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Beichlingtaler

Spezieller Typ des Bankotalers aus dem Jahr 1702, der einen politischen Skandal auslöste. Normalerweise zeigten die Prägungen des polnisch-sächsischen Bankotalers im Jahr 1702 auf ihrer Münzvorderseite die um ein Wappen gelegte Kette des dänischen Elefantenordens, dem August II. (der Starke) angehörte, der in Personalunion Kurfürst von Sachsen und König von Polen war. Der auf Veranlassung des kursächsischen Großkanzlers Graf von Beichlingen geprägte Beichlingtaler zeigte statt der Ordenskette die vierfach gekrönte Initiale A und in den Zwischenräumen ein mit der römischen Ziffer II versehenes Doppelkreuz. Die Feinde des Grafen deuteten dies als Ordenskreuz des dänischen Danebrogordens, dem Graf von Beichlingen als Ritter angehörte. Die Anschuldigungen seiner Gegner, den Danebrogorden und nicht den Elefantenorden als Zeichen auf der Vs. zu verwenden, mag zum Sturz des Großkanzlers noch im selben Jahr beigetragen haben.