung von Legenden um den Purimstaler Nahrung.