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Patrize

Der Ausdruck leitet sich vom lat. pater (Vater) ab. Im Gegensatz zur Matrize (von lat. mater = Mutter) zeigt sich das Relief der späteren Münzseite in der Patrize erhaben (positiv), wie auch bei den Münzen. In der Antike und im Mittelalter, als jeder Prägestempel für sich negativ geschnitten wurde, war eine Patrize nicht notwendig. Erst der Massenbedarf an Münzen in der Neuzeit machte die Anfertigung von Patrizen sinnvoll. Man stellt Patrizen her, indem man die Hartkopie eines Modells mittels einer Reduktionsmaschine (auf die gewünschte Größe der Münze verkleinert) in ein ungehärtetes Stahlstück einfräst. Aus dem gehärteten Stahlstück, der (positiven) Patrize wird dann unter hohem Druck mittels einer Einsenkpresse die (negative) Matrize erstellt. Das Verfahren hat den Vorteil, dass zur Herstellung neuer Stempel (wenn die alten Stempel verschlissen sind) auf die ursprünglichen Patrizen und Matrizen zurückgegriffen werden kann.