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Baudekin

Im weiteren Sinn Bezeichnung der spätmittelalterlichen kleinen Groschenwerte (Doppelsterling), die in den Niederlanden noch vor den Nachprägungen des französischen Gros tournois ausgegeben wurden. Im engeren Sinn ist mit Baudekin ein Typ des Doppelsterlings gemeint, der einen galoppierenden Reiter auf der Vs. zeigt. Die Münze im Wert von 2/3 des Gros tournois wurde 1269 von Margarete von Konstantinopel (Gräfin von Flandern und Hennegau) im Hennegau eingeführt. Ihre flämischen Doppelsterlinge zeigen anstelle des Reiters einen Doppeladler. Dieselben Werte wurden von anderen niederländischen Münzständen geprägt, z.B. von Brabant (mit St. Michael), Lüttich (mit Adler) und Cambrai (Büste mit Mitra). Gegen Ende des 13. Jh.s kamen die ersten niederländischen Nachprägungen des Gros tournois( Turnose) in Umlauf.

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