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Peterspfennige

Keine Münzen, sondern die Bezeichnung für Abgaben oder Kirchensteuern, die von den christlichen Ländern England, Irland, Skandinavien, Polen und Ungarn im Mittelalter erhoben und an den Papst abgeführt wurden. Die Abgaben in England werden zurückgeführt auf eine Schenkung des Königs Offa von Mercia im Jahr 787 für die Armen und den Erhalt der Kirchenlichter in Rom. Daraus entwickelte sich im 10. Jh. eine Herd- oder Haussteuer, wobei die Bischöfe im Namen des Königs pro Familienoberhaupt einen Denar einsammeln ließen. In Dänemark wurde der Peterspfennig im 11. Jh. eingeführt, in Schweden, Norwegen und Polen im 12. Jh., wobei sich die Abgabe der Polen im 14. Jh. sogar zu einer Kopfsteuer entwickelte. Es müssen riesige Summen gewesen sein, die an den Nachfolger Petri flossen. Die Peterspfennige waren wohl die Haupteinnahmequelle des Heiligen Stuhls und stellen den wesentlichen finanziellen Beitrag zur Machtentfaltung der katholischen Kirche und Roms dar. Im 15./16. Jh. endeten die Zahlungen allgemein. In neuerer Zeit werden auch freiwillige Geldspenden an die katholische Kirche gelegentlich als Peterspfennige bezeichnet.

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