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Bianco

Benennung italienischer Denari und Grossi verschiedener italienischer Staaten, die im 16. Jh. weite Verbreitung fanden. Die Bezeichnung leitet sich aus dem italienischen Wort bianco (weiß) ab und bezieht sich, wie beim deutschen Albus und dem französischen Blanc, auf die weiß schimmernde Farbe der Bianchi, ein Zeichen für den hohen Silbergehalt der Münze. Sie wurden besonders häufig zwischen 1563 und 1583 in Savoyen als Groschenmünzen geprägt. Der Kirchenstaat ließ Bianci von der Mitte des 16. bis zum Ende des 18. Jh.s in Bologna im Wert von 10 Bolognini oder einer halben Lira prägen. Ferrara und Modena waren Prägeorte der Bianchi zu einem halben Testone bzw. zu 10 Soldi zur Regierungszeit Herzogs Ercole II. von Este (1524-1558).

   

Bianco (ohne Jahr), geprägt in Bologna unter Papst Sankt PiusV.