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Dicken

Silbermünze im Wert eines Drittels des rheinischen Guldens, die 1482 nach dem Vorbild des norditalienischen Testone in Bern eingeführt wurde. Andere Münzstände aus der Schweiz und Südwestdeutschland folgten dem Beispiel, denn die damals umlaufenden Kleinmünzen (Pfennig und Kreuzer) genügten den wirtschaftlichen Ansprüchen nicht mehr. Die Bezeichnung leitet sich von der (dicken) Gestalt der Münzen her. Der Dicken zählt zu den ersten Großsilbermünzen nördlich der Alpen und gilt als Vorstufe zur Talerprägung. Die Dicken wogen 9,4 bis 9,9 g und galten ursprünglich 20, in Straßburg 24 Kreuzer. Die Prägung der Münzen dauerte nur 40 Jahre, dann übernahm der Guldengroschen ihre Funktion.

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