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Bundesmünzen

Bezeichnung antiker Münzen, die aufgrund einer Münzkonvention zwischen zwei oder mehreren Städten bzw. Kleinstaaten geprägt wurden. Bundesmünzen wurden seit dem 6. Jh. v. Chr. geprägt, am bekanntesten sind die Gemeinschaftsprägungen der Arkadischen Liga (mittlerer Peloponnes). Die Münzen der frühen Prägeperiode (ca. 480-418 v. Chr.) zeigen meist auf den Vs.n den thronenden Zeus, auf den Rs.n das Kopfbild der Artemis. Die Münzen der beiden späteren Prägeperioden (370-280 und 280-234 v. Chr.) bieten auf den Vs.n das Kopfbild des bärtigen Zeus oder des gehörnten Pan, die Rs.n den nackten Pan sitzend oder das Monogramm ARK. 
Nach Polybios prägten die Städte Phokaia und Mytilene um 400 v. Chr. gemeinschaftlich Elektronmünzen. Auch die gemeinschaftlich Kistophoren prägenden Städte Kleinasiens seien in diesem Zusammenhang erwähnt. In hellenistischer Zeit scheint sich die Prägung von Bundesmünzen zu häufen. Der Grund mag in der sich durchsetzenden Erkenntnis liegen, dass Kleinstaaten wirtschaftlich erfolgreicher operieren können, wenn sie sich zu größeren Einheiten zusammenschließen.