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Berner

In der kaiserlichen Münzstätte Verona, althochdeutsch Bern (durch Konsonantenverschiebung), wurden im 11. und zu Beginn des 12. Jh.s kleine schüsselförmige Pfennige, lat. Denarii Veronenses, geprägt. Aufgrund des kleinen Kreuzes auf beiden Münzseiten sind sie auch als Denarii cruciati dokumentiert. Durch ihre ständigen Verschlechterungen wurden sie zu Parvuli Veronenses, zu kleinen Bernern oder Pernern. Trotzdem wurde der Berner zum Vorbild des Piccolo veneto, der von den Dogen Venedigs massenhaft zwischen 1172 und 1205 geprägt wurde und sich über den gesamten oberitalienischen Raum verbreitete. Nach venezianischem Vorbild hat man Nachahmungen in Trient, Görz und Lienz sowie wiederum in Verona gefertigt. Trotz der winzigen Größe des Berners wurde er in Tirol im 13. Jh. zur Grundlage des Münzwesens. Der Adlergroschen oder Aquilino wurde nach seinem Wert von ca. 20 Bernern auch Zwainziger (Zwanziger) genannt. Bei einem Raugewicht von nur 0,3 g (0,03 g fein) wurden die Tiroler Berner zuletzt so schlecht ausgebracht, dass sich ihre Prägung nicht mehr lohnte und in der ersten Hälfte des 15. Jh.s eingestellt wurde.

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