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Denga

Kleine russische Silbermünze aus dem ausgehenden 14. Jh., die in der Art der Drahtkopeken gefertigt wurde. Der Name Denga leitet sich vermutlich aus dem tatarischen "Tengah" her, wie die Tataren ihre frühe Nachahmung des arabischen Dirhem genannt haben sollen. Das Gewicht der Denga von 0,93 g entsprach 1/200 des ostrussischen Rubelbarrens (Rechenrubel). Im 15. Jh. entstand eine interessante Typenvielfalt, die unter dem Großfürsten von Moskau, Iwan III. (der Große, 1462-1505), schon auf wenige Typen vereinheitlicht wurde. Nach der Münzreform von 1535 blieb schließlich das charakteristische Münzbild der Denga, das den Großfürsten zu Pferd mit geschwungenem Säbel zeigt. Daher die volkstümliche Bezeichnung Säbelmünze (Sablanica) oder Schwertmünze. Dieselbe Reform setzte den Denga als Halbkopeke fest. Seit der Krönung (1547) Iwans IV. (der Schreckliche, 1530-1584) zum Zaren erschien der Titel regelmäßig auf den Münzen. Die Denga wurde zeitweise auch im Halb- (Poludenga oder Poluschka) und vor allem im Viertelwert (Tschetveretsa) ausgeprägt.
Mitte des 16. Jh.s kam die Pluralform (Mehrzahl) Dengi in Russland als Bezeichnung für Geld allgemein in Gebrauch. Der Denga wurde als Kupfermünze im 18. Jh. immer spärlicher ausgebracht und 1828 schließlich gänzlich aufgegeben.

   

Fürstentum Moschaisk, Denga 15 Jh. Ivan Andrejevitsch

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