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Drahtringe und -spiralen

Im metallreichen Kongogebiet hergestellte Spiralen dienten in Zentralafrika meist als Schmuck- und Wertobjekte. Es gab Spiralen, Reife und Ringe aus Draht, Kupfer, Zinn, Messing und Eisen. Drahtringe und -spiralen konnten alle Frauen tragen, eiserne waren meist der Familie des Häuptlings vorbehalten. Das hohe Gewicht (bis zu 15 kg) der Stücke schränkte ihre Trägerinnen nicht selten in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Diese Ringe waren nicht für den Handel bestimmt, sondern wurden von Frauen als "Reichtumsanzeiger" in Form von Arm-, Bein-, Ohr- oder Halsspiralen und -ringen getragen. Der Mann zeigte so, dass er es sich leisten konnte, seine Frauen nicht zur Haus- oder Feldarbeit zu schicken, sondern mit den oftmals klobigen Manschetten "geschmückt" zur Schau zu stellen. Siehe auch Ringgelder.