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Ducatone

1. Bezeichnung der ersten italienischen Talermünze, ihr offizieller Name lautete „Ducatone da soldi cento“, nach ihrem Wert von 100 Soldi. Sie wurde im Jahr 1551 in Mailand durch ein Edikt Kaiser Karls (Carlo) V. (1534-1556) mit einem Raugewicht von 33,5 g (910/1000 fein) eingeführt und lag damit vergleichsweise höher in Schrot und Korn als der deutsche Taler. Der Ducatone war unter Karls Nachfolger Philipp (Filippo II., 1556-1598) wertgleich mit dem (goldenen) Scudo d'oro und wird deshalb auch als Scudo d'argento bezeichnet. Er wurde noch im 16. Jh. zum Vorbild verschiedener Großsilbermünzen (Ducatone und Ducato) italienischer Münzstände, z.B. in Savoyen und Neapel. Sein Münzbild zeigt das Brustbild des Herrschers auf der Vs., auf der Rs. meist Adler und Globus oder das Wappen. Der mailändische Ducatone wurde 1604 auf ein Gewicht von 31,5 g bei unverändertem Feingehalt reduziert.

2. Seit 1570 Bezeichnung des Ducato d'argento bzw. der Giustina in Venedig.